Der richtige Umgang mit der Autobatterie im Winter

(18.12.2012)

Die Autobatterien sind äußerst empfindlich, was die Außentemperatur betrifft. In der Pannenstatistik landen die Batterien jeden Winter auf dem ersten Platz – und zwar nicht nur bei älteren Fahrzeugen, auch neuwertige Autos sind davon betroffen.

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Lithium-Ionen Batteriezelle von SB LiMotive. Foto: Auto-Medienportal.Net/Bosch

Im Winter ist Strom sparen angesagt

Die Autos verbrauchen im Winter deutlich mehr Strom als in den übrigen Monaten. Die Lichtmaschine arbeitet auf dem höchsten Level: Licht, Sitzheizung, Gebläse, beheizbare Heckscheibe verbrauchen viel mehr Strom, als die Lichtmaschine nachladen kann. Das betrifft vor allem die Kurzfahrten, bei denen die Lichtmaschine kaum Zeit hat, den verbrauchten Strom zu ersetzen. Um Strom zu sparen, sollte man unnötig eingeschaltete Stromfresser ausschalten. Die Heckscheibenheizung beispielsweise sollte ausgeschaltet werde, sobald man wieder freie Sicht hat. Der Grund liegt an der Bau- und Funktionsweise der Batterie. Im Inneren befinden sich zwei Bleiplatten – negativ und positiv geladen. Sie sind in Schwefelsäure getauft und ermöglichen somit die Stromerzeugung – die Elektronen wandern von der positiv geladenen Platte zu der Negativen. Je kälter es ist, desto schlechter können sich die Elektronen bewegen, friert die Flüssigkeit ein, bedeutet das den Aus für die Batterie. Das geschieht aber bei gesunden Batterien erst ab circa – 25 bis – 30 Grad Celsius.

Die Batterie regelmäßig einer Leistungsprüfung unterziehen

Merkt man plötzlich, dass die Autobatterie schon bei milden Herbsttemperaturen die Mühe hat, den Anlasser zu starten, dann wird sie bestimmt bei Frost schlappmachen. Bei manchen Fällen hilft noch eine Nachladung am Ladegerät. In engen Räumen ist Vorsicht geboten: Beim Aufladen entsteht sogenanntes Knallgas, das explosiv ist. Ist die Batterie jedoch älter als vier Jahre oder war sie früher ein- oder mehrmals „tiefentladen“, dann muss man allerdings mit einem Neukauf rechnen.

Obwohl die Autobatterien zwar als wartungsfrei gelten, sollte man sicherheitshalber einmal im Jahr einen Check durchführen. Solche Arbeiten sollte man am besten einem Fachmann überlassen. Im Internet finden Sie die beste Wahl für Ihre Werkstatt. Als Erstes prüft man den Flüssigkeitsstand. Je nach Batterietyp kann man es vom Außen gut sehen (die Markierung des Flüssigkeitsniveaus) oder man muss dafür die Stöpsel abschrauben und hinein schauen. Die Bleiplatten müssen auf jedem Fall voll mit Flüssigkeit bedeckt sein und nicht frei und trockenstehen. Zum Nachfüllen wird ausschließlich destilliertes Wasser verwendet. Neuwertige Batterien werden komplett gekapselt und daher sind sie nicht nachfüllbar. Die Polklemmen müssen festsitzen und frei von Schmutzverkrustungen sein. Gegebenenfalls sollte man sie mit einer Bürste reinigen und anschließend mit einem speziellen Polfett beschmieren.

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Kai

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