Wird das Elektroauto in Deutschland ohne Subvention zum Ladenhüter?

(17.02.2011)

Das Elektroauto droht laut des Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) zu einem Ladenhüter zu werden, sollte es keine Kaufanreize für die Käufer von Elektroautos geben. Dies sagte der VDIK im Rahmen einer Informationsveranstaltung zum Thema „Elektromobilität“, welche für die hochrangigen Vertreter aller politischer Parteien sowie Vertretern der zuständigen Ministerien und Bundesbehörden organisiert wurde.
Laut des VDIK würden sich potenzielle Neuwagenkäufer nur dann für ein Elektroauto, Hybridauto oder ein Fahrzeug mit anderen alternativen Antrieben entscheiden, wenn die entstehenden Kosten vergleichbar mit einem Auto mit Verbrennungsmotor sind. Auch aktuelle Umfragen belegen, dass ein Käufer nicht bereit ist, die derzeit noch große Differenz bei den Anschaffungskosten zu tragen.

Um den Verkauf von Elektroauto zu fördern empfiehlt der VDIK, in einer Anlaufphase von mindestens drei bis fünf Jahren private und gewerbliche Nutzer durch ein intelligent geschnürtes Paket von Fördermaßnahmen oder anderen Vergünstigungen zum Kauf eines Elektroautos zu motivieren. Die Unterstützungsmaßnahmen für den Käufer in den großen Märkten USA, Japan und besonders in China könnten dabei nicht außer Betracht gelassen werden, auch in vielen Ländern der EU gebe es bereits Fördermaßnahmen.

„Ich halte es für erforderlich, dass dem Käufer Förderbeträge in der Größenordnung von 5.000 bis 7.000 Euro gewährt werden. Durch entsprechende Nutzervorteile wie beispielsweise freies Parken in Innenstädten oder die Erlaubnis zur Benutzung von Sonderspuren muss die Anschaffung von Elektrofahrzeugen zusätzlich gefördert werden. Dazu gehört in jedem Fall auch, dass die Steuerbefreiung für Elektrofahrzeuge deutlich verlängert und auf leichte Nutzfahrzeuge ausgedehnt wird.“ (VDIK-Präsident Volker Lange)

Wenn ein möglicher Käufer eines Elektroauto keine Förderung bekommt, sieht der VDIK die Gefahr, dass die in den nächsten Jahren weltweit verfügbaren Elektroautos nahezu ausschließlich in Märkte mit entsprechenden Unterstützungsmaßnahmen fließen und so das Ziel der Bundesregierung, bis 2020 eine Million Fahrzeuge in Deutschland zugelassen zu haben, gefährdet wird. Denn ausländische Autobauer bieten ihre Elektroautos vorrangig in Ländern an, wo der Autokäufer Unterstützungen durch den Staat bekommt. Zu guter Letzt muss die Politik auch erkennen, dass auch die Elektroautos deutscher Produktion in Deutschland entweder zu Ladenhütern werden oder aber in solche Länder exportiert werden, deren Bürger einen starken finanziellen Anreiz ihrer Regierungen erhalten.
Nach der Abwrackprämie ist es jedoch schwer vorstellbar, dass es keine Subvention für den Kauf eines Elektromobils in Deutschland geben wird. Vielmehr könnte es ein Kalkül der Autobauer und Politik sein, das man abwartet, bis ein deutscher Autobauer wie VW, Opel oder Audi ein Elektroauto in Deutschland verkauft, so soll möglicherweise verhindert werden, das ausländische Elektroautos mit deutschen Steuergeldern subventioniert werden.

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5 Gedanken zu „Wird das Elektroauto in Deutschland ohne Subvention zum Ladenhüter?

  • 17. Februar 2011 um 17:05
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    Ja so soll es sein, solange die grossen deutschen Automobilkonzerne nichts aus dem Hut zaubern können, soll das Thema „totgeschwiegen“ werden. Leider gibt es „das Ausland“, dass den Bürger aufhorchen lässt. Und Umweltziele in 2020 ??? die Politiker können doch noch nicht mal fuer 6 Monate planen und gerade stehen. Also es ist alles so gewollt. Der Einzige der das Steuer unweigerlich rumreisst ist das Ausland. Sollte die Amerikaner oder Chinesen das Elektroauto fuer sich entdecken und ein Verbrenner altmodisch sein, wird auch Deutschland sich davor nicht verstecken können. Wiedermal heisst es: Schlaf schön weiter Deutschland „Wer zu spät kommt, den bestrafft das Leben !“

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  • 17. Februar 2011 um 22:36
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    Warum sollten Deutsche denn E-Autos kaufen ? Es gibt doch so schöne, schwere, protzige Dieelbenziner, da hat ein Stromer- ausser bei einigen Unverdrossenen keine Chance. Und dazu kommt noch, dass man die für einen Elektrischen notwendigen Batterien erforderliche Entwiccklung nach traditioneller deutscher Art komplett verpennt hat und weiter fröhlich vor sich hin pennt, bis die Chinesen kommen, und noch schlimmer, die sind schon da ! Aber bei Frau Dr.Anette Schawan (Forschungsministerin) und Herrn Rainer Brüderle (Wirtschafts- und Forschungsminister)? ist für Elektrik kaum Verständnis zu erwarten. Aber trotzdem : Weiter so, weiter schlafen.

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  • 22. Februar 2011 um 06:48
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    Wasserstoff ist leichter in die bestehende Infrastruktur einzubinden und man muss bei Motoren nicht viel umdenken aber macht mal euren elektroschrott weiter

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  • 22. Februar 2011 um 13:57
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    Deutschland schläft nicht — Deutschland FÖRDERT nicht !!!!!

    Es heißt zwar, Deutschland gibt mehrere Millionen EURO an Entwicklung aus, aber meiner Meinung nach sollte man den Grundstein in die Infrastruktur legen und nicht in die Entwicklung von Elektroautos. Um hier die Entwicklung voran zu treiebn, müssten den Autobossen die Pistole an die Brust gehalten werden. Das geht aber nicht, weil viele Politiker in den Aufsichtsräten sitzten und auch hier weiter ihr Geld zu verdienen.

    Als ich bei einem NISSAN Händler nach dem „NISSAN LEAF“ fragte, herschte erstmal funkstille. Nein, denn gibt es nicht!? Warum wird diese Auto „Auto des Jahres 2011“, wenn es den nicht gibt???

    Warum gibt es ihn nicht? Deutschland hat keine Interesse, eine Infrastruktur aufzubauen. Daher werden auch die Händler vom Mutterkonzern nicht mit der nötigen Infrastruktur ausgestattet. Um so ein Fahrzeug an den Kunden zu bringen, müssen Ladestationen bei den Händlern her.

    Schade eigentlich, dass es immer über Subventionen und Steuervergünstigungen gehen muss. Armes Deutschland, kann ich da nur sagen. Würde die Politik Politik betreiben und sich nicht geneseitig die Augen ausstechen (momentaner Fall Gutenberg), dann würde es hier auch wesentlich schneller voran gehen.

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