(28.09.2011)

Das größte Problem der Elektroautos ist ja nun schon vielfach bemängelt, besprochen und bearbeitet worden. Doch die Autobauer stehen vor einem Dilemma. Denn jeder, der schon mal einen Laptop besaß oder ein Handy repariert hat, kennt das Problem, das bei Akkus gleich mitgeliefert wird. Sie werden enorm heiß, sie speichern viel Energie und setzen diese auch mal schlagartig frei. Das Gerät ist dann defekt, derjenige der es in der Hand hatte, hat einen Schreck bekommen und es hat geknallt und gepufft, doch mehr passiert eigentlich fast nie. Bei einem richtig leistungsstarken Auto-Akku könnte das allerdings schon anders aussehen.

 

Durchlässigkeit versus Widerstand

Natürlich soll so ein Auto-Akku auch nicht unbedingt riesig groß oder schwer werden. Dazu muss er gegen Wetter, Wind und Kollisionen geschützt werden und das nimmt schon einigen Raum in Anspruch und stellte die Konstrukteure in der Vergangenheit immer wieder vor neue Herausforderungen. Denn schon kleine undichte Stellen, Schäden oder zu hohe Ladungspannung, Hitze und ähnliches können zu einer ruckartigen Entladung des Akkus führen, mitsamt der damit einhergehenden Explosion. Besonders kniffelig stellt sich das Problem dar, weil eine Erhöhung der Leistung, der Spannung und der Akkulaufzeit mit den Gefahren von Explosionen und spontanen Entladungen proportional gehen. Ursache dieses Problems sind die Trennwände zwischen den einzelnen Elektroden. Sind sie dichter und hitzebeständiger, kann auch der Strom schlechter fließen und die Ladezeit würde sich stark erhöhen und die Leistung abnehmen. Die Verwendung von nicht brennbarem Polymer statt einer leichter brennbaren Batterieflüssigkeit bringt diese negativen Effekte mit sich, sodass sie schon in der Versuchsphase wieder aufgegeben wurde.

Offene Fragen

Die Akkuleistung und -laufzeiten sind nicht die einzigen offenen Fragen beim Elektroauto. Viele machen sich auch Gedanken, ob das Problem der umweltfreundlichen Mobilität damit überhaupt gelöst werden kann. Schließlich kommt der Strom nicht aus der Steckdose, sondern aus Kraftwerken. Das Stromportal steckdose.de macht in seinen Hintergrundberichten zu Stromgewinnung und Nutzungsverhalten schnell klar, dass Ökostrom noch nicht so verbreitet ist, wie es wünschenswert wäre und jedes Jahr zur kalten Jahreszeit ziehen einige Anbieter auch die Preise weiter an. So bleibt es fraglich, ob man wirklich emissionsfreier und damit umweltfreundlicher mit dem Elektroauto fährt und ob es überhaupt bezahlbar ist. Denn die bisher auf dem Markt befindlichen Modelle sind doch noch ziemlich teuer, die Akkus machen dabei den Großteil des Preises aus. Wer wegen zu vieler Ladezyklen irgendwann einen neuen Akku braucht, müsste dafür momentan etwa genauso viel bezahlen, wie für einen herkömmlichen Kleinwagen. Günstiger und umweltfreundlicher ist das E-Auto damit, jedenfalls zum gegenwärtigen Zeitpunkt, noch nicht.

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Kai
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