Elektroauto mit Kunststofffelgen und Solarzellen auf dem Dach

(21.09.2011)

Auf der IAA 2011 zeigt Smart seine Vorstellung eines Elektroauto, wie es in Zukunft fahren könnte. In Zusammenarbeit mit BASF wurde ein Konzeptfahrzeug konstruiert, das mit lichtdurchlässigen Farbstoffsolarzellen im Autodach, Kunststofffelgen, einer teilweise durch Kohlefaser verstärkten Karosserie und wärmereflekierenden Folien ausgestattet ist.

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Die Konzeptstudie des Elektrofahrzeug trägt den Namen Smart Forvision (und ist der Nachfolger des E-Auto Smart Fortwo), durch die verstärkte Nutzung von Kunststoff (kohlefaserverstärktes Epoxidharz) soll vor allem Gewicht gespart werden soll, so kann das Fahrzeug insgesamt 50% leichter werden und dies bedeutet eine höhere Reichweite, da der Elektromotor weniger Gewicht bewegen muss. Durch den Einsatz der neuen Materialien ist weder die Sicherheit noch die Haltbarkeit eingegrenzt.

Im Dach des Elektroauto Smart Forvision sind in hexagonförmigen Flächen transparente Solarzellen eingebaut, in diesen Zellen sind Farbstoffe enthalten, welche durch Licht angeregt werden und dadurch den Strom für die Unterhaltungselektronik im Auto und für die Ventilatoren produzieren. Unter den Solarzellen sind im Innenraum OLED-Elemente integriert worden, diese beleuchten den Fahrzeuginnenraum. Wenn sie ausgeschaltet sind, erscheinen sie durchsichtig.

Die wirklich interessanten Bauteile sind bei der Konzeptstudie allerdings die Felgen, der Chemiekonzern BASF hat für Smart Vollkunststofffelgen entwickelt, diese sollen gegenüber der herkömmlichen Stahlfelgen insgesamt 12 kg Gewicht einsparen.

Neben den Felgen sind auch die Fahrgastzelle und die Türen des Forvision nicht mehr auf Metall, sondern auf kohlefaserverstärktes Epoxidharz, so erreicht Smart eine Gewichtsersparnis von mehr als 50 Prozent gegenüber Stahl.

Auch bei der Klimaregelung wurde auf Energiesparen gesetzt, so erwärmt sich die Sitzheizung nur punktuell im mittleren und unteren Rückenbereich, was nach Herstellerangaben ausreicht, um ein normales Wärmegefühl zu erzeugen. Im Gegenzug wurden auch in den Armablagen der Türen Wärmeelemente eingebaut.

Um im Sommer das übermäßige Aufheizen des Fahrzeuginnenraum zu verhindern, wurde auf die Scheiben eine reflektierende Folie geklebt. Diese reflektiert laut BASF nur die Infrarotstrahlung, verhindert aber nicht den Empfang von Mobilfunk, GPS und Bluetooth.

Zusätzlich wurde in den Karosserie-Seitenteilen Dämmschaum gespritzt, dieser soll zusätzlich verhindern, dass die Kälte oder die Wärme von Außen in den Innenraum gelangt. Insgesamt soll durch all die Kniffe die Reichweite des Elektroauto um ca. 20 Prozent gesteigert werden.

Das Elektrofahrzeug Smart Forvision ist derzeit nur ein Konzeptfahrzeug, allerdings zeigt es eindrucksvoll, was alles Möglich ist. Wahrscheinlich werden die Maßnahmen zur Gewichtseinsparung und die Solarzellen erst im Smart-Elektroauto im Jahr 2020 vollständig zum Einsatz kommen.

Video mit Erläuterungen zum Elektroauto Smart Forvision:

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Kai
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