Der Automobilkonzern Daimler startet gemeinsam mit der Energie Baden-Württemberg (EnBW) eine Initiative um Elektroautos attraktiver zu machen. Insgesamt sollen in den nächsten beiden Jahren 200 Elektrofahrzeuge auf den Straßen Baden-Württembergs getestet und 700 Ladestationen in Ballungszentren des Südwestens aufgebaut werden. Außerdem sollen bis 2011 zwei bis drei Wasserstofftankstellen errichtet werden. Der Strom für die Flotte, die vom Smart (reiner Batterieantrieb) über die A- und B-Klasse (reiner Batterieantrieb/ Brennstoffzelle) bis hin zum Transporter Vito (reiner Batterieantrieb) und dem Stadtbus (Brennstoffzellen-Hybrid-Antrieb) reichen wird, soll vor allem aus Wasserkraft gewonnen werden.

Auch mit diesen Schritten wird seitens Herrn Zetsche (Daimler) vermutet, dass der Anteil der Elektroautos im deutschen Straßenverkehr auch noch in zehn Jahren im unteren einstelligen Prozentbereich liegen wird. Die Hauptverantwortung dafür tragen die Hohen kosten für die Batterie, welche meist eine Lihtium-Ionen Batterie ist. Allerdings besteht ein erhebliches Einsparpotenzial in der Fertigungstechnik oder bei der Elektronik.
Beim Betanken sei ein Stromkilometer deutlich günstiger als ein Benzinkilometer – den deutlich höheren Anschaffungspreis gleicht das leider noch nicht aus. Mit der EnBW verhandelt man auch über ein neues Geschäftsmodell, bei dem Händler künftig nicht nur das Elektroauto, sondern auch die Heimladestation und den Ökostrom verkaufen würden.

Der EnBW wird die Lade- und Tankstellen aufstellen und die Energiesteuerung übernehmen. Wenn im Jahr 2020 wirklich eine Million Elektrofahrzeuge in Deutschland unterwegs sind, müsste eine zusätzliche elektrische Leistung von 20.000 Megawatt aufgebracht werden.Derzeit liegt die absolute Jahreshöchstlast hierzulande bei 80.000 Megawatt. Villis bekannte sich klar zur Brennstoffzelle: „Wenn Energie im Netz vorhanden ist, aber nicht nachgefragt wird, wollen wir sie nutzen, um Wasserstoff herzustellen.“

Wie viel sie für das Projekt ausgeben, wollten Daimler und EnBW nicht sagen. Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) verwies darauf, dass das Land bis 2014 rund 30 Milliarden Euro in den Ausbau neuer Antriebstechnologien investiert.

Quelle: http://www.stuttgarter-zeitung.de/
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