Seit über 125 Jahren arbeiten die Unternehmen Daimler und Bosch eng miteinander zusammen, doch nun will Daimler anscheinend das Elektroauto ohne die Beteiligung von Bosch vorantreiben.

Herr Carl Benz und Gottlieb Daimler erfanden das Auto, Robert Bosch hat den für höhere Drehzahlen unverzichtbaren Niedrigspannungs-Magnetzünder erfunden. So entstand eine sehr gute Zusammenarbeit, welche bereits 125 Jahre anhielt.

Wer entwickelt nun die Batterie für das Elektroauto von Daimler?

Obwohl Bosch für die Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Akkus/Batterien für Elektroautos prädistiniert erscheint, hat sich Daimer für die Entwicklung der Akkus für die Elektroautos an Evonik gewandt. Daimler und Evonik errichten im ostdeutschen Kamenz die größte Batteriefabrik auf Lithium-Ionen-Basis in Europa.

Auch Motoren und Steuerungselektronik sollen ohne Bosch entwickelt werden

Nach dem Akku ist die Steuerungselektronik und der Elektromotor für ein Elektroauto die wichtigsten Bestandteile, so liefert ausgerechnet Boschs härtester Konkurrent Continental die Leistungselektronik, die Elektromotoren will Daimler selbst in Berlin bauen (obwohl Daimler bis jetzt in diesem Bereich keine große Erfahrungen hat).

Der Akku spielt bei dem Kauf eines Elektroautos eine große Rolle

Als Verkaufsargument wird der verwendete Akku im Elektroauto später eine große Rolle spielen, denn mit dem Akku/Batterie welcher verbaut worden ist, hängt auch die Reichweite des Elektromobils ab. Daimlers Argument bei der Eigenentwicklung ist, das sich jemand, der sich durch Batterien vollständig von anderen abhängig macht, mittel- und langfristig verloren hat. Auf jeden Fall muss man genaue Kenntnisse über die Produkte haben, ansonsten würde man von seinen Lieferanten übervorteilt werden.

Bosch schlägt beim Thema Akkus zurück und Bosch kontert

Bosch hat sich schon bei dem Thema Batterien bzw. Akkus an Samsung gebunden. Samsung produziert jährlich bereits 800 Millionen Lithium-Ionen-Akkus. Da die Akkubranche in Asien brummt, hatte sich Bosch frühzeitig zu der Kooperation mit Samsung bewegen lassen. Der Erstkunde der Akkus ist ausgerechnet Daimlers größter Konkurrent BMW.

Das Unternehmen LiTec, welches ein Joint Venture von Daimler und Evonik ist, will anscheinend derzeit hauptsächlich den Smart mit einem Akku ausstatten. Sicherheitshalber hat sich Daimler Build your Dreams (BYD) als Joint-Venture-Partner geangelt, dies bringt für Daimler den Vorteil, das man auf die Förderung der chinesischen Regierung zugreifen kann.

Bis zum Jahr 2013 wollen die Partner ein Elektroauto in China auf den Markt bringen.

Quelle: handelsblatt

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Kai
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