Bochumer Hochschulteam wird bei der Bridgestone World Solar Challenge Vizeweltmeister

[16.10.2017] Das Bochumer Solarcar-Team wird mit seinem Solar-Elektroauto Vizeweltmeister bei der Bridgestone World Solar Challenge.

Das Solar-Elektroauto Bluecruiser der Hochschule Bochum in Australien. Bildquelle: Hochschule Bochum
Das Solar-Elektroauto Bluecruiser der Hochschule Bochum in Australien. Bildquelle: Hochschule Bochum

Die Teilnehmer der diesjährige Bridgestone World Solar Challenge in Australien hatten mit viel Regen zu kämpfen, dies führte unter anderem dazu, dass die Solarautos tagsüber nicht genug Energie erzeugen konnten, um die Akkuzellen aufzuladen. So mussten zum Teil Abends Generatoren zum Aufladen der Energiespeicher genutzt werden.

Dieses Jahr nahmen insgesamt 95 Teams an der World Solar Challenge in Australien teil. Wie die Jahre zuvor gab es auch dieses mal 3 unterschiedliche Klassen:

  • Die Challenger Class, hier geht es darum, die 3.000 Kilometer von Darwin im Norden nach Adelaide im Süden so schnell wie möglich zurückzulegen.
  • Die Cruiser Class, hier müssen die Teams einfach nur in Adelaide ankommen, um in die Wertung zu kommen.
  • Und die Adventure Class, diese ist konkurrenzfrei und dient vor allem zum Testen von Fahrzeugen.

Das hätte keiner vermutet nach allen Schwierigkeiten, die das Team der Hochschule Bochum schon bei der Vorbereitung, aber auch während des Wettbewerbs in Australien hatte. Die Studierenden schaffen es zum zweiten Mal nach 2013 auf den 2. Platz bei der Weltmeisterschaft der Solarmobile in Australien. Der Sieger kommt wie in den Jahren zuvor wieder aus Eindhoven in den Niederlanden.

Das Team mit ihrem Solar-Elektroauto Bluecruiser der Hochschule Bochum in Australien. Bildquelle: Hochschule Bochum
Das Team mit ihrem Solar-Elektroauto Bluecruiser der Hochschule Bochum in Australien. Bildquelle: Hochschule Bochum

Schwierigkeiten mit der Technik, aber auch ungewöhnlich schlechtes Wetter mit Sturm und Regen stellten das Ruhrgebietsteam immer wieder vor fast unlösbare Aufgaben. Während der Testfahrten, aber auch kurz nach dem Start traten Defekte an den Motorcontrollern auf, die die Elektromotoren in den Rädern mit Strom versorgen. Nur mit Hilfe von Ersatzteilen des Teams aus Cambridge, das selber wegen eines Unfalls in der Testphase nicht mitfahren konnte, waren die Deutschen überhaupt in der Lage, an den Start gehen zu können.

Selbst am letzten Renntag, Freitag der 13., war das Team weiter vom Pech verfolgt. 500 Meter vor der Ziellinie versagt erneut ein Motorsteuergerät. Mit letzter Kraft schafft es der thyssenkrupp blue.cruiser ins Ziel.

Als Gewinner in der inoffiziellen Kategorie „Wer hat das schönste Auto gebaut?“ standen die Bochumer aber von Anfang an fest. Das überragende Design hatte alle bei dieser Weltmeisterschaft überzeugt. Leider wurde dafür in diesem Jahr vom Veranstalter kein Preis verliehen.

Im Rahmen der Weltmeisterschaft präsentiert das Solarcar-Team eine Studie zum Thema Nachhaltigkeit beim Fahrzeugbau. Mit Hilfe einer sogenannten LCA (Life Cycle Assessement), einer Lebenszyklus-Analyse, untersuchte das Bochumer Team den kompletten Herstellungs- und Verwendungsprozess eines Solarcars. Dabei wurden die letzten beiden Fahrzeuge aus der Bochumer Manufaktur miteinander verglichen.

Die Idee aus Bochum fand reges Interesse bei Chris Selwood,
Chef der Bridgestone World Solar Challenge. Für die Zukunft des Wettbewerbes wird darüber nachgedacht, Nachhaltigkeitsaspekte insbesondere in der Cruiser-Klasse in die Bewertung der Teams mit aufzunehmen.

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Kai
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