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Tag: langzeittest
[08.08.2017] Der ADAC testet das Elektroauto Nissan Leaf seit 5 Jahren – in der Zeit hat die Batterie nur 20 Prozent an Leistung verloren.
Auch in Elektroautos gibt es neben der Traktions- auch eine Starterbatterie, hier ist das Elektroauto Nissan Leaf zu sehen.

Auch in Elektroautos gibt es neben der Traktions- auch eine Starterbatterie, hier ist das Elektroauto Nissan Leaf zu sehen.

Das Elektroauto Nissan Leaf ist seit Ende 2011 in Deutschland auf dem Markt, der ADAC testet den Erfolgsstromer seit 5 Jahren – in den 5 Jahren, hat die Reichweite nur um 20 Prozent abgenommen.
Bei der Diskussion um die Elektromobilität kommt auch immer wieder die Frage auf, wie lange der Energiespeicher verwendet werden kann, bis man ein Elektroauto nicht mehr nutzen kann.
Auch wenn es Elektroautos bereits seit über 100 Jahren gibt, lässt sich keine allgemeingültige Aussage treffen. Denn wie schnell die Akkuzellen altern – sprich an Kapazität verlieren – hängt von vielen Faktoren ab:
  • Der verwendete Akkumulator-Typ (Bleiakku, Lithium-Ionen, etc.)
  • Die Anzahl der Ladevorgänge
  • Die Anzahl der Schnellladefunktion
  • Die Umgebungstemperatur

Elektroauto Nissan Leaf bewährt sich im Langzeittest

Der ADAC hat das Elektroauto Nissan Leaf einem Langzeittest unterzogen, so wurden mit dem fabrikneue Stromer in 5 Jahren um die 80.000 Kilometer zurückgelegt.

Als der ADAC das E-Auto kaufte, verfügte es über eine Reichweite von 113 Kilometern im Alltag. Mittlerweile sind es noch 93 Kilometer, also etwa 20 Prozent Kapazitätsverlust.

In der Zeit wurde das Elektroauto 1.450 Mal aufgeladen (inkl. CHAdeMO-Schnell- und Teilladungen).

Beim Elektroauto ein Drittel als Reserve einplanen

Damit man an seinem Elektroauto möglichst lange Freude hat, sollte man ein paar Dinge beachten: Der ADAC empfiehlt zum Beispiel, das man bei seinen Fahrten etwa ein Drittel als Reserve einplanen und nicht bis zur Kapazitätsgrenze fahren sollte.

Allgemein sollte man bei Stromern beachten, dass die Reichweite bei kalten Außentemperaturen wesentlich geringer sein kann. Wer es sich zeitlich leisten kann, sollte möglichst auf Schnellladevorgänge verzichten und nur das normale Aufladen nutzen.

Nissan Gewährt auf die Batterieeinheit eine Garantie von 100.000 Kilometer (für die 30 kWh Batterieeinheit sogar 160.000 Kilometer) bzw. 5 Jahre, wenn in dem Rahmen die Kapazität um mehr als 25 Prozent abnimmt, erhält man einen neuen Energiespeicher.

Hier geht es zu dem Bericht vom ADAC: Elektroauto im Dauertest, ADAC Test 07/2017

Das Elektroauto Nissan Leaf wird von dem ADAC einem Langzeittest unterzogen, nach 65.000 Kilometern verfügt die Batterieeinheit noch über 90 Prozent ihrer Akkukapazität.

Das Elektroauto Nissan Leaf im ADAC Praxistest, der Stromer überzeugt im Dauertest, so verfügt die Batterieeinheit selbst nach 65.000 Kilometern und 1130 Ladevorgängen noch über eine Kapazität von 90 Prozen. Bildquelle "obs/ADAC"

Das Elektroauto Nissan Leaf im ADAC Praxistest, der Stromer überzeugt im Dauertest, so verfügt die Batterieeinheit selbst nach 65.000 Kilometern und 1130 Ladevorgängen noch über eine Kapazität von 90 Prozent. Bildquelle „obs/ADAC“

Da es bald auch in Deutschland die Kaufprämie für Elektroautos geben könnte, werden sich mehr Menschen mit dem Erwerb eines Stromers beschäftigen. (Siehe auch: Im Juli könnte die Kaufprämie für das Elektroauto kommen)

Der ADAC testet seit gut 40 Monaten den Nissan Leaf, in der Zeit ist der Wagen bereits ca 65.000 Kilometer gefahren und 1130 mal geladen – die Akkukapazität liegt inzwischen bei 90 Prozent.
Damit liegt der Batterieverschleiß noch in der normalen Norm, denn der Autohersteller gewährt eine Garantie von 5 Jahren oder 100.000 gefahrenen Kilometern. Sollten in der Zeit weniger als 9 von 12 Balken nach einer Vollladung angezeigt werden, erhält man kostenlos eine neue Batterieeinheit.

Der Test hat im September 2012 begonnen, daher verfügt die Batterie über eine Kapazität von 24 kWh – seit kurzem gibt es das rein elektrisch angetriebene Auto auch mit einem 30 kWh großen Stromspeicher.

Die ADAC Experten sehen in dem Batterieverschleiß aber auch kein K.o.-Kriterium für die Elektromobilität, denn bei vielen Stromern können einzelene Akkuzellen der Batterieeinheit ausgetauscht werden.

Die Batterie eines Elektroautos will pfleglich behandelt werden

Der Stromspeicher eines E-Autos besteht sehr oft aus Lithium-Ionen Akkumulatoren, diese sind zwar widerstandsfähiger als die meisten anderen Akkuzellen, aber auch sie sollten für eine lange Haltbarkeit pfleglich behandelt werden.
So sollten zu hohe oder zu niedrige Temperaturen vermieden werden, daher werden die meisten Batterieeinheiten beim Betrieb entweder gekühlt oder erwärmt.
Denn während eine zu kühle Batterie einfach nur eine zu niedrige Kapazität zur Verfügung stellt, können zu hohe Temperaturen die Akkus dauerhaft schädigen.

Daher rät der ADAC:

„Auch häufige Schnellladungen (CHAdeMO) beschleunigen die Alterung. Sie sollten deshalb nur dann erfolgen, wenn die Fahrt zeitnah fortgesetzt werden muss.

Auch schnelle Autobahnfahrten verstärken den Kapazitätsabbau, da hoher Stromfluss die Batterie stärker aufheizt. Entnimmt man einer vollen Batterie weniger als zehn Prozent der Kapazität, sollte sie nicht sofort wieder nachgeladen werden. Für die Batterie ist es in diesem Fall besser, zunächst weiterzufahren.“

Stromer-Batterie kann auch geleast werden

Wer sich darum sorgt, dass die Batterieeinheit nach der Garantie zu schnell an Kapazität verlieren könnte, hat die Möglichkeit, ein Elektroauto zu kaufen, bei dem man die Batterieeinheit mietet.

Via: Pressemeldung vom ADAC

 

 

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