Peugeot ordnet den E-Expert zum Modelljahr 2027 neu. Der Elektro-Transporter ist mit drei Ausstattungslinien bestellbar, startet bei 38.300 Euro netto und verzichtet in der Basis auf serienmäßiges Schnellladen.
Beim Einstieg kostet DC-Laden extra
Die Einstiegsversion kombiniert einen 100-kW-Motor mit einer 42-kWh-Batterie. Peugeot nennt bis zu 223 Kilometer WLTP-Reichweite für die mittlere Karosserielänge M/L2.
Ein dreiphasiger 11-kW-AC-Lader gehört zur Serie. Die Schnellladefunktion mit bis zu 100 kW Gleichstrom kostet dagegen Aufpreis: Für die kleine Batterie gilt DC nur optional.
Für den Preisvergleich zählt deshalb nicht nur die Akkugröße. Beim Basismodell kommt für DC-Laden ein Aufpreis hinzu, den Peugeot in der Meldung nicht nennt.
Mit 69 kWh nutzbarer Batteriekapazität kostet der E-Expert ab 43.300 Euro netto. In der Länge M/L2 erreicht er bis zu 352 Kilometer WLTP, 11-kW-AC- und 100-kW-DC-Laden sind serienmäßig.
Beide Preise sind unverbindliche Herstellerempfehlungen ohne Mehrwertsteuer. Mit 19 Prozent Mehrwertsteuer ergeben sich rechnerisch 45.577 beziehungsweise 51.527 Euro, jeweils vor weiteren Ausstattungsoptionen.
Die Differenz beträgt 5.000 Euro netto. Dafür gibt es nicht nur den größeren Akku, sondern auch die Schnellladefunktion, die beim günstigeren Modell separat bezahlt werden muss.
Drei Ausstattungslinien statt mehrerer Pakete
Die neue Aufteilung heißt Active, Control und Tech. Sie gilt für Kastenwagen und Doppelkabine, den Elektroantrieb bietet Peugeot in allen drei Stufen an.
Active bringt manuelle Klimaanlage und Einparkhilfe hinten mit. Control ergänzt unter anderem zwei 10-Zoll-Displays, schlüssellosen Zugang und eine Rückfahrkamera mit 180-Grad-Darstellung.
Tech ergänzt Navigation, LED-Scheinwerfer, Einparkhilfe vorne, Zweizonen-Klimaautomatik und einen Totwinkelassistenten. Für häufige Zustellstopps sind damit vor allem die Rangierhilfen ein konkreter Unterschied zur Basis.
Parallel erweitert Stellantis die einzeln bestellbaren Extras und reduziert Ausstattungspakete. Das kann einen Aufstieg in eine teurere Linie vermeiden, wenn ein Betrieb nur einzelne zusätzliche Funktionen benötigt.
Unser Fazit: mehr Auswahl, kein Reichweitensprung
Bis zu 352 Kilometer und maximal 6,6 Kubikmeter Ladevolumen bot bereits der bisherige E-Expert. Der Modelljahreswechsel verbessert damit die Auswahl, nicht die grundsätzliche Reichweitenreserve.
Für 5.000 Euro netto Aufpreis bietet die große Batterie bis zu 129 Kilometer mehr Normreichweite und serienmäßiges DC-Laden. Das macht sie aus unserer Sicht zur überzeugenderen Variante im Programm.
Titelbild: Archivaufnahme des Peugeot E-Expert. Die Ausstattung kann vom Modelljahr 2027 abweichen. Foto: Peugeot / © Greg Jongerlynck @ ContinentalProductions.




