Beim Isle of Man fahren auch Elektromotorräder

Beim dem kommenden Motorradrennen auf der Isle of Man geht es wieder elektrisch zu – denn die E1pc von MotoCzsz geht an den Start.

So sieht das Elektromotorrad von Motoczsz vom Typ E1pc aus. Bildquelle: Motoczsz.com

Seit 2009 wird beim traditionsreichen Motorradrennen auf der Isle of Man auch ein Wettbewerb für Elektromotorräder ausgetragen. Der US-Hersteller Motoczysz will mit seiner Rennmaschine E1pc dieses Jahr den Sieg erringen.

E1pc heißt das Elektromotorrad von der Firma Motoczysz, dessen auffälligstes Merkmal die fünf Akkus auf jeder Seite sind, dort wo sich sonst bei einem Motorrad der Motor befindet. Die Akkus seien die größte Komponente des E1pc, deshalb seien sie der Ausgangspunkt beim Entwerfen des Motorrads gewesen, sagte Firmenchef Michael Czysz (gesprochen: Siss).

Die je knapp 9 kg schweren Lithium-Polymer-Akkus speichern je 1,25 kWh. Damit kommt das Motorrad 64 km weit – unter Rennbedingungen wie zum Beispiel beim Training auf der Isle of Man erreichte das E1pc eine Spitzengeschwindigkeit von 225 km/h. Der Fahrer absolvierte den Kurs mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 152 km/h – und lag damit nur knapp unter der Geschwindigkeit, mit der verbrennungsgetriebene Motorräder über die Insel rasen (160 km/h). Der Rundenrekord wurde mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 211 km/h gefahren.

Angetrieben wird das Motorrad von D1-10 D1g1tal Dr1ve, einem Elektromotor, den ein ehemaliger Ingenieur des renommierten britischen Motorenherstellers Cosworth eigens für Motoczysz‘ Rennmaschine entwickelt hat. Das rund 35 kg schwere, ölgekühlte Aggregat sitzt auf der Hinterradschwinge. Es hat eine Leistung von rund 75 kW (etwa 100 PS) und ein Drehmoment von über 320 Nm. Selbst bei der höchsten Drehzahl von 16.000 Umdrehungen in der Minute ist der Motor noch so leise, dass die Konstrukteure am Lenker eine Hupe angebracht haben, mit der sich der Fahrer beim Überholen bemerkbar machen kann.

Die Isle of Man Tourist Trophy (TT) ist das älteste und vielleicht härteste Motorradrennen der Welt. Über 60 km lang ist die Strecke auf der Insel in der Irischen See. Gefahren wird auf normalen Straßen, die für das Rennen abgesperrt sind. Dabei kommt es immer wieder zu schweren Unfällen. Seit über 100 Jahren bietet dieses prestigeträchtige Rennen für Hersteller eine Bühne, um ihre Produkte zu präsentieren.

2009 gab es im Rahmen der Isle of Man TT erstmals ein Rennen für Elektromotorräder. Motoczysz war auch da schon mit dem Vorgänger des E1pc dabei, musste aber wegen einer Panne aufgeben: Eine Überspannung des Energierückgewinnungssystems hatte das Steuergerät (Electronic Control Unit, ECU) zerstört.

Das diesjährige Rennen für E-Bikes findet am letzten Donnerstag statt. Gefahren wird eine Runde, also 60,7 km. Das nächste Rennen, bei dem das Motoczysz E1pc antritt, ist am 25. Juli im kalifornischen Laguna Seca. Es ist eines des Rennen im Rahmenprogramm des Großen Preises der USA in der Motorrad-Weltmeisterschaft.


(Artikel via Golem.de)

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4 Gedanken zu „Beim Isle of Man fahren auch Elektromotorräder

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  • 19. Januar 2011 um 04:44
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