In Europa gilt Norwegen als die Hauptstadt der Elektroautos, der Erfolg der Stromer hängt dort hauptsächlich mit vier Maßnahmen zusammen.

Wenn man die Verkaufszahlen von Elektroautos in Norwegen und Deutschland vergleicht, fällt einem auf, dass bei unseren skandinavischen Nachbarn immer mehr elektrisch angetriebene Fahrzeuge als hierzulande verkauft werden.

Laut WiWo (externer Link) liegt dies hauptsächlich an den folgenden vier Punkten:

  1. Steuererleichterungen Wer in Norwegen ein Elektroauto (oder einen vergleichbaren Stromer) kauft, muss dort keine "Mehrwertsteuer" und keine CO2-Steuer zahlen (wer in Norwegen einen PKW mit einem Verbrennungsmotor kauft, muss hierfür extra Steuern zahlen). Dadurch sind E-Autos bis zu 55 Prozent günstiger, als ein vergleichbares Auto mit einem Verbrennungsmotor.
  2. Benzin und Diesel sind teuer / Strom ist günstig Dadurch das in Norwegen viel Strom über regenerative Stromquellen (Wasserkraft) erzeugt wird, ist dieser dort viel günstiger als Benzin. Ein Liter Benzin kostet in Norwegen ca. 1,90 Euro, 1 kWh Strom kostet dort nur ca. 10 Cent (in Deutschland zahlte man 2013 durchschnittlich 28,7 Cent pro kWh und um ca. 1,60 Euro pro Liter für Benzin).
  3. Viele Ladestationen Auch beim Thema Ladestationen liegt Norwegen vor Deutschland, so gibt es dort etwa 500 Ladestationen alleine in Oslo und ca. 5.000 Stromtankstellen im ganzen Land. In Deutschland gibt es nur um die 3.000 Ladestationen, wobei schon viele bloggende Elektroautofahrer bewiesen haben, dass man auch mit dem Elektroauto Renault Zoe durch Deutschland fahren kann, ohne liegen zu bleiben.
  4. Vorteile für die Fahrer von Elektrofahrzeugen Bei diesem Punkt holt Deutschland langsam auf, denn ab Anfang 2015 gibt es das Elektromobilitätsgesetz in Deutschland, welches es den Kommunen ermöglicht, zum Beispiel Busspuren für Elektro-, Plug-In- und Brennstoffzellenautos freizugeben. Ebenfalls sollen die Elektrofahrzeuge auf bestimmten Parkplätzen kostenlos parken können - die Entscheidung, was davon umgesetzt wird, obliegt aber den örtlichen Behörden.

Ich würde mir in Deutschland eine stärkere Förderung von E-Autos wünschen, so wäre meiner Meinung nach, die Erstattung der Mehrwertsteuer (19 Prozent) ein guter Schritt. Bei dem Thema Ladestationen holt Deutschland so langsam immer mehr auf, so installieren Energieanbieter und Autohersteller immer mehr Ladepunkte.