Neue Farbe für das Auto

Steht der Kauf von einem Neuwagen an, dann wird dieser in der Lieblingsfarbe ausgewählt. Das geht bei einem Gebrauchtwagenkauf nicht immer. Hier zählen viel mehr der Preis und die entsprechende Ausstattung.

Symbolbild. © loraks - Fotolia.com
Symbolbild. © loraks – Fotolia.com

Das Aussehen von einem Auto ist jedoch nicht unwichtig. Autos lassen sich um lackieren oder mit Folie beziehen. Da hier gerade im privaten Bereich keine Oberflächenanalytik durchgeführt werden kann, muss eine allgemeine Lösung her.

Gleiches gilt auch, wenn nur kleine Kratzer im Lack ausgebessert werden sollen. Ein neuer Anstrich oder eine kleine Reparatur lassen sich auch in Eigenregie und ganz ohne Profi durchführen. So kann man zum Beispiel sein Elektroauto in einer ganz individuellen Farbe erscheinen lassen.

Umlackieren auch zu Hause möglich

Natürlich darf hier nicht ein perfektes Ergebnis wie bei einem Profi erwartet werden. Dafür ist die neue Lackierung oder auch die Reparatur deutlich günstiger. Bevor es losgehen kann, müssen einige Vorbereitungen getroffen werden. Entsprechend der Arbeiten ist es sinnvoll, einen Schutzanzug und Schutzhandschuhe zu tragen. Ebenfalls sollte bei den Arbeiten eine Maske getragen werden. Hier kommt es jedoch auf die Art drauf an, wie die Farbe auf das Auto gebracht wird.

Als Erstes sollten alle Flächen, die keine Farbe abbekommen dürfen, gründlich abgedeckt werden. Fenster können mit Pappe und Klebeband sicher gemacht werden. Alle anderen Teile werden ebenfalls abgeklebt. Folie kann unter dem Fahrzeug und auf den Reifen angebracht werden. So werden diese und der Boden vor dem Lack geschützt. Griffe und kleine Kunststoffteile sollten ebenfalls nicht vergessen werden. Nun beginnt die Vorarbeit. Alle Teile, die später neue Farbe bekommen sollen, müssen angeschliffen werden, damit eine raue Oberfläche entsteht. Am besten eignet sich da ein Schleifpapier mit der Körnung 60 bis 120.

Anschließend sollte der Staub und Schleifreste vom Auto abgefegt werden. Nun geht es mit einer speziellen Paste daran, die Beule oder Kratzer auszubessern. Eine genaue Anleitung ist bei dem jeweiligen Produkt enthalten. Ist die Masse ordentlich durchgehärtet wird auch dieser wieder angeschliffen, damit die Farbe später hält. Jetzt kann bereit die Grundierung beginnen. Hierfür gibt es spezielle Produkte, die sich für den KFZ-Bereich eignen.

Interessant zu wissen: Dem Bundeskriminalamt (BKA) reichen Lack- und Glasspuren zur Aufklärung in manchen Fällen bereits zur Überführung von Straftätern, wie zum Beispiel bei Fahrerflucht- und Eigentumsdelikten aus: BKA – Lack und Glas.

Die Grundierung braucht nur dünn aufgetragen werden, muss aber sehr gleichmäßig verteilt werden. Das gelingt am besten mit einer Sprühpistole oder einer Schaumstoffrolle. Pinsel sind eher ungenau. Ist diese Grundierung komplett trocken, kann mit der ersten Farbschicht begonnen werden. Auch hier kann die Technik, ähnlich wie bei der Grundierung frei gewählt werden. Mit der Sprühtechnik ist es jedoch einfacher und auch das gesamte Ergebnis wirken ebenmäßiger.

Häufig müssen bis zu drei Schichten aufgetragen werden, bevor die Farbe die gewünschte Farbe hat. Es ist wichtig, dass die Schichten nicht zu dick auf das Auto gebracht werden und ausreichende Zeit zum trocken bekommen. Am Ende bekommt der gesamte Lack noch eine durchsichtige Schutzschicht. Hierbei handelt es sich um Klarlack, der ebenfalls zweimal aufgetragen werden sollte. Erst wenn dieser Schritt fertig ist, kann die Lackierung als abgeschlossen betrachtet werden.

 

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Kai

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