Die chinesische Regierung will das eigene Land zum Führungsmarkt für Elektromobilität machen, dies soll erreicht werden, indem fünf Großstädte verpflichtet werden, Ladestationen für Elektroautos bzw. deren Batterien einzurichten.

China investiert in Ladestationen für Elektroautos, auch Schanghai soll verpflichtet werden, Ladestationen zu bauen. Bildquelle: flickrgao (flickR)

Weiterhin erhalten Elektrofahrzeuge in den Modellregionen eine Subvention von mehr als 7.500 Euro, was im internationalen Vergleich sehr großzügig ist und den Preis vieler Modelle auf das Niveau herkömmlicher Autos senken würde. Laut Berichten der staatliche Nachrichtenagentur Xinhua sollen Schanghai, Changchun, Shenzhen, Hangzhou und Hefei die Vorreiterstädte sein, allerdings gibt es laut dem Bericht keinen Zeitrahmen.

Aus mehreren Gründen will China an die Spitze des Elektroautomarkts. China will vor allem weiter wachsen, doch wegen der großen Bevölkerung würde die Umwelt eine Mobilisierung mit Benzinern kaum verkraften. Der große Hauptvorteil für China wäre, das der Übergang zum Elektroauto den technischen Vorsprung westlicher Fahrzeughersteller wie Volkswagen oder Toyota verringern würde, da ein guter Teil des Wissens im Benzinmotor steckt. Der größte Vorteil für China wäre dann aber, dass das Elektroauto China schneller zum Exporteur machen würde. So weit will es die Konkurrenz anscheinend nicht kommen lassen, denn die etablierten Anbieter investieren kräftig, um technologisch weiter die Vorderhand zu haben und sich technologisch nicht abhängen zu lassen.

So plant VW in den kommenden Jahren sechs Mrd. Euro ins Chinageschäft zu stecken und hat gerade seinen Elektro-Beauftragten Karl-Thomas Neumann zum neuen Landeschef gekürt. Aber die Zukunft Chinas auf dem Elektroautomarkt scheint gar nicht mal so schlecht zu stehen, besonders wenn man bedenkt, dass solche Subventionen die Verbreitung von Elektroautos stark vorantreiben würden. Nicht zu unterschätzen ist die Tatsache, das China zum Teil sehr günstig produzieren kann – von solchen Kampfpreisen sind europäische Autohersteller noch sehr weit entfernt.

Zum Schluß ist noch zu erwähnen, das VW erst ab 2013 Elektroautos auf den Markt bringen will – wenn man das bisherige Preisgefüge von der Marke VW beobachtet, kann gemutmaßt werden, das Elektroautos aus China weitaus günstiger sein werden.

[Via: Handelsblatt.com]

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Korrektur der Artikelüberschrift am 9.6.2010 gegen 19:58Uhr: Ich habe das Wort Euro hinter die 7.500 gesetzt.

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Kai
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