In den USA sollen Rettungskräfte besser vor Elektromobilen geschützt werden

(31.12.2012)

Elektroautos, Hybridautos und andere Elektromobile haben eins gemeinsam, in ihnen fließt so starker Strom, dass er für Menschen gefährlich werden kann. Daher sollen in den USA Elektromobile jetzt so gekennzeichnet werden, dass sie auch aus weiterer Entfernung als solche erkennbar sind. So sollen Rettungskräfte und Ersthelfer davor geschützt werden, ihr Leben aufgrund eines gefährlichen Stromschlages zu riskieren.

Ein Feuerwehrmann schaut sich per Smartphone das Rettungsdatenblatt eines Autos an. Bildquelle: Opel
Ein Feuerwehrmann schaut sich per Smartphone das Rettungsdatenblatt eines Autos an. Bildquelle: Opel

Von einem Auto mit Verbrennungsmotor ist man die 12Volt Autobatterie gewöhnt, bei solchen Stromstärken kann man sich zwar verletzen, aber es besteht nur sehr selten eine wirkliche Lebensgefahr, wenn man von der Autobatterie (bzw. dem Bordnetz) einen Stromschlag erhält.
Bei Elektrofahrzeugen sieht dies schon anders aus, da hier sehr viel höhere Stromstärken fließen.

Daher sollen laut SAE International (Society of Automotive Engineers) Hybrid- und Elektroautos deutlich als solche gekennzeichnet werden, alternativ wird vorgeschlagen, das auf dem Armaturenbrett eine deutliche Kennzeichnung angebracht wird.

In Deutschland (und auch anderen Ländern) wird derzeit (wenn überhaupt) vor allem das System der sogenannten Rettungskarte (/Rettungsdatenblätter, Rescuecard) praktiziert, auf dieser sind Orte der Stromleitungen, Batterie, etc. vermerkt. Solche Rettungskarten gibt es aber auch für Autos mit Verbrennungsmotor, da hier für die Rettungskräfte wichtige Informationen zu dem Fahrzeug vermerkt sind.

Ich schlage vor, dass man einfach eine Ökoplakette für Elektrofahrzeuge einführt. So kann man gleich auf der Windschutzscheibe sehen, ob es ein elektrisch angetriebenes Fahrzeug ist oder nicht.

Aber auch die Autohersteller entwickeln die Batterieeinheiten so, dass sie selbst nach einem Unfall keine Gefahr für Menschen darstellen.

 

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Kai

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7 Gedanken zu „In den USA sollen Rettungskräfte besser vor Elektromobilen geschützt werden

  • 31. Dezember 2012 um 15:06
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    Dein Vorschlag finde ich sehr gut und mit derzeit wir Elektromobilität immer stärker auf den Straßen und die Leute wissen dann was es für Autos gibt und was sie unter der Haube haben.

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  • 31. Dezember 2012 um 17:15
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    „In den USA sollen Rettungskräfte besser vor Elektromobilen geschützt werden“
    … seltsame Ueberschrift – man denkt da gleich an BOESE EVs – die Feuerwehrleuten hinterherfahren um sie zu toeten ?! 😉

    EVs haben SICHERHEITSEINRICHTUNGEN (SCHUETZE DIREKT AM AKKU) DIE BEI „UNFALLDEKTION“ den AKKU „ABTRENNEN“ … um es etwas LAINHAFT ZU FORMULIEREN ( das war schon bei den PSA/Renault electriques der 90er so – und ist beim iMiev auch nicht anders!)

    Das beste „UNTESCHEIDUNGSMERKMAL“ ist under dem HECKSTOSSFAENGER zu finden (oder eben nicht 😉 )

    SIEHE:

    Electriphobia Research Institute — Shock Therapy (LUSTIG !!! 😉
    http://www.youtube.com/watch?v=e0J_B2PyAPw

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  • Pingback:Deutscher Auto Blogger Digest vom 31.12.2012 › "Auto .. geil"

  • 1. Januar 2013 um 12:22
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    Strom ist nicht das gleiche wie Spannung…

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  • 1. Januar 2013 um 12:53
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    Guter Gedanke. Auch für die Ersthelfer ist das doch wichtig.
    Kann es denn sein, das nach einem Unfall der ganze Wagen uter Strom steht?

    Müsste der ADAC bei seinen Crashtests auch eine Kategorie einführen wie sicher die Batterie und die Motoren im Auto nach einem Crash sind.

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  • Pingback:Neustart 2013 « Patcars – Weisheiten zu Auto und Verkehr

  • 3. Januar 2013 um 13:10
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    Denke nicht, dass das notwendig ist. Die von den Zellen gelieferte Gleichspannung liegt doch immer unterhalb einer lebensbedrohlichen Größe. Ersthelfer und hier zu verunsichern ist denk ich nicht sinnvoll.
    Das ist wohl so ähnlich wie die immer explodierenden Autos nach Unfällen in TV-Serien und Filmen. Man hört immer wieder von potentiellen Ersthelfern, dass sie sich nicht zum Verletzten trauen, aus Angst das Auto könnte explodieren.

    Professionelle Rettungskräfte sind es gewohnt, mit Vorsicht an die Sache ranzugehen – vor allem wenn am Wagen manipuliert wird (Druckpatronen für Seitenairbags, etc.). Es gibt hierfür auch spezielle Schulungen, die nun für Elektroautos „erweitert“ werden sollte.

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