Halb Elektroauto, halb Wasserstoffauto – so stellt sich Mercedes das Auto im Jahr 2025 vor

(25.09.2011)

Auf der IAA 2011 in Frankfurt präsentiert Mercedes-Benz den F125! (das Ausrufezeichen gehört zur offiziellen Schreibweise) – dieses Auto ist halb Elektroauto und halb Wasserstoffauto.

Der Autohersteller Mercedes feiert im Jahr 2011 das Bestehen seit 125 Jahren und präsentiert ein Konzeptfahrzeug für das Jahr 2025: Die Schale des F125! besteht aus Fiberplastik, Karbon und Aluminium deren Zusammensetzung für leichteres Gewicht und höhere Stabilität sorgen sollen.
Das Konzeptfahrzeug, das auch auf der IAA präsentiert worden ist, ist ist mit Flügeltüren und einer Wasserstoffzelle, Elektromotor und Batterie ausgestattet. Der Mercedes 2025 – F 125! wird aus der Kombination einer Wasserstoffzelle und einer elektrischen Batterie betrieben.

Eine neue Tanktechnologie für Wasserstoff und ein Durchbruch bei Lithiumionen-Akkus sollen dafür Sorgen, das der F 125 genügend Energiereserven hat.

Angetrieben wird der F125! wie ein normales Elektroauto von Elektromotoren. Diese holen sich ihren Strom von einem neuartigen Lithium-Schwefel-Akku. Dieser dient als Energiepuffer -den Strom für die Akkus liefert eine Brennstoffzelle. Sie wird mit Wasserstoff betankt, der in einer chemischen Reaktion mit Sauerstoff die Energie produziert.

die Batterie kann den Strom nicht nur von der Brennstoffzelle erhalten, sondern auch durch die Aufladung an der Steckdose. Den F125! soll man sogar per Induktion aufladen können, somit bräcuhte dieses Elektrofahrzeug nicht mal einen Ladestecker. Mit dem zukunftsträchtigen Fahrzeug soll man rund 50 Kilometer mit der Batterie fahren können, wenn diese leer ist, muss die Brennstoffzelle einspringen. Lohn des komplexen Systems: Der F125! soll eine Reichweite von 1.000 Kilometer haben. Und das völlig emissionsfrei, vorausgesetzt die Stromerzeugung erfolgt allein aus regenerativen Energien.

Angetrieben wird der futuristische Luxusschlitten von vier radnah platzierte Elektromotoren. Das aus dem SLS AMG E-Cell weiterentwickelte System ermöglicht einen Allradantrieb, den Mercedes e4MATIC nennt. Jedes Rad wird dabei elektronisch einzeln angesteuert. Die hinteren Motoren erreichen eine Spitzenleistung von 136 PS mit 200 Newtonmetern Drehmoment, die vorderen bringen es auf je 68 PS mit 75 Newtonmetern. Die Gesamtleistung liegt bei maximal 313 PS. Von 0 auf 100 Km/h beschleunigt der Wagen in 4,9 Sekunden, maximal sind 220 km/h drin. Dank Luftfederung soll der Wagen höchsten Fahrkomfort bieten.

Als Treibstoff benutzt das elektrische Fahrzeug 7,5 kg Wasserstoff, der unter vergleichsweise niedrigem Druck (30 bis 80 bar) in einen so genannten strukturintegrierten Verbundspeicher gepumpt wird. Daimlers Entwicklungsvorstand Thomas Weber sagt dazu:

„Dieser Speicher ist eine technologische Revolution, weil er es erstmals erlaubt, den Wasserstofftank vollständig in die Karosseriestruktur zu integrieren. Künftig könnten Fahrzeuge mit emissionsfreiem Brennstoffzellen-Antrieb damit Reichweiten aktueller Dieselfahrzeuge erreichen, ohne dass ihr Platzangebot eingeschränkt wird“.

Statt aus großen klobigen Tankzylindern wie bei bisherigen Brennstoffzellen-Fahrzeugen besteht der Speicher aus einer dicht verwobenen Struktur poröser Festkörper, die eine gewaltige innere Oberfläche haben – bis zu 10.000 Quadratmeter pro Gramm. Die Speichertechnik befindet sich aber noch in der Grundlagenforschung, serienreif soll sie bei Daimler erst 2025 sein. Ebenfalls noch in der Entwicklung befindet sich der Lithium-Schwefel-Akku mit zehn Kilowattstunden Kapazität. Mit seiner besonders hohen Speicherdichte von 350 Wattstunden pro Kilogramm auf Zellebene ist der Kraftspender etwa doppelt so leistungsfähig wie aktuelle Lithiumionen-Akkus.

Auch die Karosserie der Studie entstand in Hybrid-Leichtbauweise. Ein Mix aus Karbonfaser-verstärkten Stoffen, Aluminium und hochfesten Stählen reduziert das Gewicht des Sternen-Gleiters. Die Rohkarosserie bringt nur 250 Kilo auf die Waage, rund 40 Prozent weniger als bei einem vergleichbaren aktuellen Fahrzeug. Durch Schutzsysteme innerhalb der Flügeltüren kann der Wagen auf eine B-Säule verzichten.

Abgerundet wird das ganze mit künstlicher Intelligenz, diese soll dem Autofahrer der Zukunft, ein entspanntes und sicheres Fahren ermöglichen.

Ein System namens Auto-Assist ermöglicht das automatisches Fahren durch integrierte Kameras, 360° Sprachkontrolle für alle Features im Auto und durchdachte Hard- und Software.

Man kann es also kaum erwarten, das wir das Jahr 2025 haben.

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3 Gedanken zu „Halb Elektroauto, halb Wasserstoffauto – so stellt sich Mercedes das Auto im Jahr 2025 vor

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  • 11. Dezember 2014 um 19:42
    Permalink

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    die Karosserie gefällt mir sehr gut.

    Was mich wundert :
    Wieso erzeugt dieser Wagen keinen Wasserstoff selber und fährt damit ?

    Glück und gesundheit wünscht Ihnen
    Klaus Müller

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