In diesem Leserbeitrag beschreibt ein Leser seine Erfahrungen beim Wechsel von einem Hybrid- zu einem Plug-In Hybridauto, Gastbeitrag Teil 1 / H.D.

Das Kurzprofil von Hr. H.D.:

  • Berufsausbildung Kfz.-Schlosser mit Abitur
  • Hochschulstudium Dipl.-Ing. für Schiffsbetriestechnik
  • 23 Jahre Tätigkeit im Schiffsmaschinenbetrieb bis 1990
  • 20 Jahre leitende Tätigkeit im Bereich Krankenhausbetriebstechnik (Betrieb BHKW mit KWKK und Testbetrieb einer Hochtemperaturbrennstoffzelle)

Mein persönlicher Schritt zum HYBRID-Auto:

Geprägt durch meine berufliche Tätigkeit, die stets mit effizienten Energieeinsatz verbunden war, Habe ich mir die Frage gestellt, ob auch der Betrieb meines Autos mit höhere Effizienz möglich ist.

Ausgangspunkt war 2007 ein Citroën C5 mit einem Durchschnittsverbrauch von 10 Ltr./100 km E5. Ein Angebot von HYBRID-Antrieben war 2007 sehr überschaubar. Eine Tagesprobefahrt über 400 km mit einem PRIUS 2 (Vollhybrid) erzeugte bei mir einem "WOW"-Effekt. Bei gleichem Fahrstil ( zügig aber defensiv) konnte ich einen Verbrauch von 5 Ltr./100 km erfahren.

Das Kraftstoffeinsparpotential von 50% hat mich zum Sofortkauf animiert. 5 Jahre und 92.000 km später fällt meine Bilanz zu 95% positiv aus.

Die Pluspunkte:

  • 4.600 Liter Kraftstoffeinsparung
  • 6.762 € Kraftsoffkosteneinsparung (Preis pro Ltr. 1,47€)
  • Die ersten Sommer- und Winterreifen haben noch 5 mm Profiltiefe
  • Keine Reparaturkosten
  • Gesamt-km-Kosten pro km: 0,30 € (incl. Versicherung, Wartung, Steuern)
  • Folgende Komponenten können nicht verschleißen, weil nicht verbaut: Kupplungen, Automatikschaltgetriebe, Benzindirekteinspritzung, Turbolader, Anlasser,
  • Viele "sinnlose" Verbrennermotorbetriebsstunden entfallen
  • HYBRID-SYNERGIE-DRIVE (HSD) in Verbindung mit dem e-CVT-Getriebe begünstigen besonders entspanntes und entschleunigtes Fahren - für mich persönlich die NEUE DEFINITION von "FAHRSPASS" !

Die Minuspunkte:

  • An steilen Steigungen >10% und glatter Oberfläche bleibt er einfach stehen.
  • Der sprunghafte Drehzahlwechsel bei starker Beschleunigung wird oft als negativ beschrieben, kommt allerdings bei sinnvoller Fahrweise nur selten vor.
  • Die relativ kurzen rein elektrischen Fahrstrecken erzeugen schnell den Wunsch nach mehr rein elektrischen km.

Mein für mich folgerichtiger Schritt zum PLUG-IN-HYBRID-Auto:

2012 kam der (Toyota) PRIUS 3 als PLUG-IN-HYBRID auf den Markt. Alternative Modelle waren nicht zu haben. Eine Kaufentscheidung war schnell getroffen. 20-25 km elektrische Reichweite waren für meinen damaligen Weg zur Arbeit ausreichend. Dank einer Lademöglichkeit beim Arbeitgeber habe ich für meinen täglichen Arbeitsweg keinen Kraftstoff mehr benötigt.

Für mich ein großer Schritt hin zur Elektromobilität, aber ohne Abhängigkeit von einer nur spärlich vorhandenen

Ladeinfrastruktur.

Die neuen Leistungsparameter haben mich motiviert, mein persönliches Nutzungsprofil im Detail zu dokumentieren.

Doch dazu mehr in meinem nächsten Gastbeitrag.

Beste Grüße H.D.