Technische Universität München präsentiert Elektroauto Visio.M

Am Montag wurde in München das Elektroauto Visio.M präsentiert, entwickelt wurde das Elektrofahrzeug von der Technischen Universität München.

Elektroauto Visio.M. Bildquelle: Florian Lehmann TUM
Elektroauto Visio.M. Bildquelle: Florian Lehmann TUM

Die meisten Elektroautos sind noch relativ teuer, nun hat die Technischen Universität München (TUM) einen Stromer entwickelt, der Platz für zwei Personen bietet und das in der Herstellung und im Betrieb nur halb so viel wie ein Smart kosten soll.

Das Ziel der Wissenschaftler war, einen PKW zu bauen, der mit möglichst wenig Energie möglichst weit fahren kann. So sagte Professor Markus Lienkamp vom Lehrstuhl für Fahrzeugtechnik der TUM:

 „Für die Optimierung der Energieeffizienz haben wir im Wesentlichen drei Stellschrauben“…

„Das sind die Aerodynamik, der Rollwiderstand und das Fahrzeuggewicht.“

Antrieb mit Lithium-Ionen Akkuzellen

Für den Antrieb sorgt ein Elektromotor, welcher die Hinterräder antreibt. Wie die Steuerung für so einen Antrieb funktioniert, lässt sich am besten bei der Grafik von infinion zum Thema Bürstenlose DC Motoren erklären, denn diese kommen auch im Automobilbereich zur Anwendung. Bei der Fahrt wird über Rekuperation so viel Bremsenergie, wie möglich zurück gewonnen.

Eine Besonderheit in einem Elektroauto ist der Antriebsstrang mit Torque-Vectoring, dieser kommt bisher vereinzelt in teuren Wagen zum Einsatz. Als Stromspeicher werden handelsüblichen Lithium-Ionen Akkuzellen eingesetzt, ein Batteriemanagement überwacht und regelt die einzelnen Akkumulatoren.

 

Elektroauto Visio.M. Bildquelle: Florian Lehmann TUM
Elektroauto Visio.M. Bildquelle: Florian Lehmann TUM

Obwohl es leicht ist, bietet es ein hohes Maß an Sicherheit

Damit der Antrieb möglichst wenig Gewicht bewegen muss, wurde die Fahrgastzelle aus einem Monocoque aus karbonfaserverstärktem Kunststoff hergestellt. sicherheitsrelevanten Karosserieteile bestehen aus sehr festen Aluminium-Profilen.

Das entwickelte Elektrofahrzeug hat nur einen Luftwiderstand (cw-Wert) von 0,24, um möglichst wenig Energie zu verlieren, werden schmale Reifen eingesetzt. Dennoch ist das elektrisch angetriebene Auto auch in der Kurvenfahrt sicher.

Die zwei Fahrzeuginsassen werden unter anderem durch eine computergestützte Analyse des Verkehrsgeschehens mit Radar- und Kamerasensoren geschützt, falls sich eine Kollision nicht vermeiden lässt, werden Schutzsysteme aktiviert.

Dazu zählen Struktur-Airbags in der seitlichen Fahrzeugverkleidung und im Stoßfänger.

Visio.M ist ein Stadtauto

Das Elektroauto Visio.M ist vor allem ein Stadtauto, die Reichweite dürfte bei etwa 100 km liegen. Dieses reicht aber für die meisten Fahrer, da der Durchschnittsbürger nur etwa 39 Kilometer pro Tag fährt.

Wir dürfen also gespannt sein, was die TUM für ein Elektrofahrzeug präsentieren wird.

Noch spannender ist allerdings die Frage, ob der PKW so in die Serienproduktion gehen wird. Denn es werden viele Konzeptautos präsentiert, von denen es leider nur wenige in den Handel schaffen.

Via: Welt.de

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Kai

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