Viel Leistung, kurze Ladepausen oder ein offener Roadster: Chinesische Hersteller konkurrieren längst nicht mehr nur über den Preis. Diese neun Marken und ihre Modelltipps zeigen die Unterschiede.

Unsere Auswahl umfasst chinesische Marken sowie Marken chinesischer Konzerne, darunter MG und Polestar. Die Nummerierung ist keine Rangfolge: Ein zweisitziger Roadster und ein großes Familien-SUV verfolgen unterschiedliche Ziele.

1. MG: Cyberster als elektrischer Roadster

Grauer MG Cyberster XPOWER auf einer Küstenstraße
Das Pressebild zeigt den XPOWER mit 510 PS und Allrad, nicht den verglichenen Hecktriebler. Foto: © MG Motor Deutschland GmbH/Thibaud Chevalier.

MG ist keine junge China-Marke, sondern eine britische Traditionsmarke von 1924 unter dem Dach von SAIC.

Im Januar 2021 kehrte MG nach Deutschland zurück und baute zunächst mit Elektroautos und Plug-in-Hybriden ein neues Angebot auf.

Der Cyberster besitzt ein elektrisches Stoffverdeck und elektrisch öffnende Scherentüren. Der Hecktriebler kombiniert 340 PS mit 77 kWh und bis zu 507 Kilometern WLTP.

Wir wählen ihn als seltenen elektrischen Zweisitzer mit offenem Dach statt eines weiteren SUV. 144 kW DC und rund 38 Minuten für 10 bis 80 Prozent sind dagegen keine Spitzenwerte.

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2. Leapmotor: C10 AWD mit 571 PS

Leapmotor C10 des Modelljahrs 2027 auf einer Waldstraße
Leapmotor C10 des Modelljahrs 2027. Die abgebildete Antriebsvariante ist nicht ausgewiesen. Foto: Leapmotor / Stellantis Media.

Leapmotor öffnete Ende September 2024 die europäischen Bestellbücher, die ersten deutschen Kundenauslieferungen folgten im November.

Beim Vertrieb nutzt die Marke das Stellantis-Netz statt ein völlig neues Händlernetz allein aufzubauen.

Der angebotene C10 AWD ProMax des Modelljahrs 2027 bietet 571 PS, 81,9 kWh und 460 Kilometer WLTP. Die effektive Monatsrate beträgt 508,25 Euro.

Das macht ihn zum Leistungstipp dieser Auswahl. Die Normreichweite bleibt deutlich unter Polestar und Zeekr. Neu sind kabelloses Apple CarPlay und Android Auto.

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3. Geely: E5 Pro mit viel Serienausstattung

Türkisgrüner Geely E5 auf einer Schrägseilbrücke
Geely E5. Die abgebildete Ausstattung kann vom Pro abweichen. Foto: Geely Auto Deutschland GmbH.

Die Geely Holding war über Marken wie Volvo und Polestar längst in Europa präsent. Unter eigenem Namen startete Geely Auto in Deutschland im März 2026.

Die Marke zielt mit dem E5 auf das breite SUV-Segment statt auf teure Spitzenmodelle.

Der E5 Pro bietet Sitzheizung und Sitzbelüftung vorn, 360-Grad-Kamera sowie CarPlay und Android Auto serienmäßig. Sein 218-PS-Frontantrieb nutzt eine 60,2-kWh-LFP-Batterie für 430 Kilometer WLTP.

402,71 Euro effektiv sind die niedrigsten Monatskosten unserer ausgewählten Angebote. Dafür bleibt die DC-Spitze bei 120 kW und damit deutlich unter XPeng und Zeekr.

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4. BYD: Sealion 7 heute, Atto 8 ab 2027

Blauer BYD Sealion 7 in Dreiviertelansicht
Das Pressebild zeigt die britische Excellence-AWD-Version, nicht den verglichenen Comfort mit Heckantrieb. Foto: BYD Europe B.V.

BYD startete seine jüngste europäische Pkw-Offensive 2021 in Norwegen und weitete sie 2022 auf Deutschland aus.

Die Marke entwickelt nicht nur Autos, sondern auch ihre eigenen Blade-Batterien und große Teile der elektrischen Antriebstechnik.

Unser BYD-Tipp verbindet einen großen Akku mit eigener Batterietechnik und kräftigem Antrieb.

Der Sealion 7 Comfort kombiniert 313 PS, Heckantrieb und 82,5 kWh. Seine 482 Kilometer WLTP sind trotz großer Batterie kein Reichweiten-Spitzenwert. Das Leasingbeispiel liegt bei effektiv 590,88 Euro.

Der siebensitzige Atto 8 soll im ersten Quartal 2027 in Europa starten. BYD nennt für den Hecktriebler 115 kWh und bis zu 653 Kilometer WLTP.

BYD verspricht 10 bis 97 Prozent in neun Minuten an entsprechend leistungsfähiger FLASH-Ladeinfrastruktur. Eine deutsche Leasingrate steht noch nicht fest.

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5. Jaecoo: 5 EV statt Plug-in-Hybrid

Schwarzer Jaecoo 5 EV auf einer Landstraße
Jaecoo 5 EV auf einem spanischen Pressefoto. Die Ausstattung kann von der deutschen Exclusive-Version abweichen. Foto: © OMODA & JAECOO ES.

Die Chery-Marke Jaecoo stellte sich im September 2025 auf der IAA Mobility offiziell dem deutschen Markt vor.

Sie setzt auf kantige SUVs und bietet neben Elektroautos auch Plug-in-Hybride an.

Unser BEV-Tipp ist der Jaecoo 5 EV mit 211 PS und 402 Kilometern WLTP. Das Angebot betrifft den Exclusive mit Panoramadach. Die 540-Grad-Kamera gehört bereits zur Serie.

130 kW DC und 34 Minuten für 10 bis 80 Prozent liegen hinter den Schnelllade-Spezialisten. Den effektiv 421,48 Euro monatlich stehen fünf Jahre Vertragsbindung gegenüber.

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6. Lynk & Co: 02 Core mit kräftigem Heckantrieb

Roter Lynk & Co 02 bei seiner Europapremiere
Lynk & Co 02 bei der Europapremiere 2024. Das Premierenfahrzeug kann von der Ausstattung Core abweichen. Foto: Lynk & Co.

Lynk & Co startete im September 2020 in mehreren europäischen Märkten und machte sich zunächst mit monatlichen Mitgliedschaften statt ausschließlich klassischem Autokauf bekannt.

2021 kam der Berliner Club als deutscher Markenstandort hinzu.

Der vollelektrische 02 Core liefert 272 PS, Heckantrieb und 435 Kilometer WLTP. Seine zulässige Anhängelast beträgt 1.600 Kilogramm. Der größere 08 ist dagegen ein Plug-in-Hybrid.

Mit effektiv 467,06 Euro kostet er mehr als Geely und Jaecoo, bietet aber deutlich mehr Leistung. 150 kW DC und 30 Minuten für 10 bis 80 Prozent sind solide, nicht führend.

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7. Polestar: 4 Coupé mit großer Normreichweite

Weißer Polestar 4 Coupé in Frontansicht
Polestar 4 Coupé. Die abgebildete Ausführung kann vom Rear Motor abweichen. Foto: © Polestar.

Polestar ist eine schwedische Marke mit Geely-Verbindung und startete im Sommer 2020 mit dem Polestar 2 auf dem deutschen Markt.

Ihr Profil sind Elektroautos mit reduziertem Design und einem höheren Preisanspruch als die günstigen Volumenmarken.

Unser Modelltipp ist das 4 Coupé Rear Motor. Die aktuelle Herstellerangabe lautet 272 PS, 100 kWh und bis zu 620 Kilometer WLTP. Eine Kamera ersetzt die fehlende Heckscheibe.

Seine Stärke ist die Reichweite. 30 Minuten für 10 bis 80 Prozent bei maximal 200 kW DC dauern länger als beim G9. Die maximale Reichweite hängt von der konkreten Ausstattung ab.

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8. XPeng: G9 als Schnelllade-Tipp

Schwarzer XPENG G9 des Modelljahrs 2025 in Fahrt
XPENG G9 des Modelljahrs 2025. Die abgebildete Ausführung kann vom Standard Range abweichen. Foto: XPENG.

XPeng kündigte seinen deutschen Markteintritt im März 2024 an, der Verkauf über Vertragshändler begann im Mai.

Die Marke setzt den Schwerpunkt auf elektrische Plattformen, Software und hohe Ladeleistung.

Der G9 Standard Range bringt 351 PS, 79 kWh und 502 Kilometer WLTP. Sein Hauptargument ist die 800-Volt-Technik mit bis zu 445 kW DC und zwölf Minuten für 10 bis 80 Prozent.

Diese Herstellerangabe macht ihn zum Schnelllade-Tipp. Beim Polestar dauert das gleiche Fenster 30 Minuten. Dafür bietet dessen aktuelles Coupé bis zu 118 Kilometer mehr Normreichweite.

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An XPeng ist außerdem Volkswagen beteiligt. Beide Hersteller entwickeln gemeinsam Elektroautos. Quelle: Volkswagen.

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9. Zeekr: 7X mit guter Technik, hoher Rate

Grauer Zeekr 7X der 2025er Baureihe
Zeekr 7X der 2025er Baureihe. Die Ausstattung kann vom Long Range abweichen. Foto: © Nick Dimbleby 2025 / Zeekr.

Zeekr gehört zur Geely-Gruppe und startete im Dezember 2025 auf dem deutschen Markt.

Die Marke tritt im höherpreisigen Segment an und ergänzt den zunächst stark auf Geschäftskunden ausgerichteten Vertrieb inzwischen um klassische Handelspartner.

Wir wählen den 7X wegen seiner Reichweite und seines hohen Ladetempos. Das Angebot betrifft den älteren 421-PS-Hecktriebler mit 100 kWh, bis zu 615 Kilometern WLTP und 16 Minuten für 10 bis 80 Prozent.

960,83 Euro effektiv bei nur 18 Monaten Laufzeit machen dieses Beispiel teuer. Die ab 2027 angekündigte 455-PS-Version ist nicht das hier angebotene Auto.

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Die Leasingbeispiele: Rate und bekannte Nebenkosten

Alle Beispiele sind Privatleasing mit 10.000 Kilometern pro Jahr und ohne Sonderzahlung. Es ist keine staatliche Förderung eingerechnet. Die Laufzeiten unterscheiden sich deutlich: 18 bis 60 Monate.

Modell / Mivodo-Angebot Rate / Monat Laufzeit Einmalkosten Effektiv / Monat
MG Cyberster RWD 695,87 € 60 Monate 1.290,00 € 717,37 €
Leapmotor C10 AWD ProMax MY27 472,00 € 48 Monate 1.740,00 € 508,25 €
Geely E5 Pro 380,00 € 48 Monate 1.090,00 € 402,71 €
BYD Sealion 7 Comfort 564,00 € 48 Monate 1.290,00 € 590,88 €
Polestar 4 Coupé Rear Motor 590,38 € 48 Monate 1.419,00 € 619,94 €
XPeng G9 Standard Range 615,00 € 48 Monate 1.451,10 € 645,23 €
Zeekr 7X Long Range (421 PS) 889,16 € 18 Monate 1.290,00 € 960,83 €
Lynk & Co 02 Core 434,00 € 36 Monate 1.190,00 € 467,06 €
Jaecoo 5 EV Exclusive 399,00 € 60 Monate 1.349,00 € 421,48 €

Die Effektivrate verteilt Raten und ausgewiesene Pflichtkosten auf die Vertragslaufzeit. Beim C10 enthalten die Einmalkosten 250 Euro Zulassung, beim Jaecoo 199 Euro. Der Rest entfällt jeweils auf Bereitstellung.

Bruttopreise nach den bei Mivodo recherchierten Konditionen vom 27. Oktober 2026. Optionale Leistungen, Versicherung und Betriebskosten sind nicht enthalten.

Die verlinkten Angebote können zunächst eine andere Laufzeit oder Fahrleistung anzeigen. Maßgeblich für diesen Vergleich sind die in der Tabelle genannten Laufzeiten und jeweils 10.000 Kilometer jährlich.

Unser Fazit: Geely beim Preis, XPeng beim Laden

Der Geely E5 Pro ist unser Preis-Tipp innerhalb dieser Auswahl: effektiv 402,71 Euro, 48 Monate und umfangreiche Serienausstattung. Der Jaecoo folgt mit 421,48 Euro, bindet aber fünf Jahre.

Für kurze Ladestopps sticht der XPeng G9 heraus, für viel Leistung der C10 AWD. Das Polestar 4 Coupé kontert mit hoher Normreichweite. Der Cyberster bietet als einziger offenes Roadster-Fahren.

Beim Zeekr 7X passt die starke Technik nicht zum hohen Preis des ausgewählten Kurzzeitvertrags. Die unterschiedlichen Laufzeiten verhindern eine allgemeingültige Leasing-Rangliste. Die konkreten Stärken der Modelle bleiben klar.

Titelbild: MG Cyberster XPOWER mit 510 PS und Allrad, nicht der in der Tabelle genannte Hecktriebler. Foto: © MG Motor Deutschland GmbH/Thibaud Chevalier. Offizielle MG-Pressebilder.