(16.05.2011)

Um das Elektroauto zu fördern, will die Bundesregierung verschiedene Wege gehen – einen direkte Zahlung an den Käufer eines Elektromobil ist weiterhin nicht in Deutschland geplant. Über das Für und Wider von Kaufanreizen für Elektrofahrzeuge, die dieser Mobilität zum Durchbruch verhelfen sollen, gibt es keine Einigung. Während die Opposition fordert, den Mehrpreis bei der Anschaffung eines Elektroautos auszugleichen, hält sich die Regierung mit derartigen Versprechen zurück.

Autobauer entscheiden über den Erfolg des Elektroauto

Hier sieht man das Elektroauto Ampera von Opel. Bildquelle: Opel

Auch der ADAC hält direkte Subventionen für den Kauf von Elektrofahrzeugen nicht für das entscheidende Mittel für eine erfolgreiche Einführung. Maßgeblich für den Erfolg beim Kunden werde vielmehr die Leistung der Automobilhersteller sein, in absehbarer Zeit attraktive Elektroautos auf den Markt zu bringen und dabei insbesondere die Batteriekosten drastisch zu senken. Anlässlich der Vorstellung des zweiten Berichts der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE) heute in Berlin zeigte sich ADAC Präsident Peter Meyer enttäuscht über das relativ geringe Vertrauen in die Fähigkeiten der Industrie: „Ich glaube, dass Elektromobilität auch ohne Kaufanreize Erfolg beim Kunden haben wird.“

Meyer warnt davor, bei der Weiterentwicklung der Maßnahmen zur Förderung der Elektromobilität die Autofahrer zusätzlich zu belasten und macht sich für die Halter herkömmlicher Fahrzeuge stark: Auch deren Mobilität dürfe nicht eingeschränkt werden. Ebenso dürften verkehrsrechtliche Sonderregelungen für Elektroautos dem herkömmlichen Verkehr keine Nachteile bescheren.

Erst am Wochenende hatte der neue grüne Verkehrsminister von Baden-Württemberg Winfried Herrmann laut über die Subventionierung von Elektroautos nachgedacht. Diese Zeche könnten nach seinen Vorstellungen durchaus Fahrer verbrauchsintensiverer Fahrzeuge zahlen …

Während die deutsche Bundesregierung bislang direkte Zuzahlungen beim Kauf ablehnt, geben Länder wie Frankreich 5.000 Euro dazu, in Italien spendiert die Regierung 8.000 Euro und in Großbritannien 5.700 Euro. Ganz spendabel sind die Dänen, die den Kauf mit 17.500 Euro unterstützen.

Die ersten Schritte in Richtung einer Förderung für Elektroautos sind nun getan, jetzt muss es die Industrie nur noch schaffen, die Fertigungslinien insbesondere für die Batterien der Elektroautos so zu optimieren, das die Batterien günstiger werden – zusätzlich sollte weiterhin nach anderen Energiespeicherlösungen geforscht werden, ein paar Ansätze gibt es bereits, wie zum Beispiel den Superkondensator.

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Kai
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