Elektroautos könnten bald mit Brennstoffzellen statt Batterien fahren

Ab dem Jahr 2015 sollen Brennstoffzellen-Pkw kommen, die aus Wasserstoff ihren Strom an Bord erzeugen. Bei General Motors wird es die nächste Generation nach dem HydroGen4 sein. Knackpunkt bleibt das Tankstellennetz.

Ein Solarfeld auf einem Campusgelände. Bildquelle: FlickR (evtwal)

Autos mit Wasserstoffantrieb wurden oft beschworen, bisher gibt es diese Anwendung hauptsächlich für Linienbusse. Reine Brennstoffzellenautos und Elektroautos teilen derzeit das gleiche Schicksal, beide sind noch viel zu teuer. Ab dem Jahr 2015 sollen die auf der Wasserstoffkonferenz im Mai in Essen vorgestellten jüngsten Generationen dieser Fahrzeuge auf den Markt kommen, bisher gibt es sie nur als  Prototypen vor. 2015 sollen die ersten Brennstoffzellen-Pkw erhältlich sein, wie die konkurrierenden Batterieautos noch zu unwirtschaftlich hohen Kosten. Eine Bilanz der Vor- und Nachteile.

Brennstoffzellen verbinden Wasserstoff durch eine so genannte kalte Verbrennung mit Sauerstoff, als Endprodukt entsteht Wasser und es fließt Strom. Wasserstoff ist grundsätzlich so ökologisch wie seine Erzeugung, das heißt auch mit Solarenergie, Gezeitenengerie oder Wellenkraftanlagen ließe sich völlig umweltschonend Wasserstoff erzeugen.

Grundsätzlich ist das Strom produzierende Brennstoffzellen-Fahrzeug ein Elektroauto und damit gegenüber dem Verbrenner bis ca. Tempo 70 km/h leiser und aus dem Stand durchzugsstärker. Elektroautos kommen ohne Getriebe aus und gelten als wartungsärmer.

Der große Vorteil von Brennstoffzellenautos im Vergleich zu reinen Elektroautos  ist vor allem die Reichweite, das Technikpaket ist viel kleiner und leichter als bei den schweren und großen Batterien. Brennstoffzellen-Autos können deshalb bei der Raumausnutzung genauso gut sein wie jetzige konventionelle Wagen. Die Betankung mit Wasserstoff geschieht in Minuten und nicht wie das Aufladen der Akkus in Stunden. Prototypen-Probleme der Brennstoffzellen wie die Kaltstartfähigkeit bei Minustemperaturen sollen inzwischen gelöst sein. Hauptproblem des Brennstoffzellen-Fahrzeugs bleibt das kaum vorhandene Netz von teuren Wasserstofftankstellen, während Batterieautos jetzt schon an jeder normalen Steckdose Strom ziehen können.

Leider sind Brennstoffzellen sehr teuer, weil pro PS Leistung acht bis zwölf Gramm des teuren Edelmetalls Platin benötigt werden, welches allerdings zurückgewonnen werden kann. In dem Katalysator eines jetzigen Autos stecken zurzeit rund zwei bis vier Gramm Platin. Leider haben Brennstoffzellen wie normale Batterien oder Akkus auch eine eingeschränkte Lebensdauer. Für das Jahr 2015 wird eine Laufleistung von rund 130.000 Kilometern angepeilt. Später soll es die heute als Minimum geltenden 200.000 Kilometer sein. Die Entwicklungsingenieure des HydroGen4 von General Motors (GM) haben als Ziel, die Brennstoffzellen-Kosten auf ca. 40 bis 55 Euro pro PS zu drücken. Zum Vergleich: Ein konventioneller Vierzylinder kostet nur 1200 Euro. Bis 2015 soll der Aufpreis eines Brennstoffzellen-Autos laut GM auf 10.000 Euro sinken.

Ein Brennstoffzellenauto als Elektroauto würde beide Vorteile der einzelnen Technologien verbinden, so ein Auto wäre Geräuscharm, es würden keine Abgabe entstehen und man müsste die Batterien nicht lange aufladen – dafür müssten die normalen Tankstellen zusätzlich Wasserstoff anbieten. Wenn der Wasserstoff noch über Umweltschonende Verfahren wie der Solarenergie, Gezeitenstrom oder Wellenkraftanlagen gewonnen werden würde, könnte die Umwelt endlich aufatmen. Normale Wasserkraftanlagen wie sie bei Staudämmen zu finden ist, zähle ich nicht dazu, da dadurch die normalen Flussverläufe unterbrochen werden und die Tiere und das Flussbett darunter leiden.

Via: derwesten.de

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Kai

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