(12.01.2012)

Durch die Metropolregion Hannover-Braunschweig-Wolfsburg-Göttingen sollen 5.000 Elektroautos fahren und damit soll Braunschweig, Hannover usw. zum Schaufenster für Elektrofahrzeuge werden. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen 120 Millionen Euro investiert werden.

Elektroauto Unsere Pferdestärken werden elektrisch
(Bildquelle: karl-peterahrens.de)

Vor ein paar Tagen wurde das das Geheimnis gelüftet:

Unter dem Slogan „Unsere Pferdestärken werden elektrisch“ bewirbt sich die Metropolregion bei der Bundesregierung um den Zuschlag für eines der drei bis fünf nationalen „Schaufenster Elektromobilität“.

Die Pferdestärken deuten darauf hin, das Niedersachsen schon immer ein Land der Mobilität war – zu Beginn waren es Pferde (wie die berühmten Hannoveraner und die bedeutenden Pferderegionen wie Verden), heute ist Niedersachen gleichwohl in Sachen Autos (wie es Volkswagen zeigt) und Pferden weit vorne.

Die sogenannten Schaufenster für Elektroautos sollen mit 180 Millionen Euro vom Bund bis zum Jahr 2015 besonders gefördert werden – dies soll der Zukunftstechnologie einen Schub geben, die Alltagstauglichkeit erprobt und demonstriert werden und auch die Leistungsfähigkeit der deutschen Autoindustrie belegen.

Der Regions-Aufsichtsratschef Gert Hoffmann (CDU) dazu:

„Wir haben hier ideale Voraussetzungen, um die Potenziale der Elektromobilität zu entwickeln und der breiten Öffentlichkeit nahezubringen.“

Das Konzept („Unsere Pferdestärken werden elektrisch“ ) für die Förderung des Elektrofahrzeuge sieht folgende Schritte vor:

– Bis 2015 sollen in der Region über 5.000 Elektroautos privat oder gewerblich im Einsatz sein, die Bürger sollen selbst die Autofahrt mit Stromantrieb erleben.

– In den Fuhrparks von Land und Kommunen sind mindestens 20 Prozent der neu beschafften PKW E-Autos.

VW Car-Sharing-Anbieter Quitcar setzt Elektromobile in Braunschweig, Wolfsburg und Hannover ein.

– Die Städte errichten eine leistungsfähige Lade-Infrastruktur.

– Wer ein E-Fahrzeug fährt, kann in den Städten der Region kostenlos parken.

– Elektromobilität wird Unterrichtsthema in den niedersächsischen Schulen, Lehrer werden für das Thema von einer „Qualifizierungsoffensive Elektromobilität“ ausgebildet.

– Vier Hochschulen entwickeln ein praxisorientiertes Studienangebot.

– In Hannover baut JohnsonControl eine Fabrik für Batteriemodule.

– Showzentren werden die gesamte Produktkette vorstellen – in der Autostadt Wolfsburg und auf der Messe Hannover.

Die Kampagne erscheint erfolgsversprechend, da es in Niedersachsen den Autokonzern Volkswagen (VW) und andere erfolgreiche Unternehmen der Autobranche gibt, eine hohe Forschungsdichte in Wirtschaft und Hochschulen gibt und die Bürger neuen Technologien aufgeschlossen gegenüber stehen.

Die Konkurrenz ist groß, mindestens 10 Standorte wollen im März 2012 den Zuschlag. Landeswirtschaftsminister Jörg Bode (FDP) sagte, Vorteil der Region Hannover-Braunschweig-Wolfsburg-Göttingen sei, dass sie die gesamte Wertschöpfungskette der Elektromobilität „ideal abbildet“.

Ich drücke der Metrolpolregion Braunschweig, Hannover, Wolfsburg und Göttingen die Daumen, denn was wäre ein Schaufenster Elektroauto ohne dem Heimatort von Volkswagen?

Und ja, ich stehe zu meinem Lokalpatriotismus – schließlich bin ich in Braunschweig geboren.

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Kai
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