Darum lohnen sich Elektroautos (noch) nicht für Fahrschulen

2 Minuten Lesezeit

(26.06.2011)

Für Unternehmen, Einrichtungen oder Behörden bei denen viel mit einem Auto gefahren werden muss, lohnt sich in vielen Fällen der Einsatz eines Elektroauto. Bei einer Fahrschule besteht eines der Hauptgeschäfte darin, den Fahrschülern das Fahren beizubringen, nun sollte man am Anfang meinen, das sich dort ein Elektroauto schnell rentieren könnte.

Darum lohnen sich Elektroautos noch nicht für Fahrschulen

Weil das Elektrofahrzeug immer mehr in den Medien präsent ist und es auch immer mehr Modell von Autoherstellern zu kaufen gibt, könnten sich Fahrschulen mit einem Elektromobil als Ausbildungs- und Prüfungswagen von Mitbewerbern mit konventionellen Autos abheben. Laut des TÜV spricht nichts dagegen, das man mit einem Elektroauto die Fahrstunden und auch die Prüfungsfahrt absolviert – es müssen nur folgende Bedingungen erfüllt werden:

  • Damit der Prüfer hinten rechts bequem seinen Platz erreichen kann, muss der Fahrschulwagen mindestens vier Sitze und ebenso viele Türen haben.
  • Der Fahrzeuginnenraum darf nicht zu knapp bemessen sein.
  • Das Auto muss wenigstens 130 km/h schnell fahren können.

Die Bedingungen werden von vielen Elektroauto schon einmal erreicht, nun gibt es eine technische Hürde: Der Akku

In der Regel werden die Fahrprüfungen von einer Fahrschule hintereinander abgenommen, da eine Prüfungsfahrt in der Regel 45 Minuten dauert und 25 Minuten davon mindestens reine Fahrzeit sind, kann der Akku schnell leer werden – so das man je nach Fahrstil zwischen 2 bis 3 Prüfungsfahrten schaffen könnte. Jedoch wird jede Fahrschule zur Sicherheit mit einem zweiten Elektroauto zum TÜV fahren, damit wirklich alle Fahrschüler an der praktischen Fahrprüfung teilnehmen können.

Allerdings gibt es einen entschiedenen Nachteil, der dafür sorgen wird, das sich ein Elektroauto wirtschaftlich nicht für Fahrschulen eignet: Elektrofahrzeuge haben eine Automatikschaltung, wenn der Prüfling die Fahrprüfung in einem Auto mit Automatikschaltung absolviert, darf er später auch nur Fahrzeuge mit einer Automatikschaltung fahren und darf keine Fahrzeuge mit einer Gangschaltung fahren.

Somit dürfte ein E-Auto zur Zeit nur eine nette Werbeidee für Fahrschulen sein, denn die Zahl der Fahrschüler, welche in den nächsten 20 Jahren nur an Autos mit einem Automatikgetriebe gebunden sein wollen, wird sicherlich recht gering sein.

(Nachtrag: Das Datum oben im Artikel wurde geändert)

5 comments on “Darum lohnen sich Elektroautos (noch) nicht für Fahrschulen”
  1. Jannis says:
    27. Juni 2011 at 22:15

    Bist du dir sicher, dass man wenn man in einem automatik-Auto Prüfung gemacht hat, auch nur Automatik fahren darf? Das ist mir neu und klint auch wirklich ungewöhnlich! 😉

  2. BRD Fahrschulen says:
    27. Juni 2011 at 23:30

    @Jannis: Das ist wirklich so und wird im Führerschein auch vermerkt – genauso wie beispielsweise eine Sehhilfe. LG!

  3. Bernd says:
    28. Juni 2011 at 22:30

    Flotter Artikel. Sehr schön.
    @Jannis: das mit dem Vermerk im Führerschein stimmt wirklich. Hätte es aber auch nicht geglaubt, wenn ich es nicht selbst gesehen hätte

  4. Jannis says:
    29. Juni 2011 at 10:05

    Aber was ist das für ein Quatsch im Endeffekt? Muss man dann, um auch manuell fahren zu dürfen eine weitere Prüfung ablegen? Umgekehrt darf man aber mit manuellem Führerschein Automatik fahren?

    1. KaiDomroese says:
      29. Juni 2011 at 11:18

      Wer eine Fahrprüfung in einem Auto mit Schaltgetriebe bestanden hat, darf auch Fahrzeuge mit Automatikschaltung fahren. Die Bestimmung findet man u.a. auf Automatikgetriebe

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