Deutschland soll Leitmarkt für Elektroauto werden

(15.05.2011)

Bis zum Jahr 2020 sollen über eine Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen unterwegs sein, daran glaubt die Bundeskanzlerin Merkel weiter daran.

Den mit Spannung erwarteten Bericht des Elektroauto-Arbeitskreises bekommt Merkel erst zu Beginn der kommenden Woche (16. Mai 2011) zu sehen, doch schon jetzt ist sich Merkel sicher, dass Deutschland das Etappenziel erreichen kann.

Deutschland soll Leitmarkt für Elektroauto werden
Merkel will die Deutschland zum Leitmarkt für Elektroautos machen. (Foto: Laurence Chaperon / CDU)

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist trotz aller Probleme optimistisch, das selbst gesetzte Ziel von einer Million Elektroautos bis zum Jahr 2020 zu erreichen. Bis 2030 könnten es sechs Millionen Elektrofahrzeuge sein. Sie sei sehr optimistisch, dass Deutschland „schon verlorenes Terrain sehr schnell wieder aufholen“ könne. Die Kanzlerin bekräftigte, Deutschland solle trotz großer Konkurrenz aus Asien zum Leitmarkt und Leitanbieter für Elektromobilität werden.

Im zweiten Bericht der „Nationalen Plattform Elektromobilität“ (NPE), den Merkel am kommenden Montag entgegen nehmen will, werden offenbar erhebliche Zweifel an den Zielen der Bundesregierung geäußert. Ohne staatliche Hilfe könnten die Marke von einer Million Elektroautos bis 2020 deutlich verfehlt werden, heißt es in einem Entwurf für den Bericht, der vorab an die Öffentlichkeit gelangte. Umwelt- und Verkehrsverbände werfen der Autoindustrie vor, es mit ihren Einwänden vor allem auf Subventionen abgesehen zu haben.

Hinter dem Kürzel NPE verbirgt sich ein von der Regierung einberufener Arbeitskreis. In dem Gremium sitzen Vertretern von Politik, Industrie, Wissenschaft und der Verbraucherseite. Sie sollten Empfehlungen erarbeiten, wie das Ziel erreicht werden kann, bis zum Jahr 2020 mindestens eine Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen zu bringen. Diskutiert wurden etwa Entlastungen bei der Kfz-Steuer, Begünstigungen für E-Autos als Dienstwagen oder die Ausstattung von Behörden mit Elektrofahrzeugen. Auf Grundlage der NPE-Empfehlungen wollte die Bundesregierung früheren Angaben zufolge noch im Mai ein Programm zur Elektromobilität beschließen.

Am Wochenende räumte Merkel nun ein, dass es nicht einfach sein wird, das Ziele zu erreichen. Vor allem in Asien gebe es viele Konkurrenten für die hiesige Elektroauto-Industrie. „Aber wir glauben, dass wir an die herausragenden Fähigkeiten unserer Hersteller im Bereich des Automobilbaus anknüpfen können“, sagte die Kanzlerin in ihrer Video-Botschaft. Die Elektromobilität bietet die Chance, unabhängig vom Öl und somit auch vom Benzin zu werden. Und gerade für große Ballungsgebiete bieten Elektroautos die Chance auf weniger Schadstoffemissionen, das sei in den asiatischen Schwellenländern wie in vielen anderen Ländern von großer Bedeutung.

Laut Merkel sind zwei große Herausforderungen zu bewältigen:  Bei der Batterieherstellung gebe es zwischen den deutschen Autoherstellern „interessante Kooperationen“, welche jedoch noch ausbaufähig sei. Die zweite Aufgabe sei der Aufbau der Infrastruktur zum Laden der Elektroautos. Dazu werde die Regierung auch mit den Kommunen zusammenarbeiten. Nötig seien Parkplätze mit Aufladestationen sowie extra Fahrspuren (bzw. Mitbenutzung der Busspuren) für Elektroautos.

(Via: NTV)

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