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Kategorie: Brennstoffzellenauto

[01.12.2016] Seit dem 17. November sind Elektroautos für 10 Jahre von der KFZ-Steuer befreit, bis vor der Änderung galt die Befreiung für 5 Jahre.

Dieser Parkplatz steht vor einer Ladestation bei Volkswagen in Wolfsburg.

Dieser Parkplatz steht vor einer Ladestation bei Volkswagen in Wolfsburg.

Es gibt wieder einmal mehr einen guten Grund, sich ein Elektroauto zu kaufen: Denn für Elektroautos muss man nun in Deutschland für 10 Jahre keine KFZ-Steuer mehr zahlen.

So steht seit dem 7. November im „Gesetz zur steuerlichen Förderung von Elektromobilität im Straßenverkehr“:

„Die Steuerbefreiung wird bei erstmaliger Zulassung des Elektrofahrzeugs in der Zeit vom 18. Mai 2011 bis 31. Dezember 2020 für zehn Jahre ab dem Tag der erstmaligen Zulassung gewährt.“

„Die Absätze 1 bis 3 gelten entsprechend für technisch umgerüstete Fahrzeuge, die ursprünglich zum Zeitpunkt der erstmaligen verkehrsrechtlichen Zulassung mit Fremdzündungsmotoren oder Selbstzündungsmotoren angetrieben wurden. Die Steuerbefreiung wird nach Maßgabe folgender Voraussetzungen gewährt:
1. das Fahrzeug ist in der Zeit vom 18. Mai 2016 bis zum 31. Dezember 2020 nachträglich zu einem Elektrofahrzeug im Sinne des § 9 Absatz 2 umgerüstet worden und
2. für die bei der Umrüstung verwendeten Fahrzeugteile ist eine allgemeine Betriebserlaubnis nach §22inVerbindungmit§20derStraßenverkehrs-ZulassungsOrdnung erteilt.
Die Steuerbefreiung beginnt an dem Tag, an dem die Zulassungsbehörde die Voraussetzungen nach Satz 2 als erfüllt feststellt.“

10 Jahre keine KFZ-Steuer für Elektroautos und entsprechende Umbauten

Um die Elektromobilität zu fördern, wurde auch die Umweltbonus genannte Kaufprämie eingeführt, welche man für Elektro-, Brennstoffzellen– und Plug-In Hybridautos erhält.

Zusätzlich wurde die Befreiung von der KFZ-Steuer auf 10 Jahre nochmals verlängert, dies gilt allerdings nur bei erstmaliger Zulassung im Zeitraum vom 18. Mai 2011 bis 31. Dezember 2020.

Was auch neu ist, ist die Tatsache, dass nun auch E-Autos gefördert werden, welche von einem Verbrenner- zu einem Elektroauto umgebaut worden sind.

Kostenloses Aufladen von Elektroautos ist kein geldwerter Vorteil mehr

Vor der Gesetzesänderung musste man bei der Steuererklärung unter anderem angeben, ob man einen geldwerten Vorteil durch das kostenlose Aufladen seines Stromers beim Arbeitgeber erhält.

Für den Arbeitnehmer hat dies nun den Vorteil, dass man den Strom quasi geschenkt bekommt.

Die ganzen Details kann man im Bundesgesetzblatt nachlesen (externer Link).

Via: electrive

 

[23.11.2016] Schon im Jahr 2020 will Toyota ein Elektroauto auf den Markt bringen, hierfür wurde eigens eine neue Unternehmenssparte gegründet.

Dies ist das Elektroauto Toyota RAV 4 EV - laut Hersteller soll es sich um das SUV mit der besten Aerodynamik handeln. Bildquelle: Toyota

Dies ist das Elektroauto Toyota RAV 4 EV – laut Hersteller soll es sich um das SUV mit der besten Aerodynamik handeln. Bildquelle: Toyota

Bereits im Jahr 1998 brachte Toyota das Elektroauto RAV4 EV auf den Markt, seit dem hat der Autohersteller mit verschiedenen alternativen Antrieben experimentiert. Dazu gehört das Brennstoffzellenauto Toyota Mirai, das Plug-In Hybridauto Toyota Prius und auch die Hybridversion des Prius.

Nun hat der japanische Autohersteller bestätigt, dass man in Zukunft auch wieder ein reines Elektroauto bauen wird. Da es allerdings weltweit unterschiedliche Infrastrukturen, Energieversorgungen, gesetzliche Vorgaben und Fördermittel für Elektromobile gibt, will man weiter auf die verschiedenen alternative Antriebe setzen.
Gleichzeitig hat Toyota ein neues Tochterunternehmen gegründet, welches sich um den Bereich Elektromobilität kümmern soll.

Wenige Mitarbeiter sollen das Elektroauto-Geschäft von Toyota voranbringen

Akio Toyoda (Geschäftsführer von Toyota Motor Corporation) erklärte dazu:

„In den vergangenen Jahren haben wir die Basis für unsere Zukunft gelegt: Wir haben das Toyota Research Institute gegründet, Daihatsu in ein vollwertiges Tochterunternehmen verwandelt und eine Geschäftseinheit für kleinere Fahrzeuge auf Wachstumsmärkten ins Leben gerufen. Die neue Unternehmenssparte für Elektroautos ist Teil dieser Bemühungen: Sie wird sich auf ihren Bereich spezialisieren und mit hoher Geschwindigkeit arbeiten, sodass sie als Innovationstreiber für alle Arbeitsprozesse von Toyota und dem Toyota Konzern dienen wird.“

Das Tochterunternehmen wird auch für die Entwicklung und die Produktion der Elektroautos zuständig sein, die ausgewählten Mitarbeiter werden im  Dezember 2016 mit ihren neuen Aufgaben starten.

Die neue Geschäftseinheit wird zunächst aus nur 4 Mitarbeitern bestehen, die 4 ausgewählten Fachkräfte werden jeweils von Toyota selbst sowie den Zulieferern Toyota Industries, Denso und Aisin Seiki bestehen.

Laut der japanischen Wirtschaftszeitung „Nikkei“ soll das erste Elektroauto im Jahr 2020 auf den Markt kommen, dann starten auch die Olympischen Spiele in Tokio.

Ferner wird vermutet, dass die Fahrzeugplattform des Hybridauto Prius oder des Kompaktmodells Corolla verwendet werden könnte. Derzeit wird darüber spekuliert, dass die Reichweite etwa 300 Kilometer betragen wird.

Über den Kaufpreis ist noch nichts bekannt.

Via: Toyota

 

[02.11.2016] Seit dem 2. Juli wurde die Kaufprämie für Plug-In Hybrid-, Brennstoffzellen- und Elektroautos 5.782 mal beantragt.

Elektroauto Renault Zoe. Bildquelle: Renault

Elektroauto Renault Zoe. Bildquelle: Renault

Zu Ende Oktober hat das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) einen neuen Zwischenbericht zum Thema Umweltbonus veröffentlicht, hiermit ist die Kaufprämie für Brennstoffzellen-, Elektro- und Plug-In Hybridautos gemeint.

Die Prämie kann für förderfähige Fahrzeuge beantragt werden, welche seit dem 18. Mai 2016 angeschafft worden sind.

Bis zum 31. Oktober sind insgesamt 5.782 Anträge für die gemeinsam von Bund und Industrie finanzierte Förderung gestellt worden. Davon wurden 3.343 Anträge für Elektroautos, 2.438 Anträge für Plug-In Hybridautos und 1 Antrag für ein Brennstoffzellenauto gestellt.

Die meisten Förderanträge wurden für das Elektroauto Renault Zoe gestellt, auf Platz 2 kommt das E-Auto BMW i3 und auf Platz 3 der Audi A3.

Anträge je Bauart

  • Reine Batterieelektrofahrzeuge: 3.343
  • Plug-in-Hybride: 2.438
  • Brennstoffzellenfahrzeug: 1
  • Gesamt: 5.782

Top 10 der Anträge nach Hersteller

  1. BMW (1.702)
  2. Renault (1.126)
  3. Audi (700)
  4. Volkswagen (575)
  5. Mitsubishi (472)
  6. Nissan (300)
  7. Kia (233)
  8. Mercedes-Benz (216)
  9. Peugeot (162)
  10. Citroën (140)

Top 10 nach Fahrzeuge

Anträge je Bundesland

  • Baden-Württemberg: 1156
  • Bayern: 1430
  • Berlin: 123
  • Brandenburg: 98
  • Bremen: 42
  • Hamburg: 102
  • Hessen: 467
  • Mecklenburg-Vorpommern: 45
  • Niedersachsen: 525
  • Nordrhein-Westfalen: 954
  • Rheinland-Pfalz: 242
  • Saarland: 70
  • Sachsen: 152
  • Sachsen-Anhalt: 93
  • Schleswig-Holstein: 161
  • Thüringen: 121
  • Sonstiges (Ausland): 1

Anträge nach Antragsteller

  • Privatperson: 3078
  • Unternehmen: 2621
  • Körperschaft: 34
  • Verein: 10
  • Kommunaler Betrieb: 35
  • Kommunaler Zweckverband: 2

Der Umweltbonus (auch Kaufprämie) kann rückwirkend für PKW beantragt werden, welche seit dem 18. Mai gekauft oder geleast worden sind. Der Netto-Listenpreis pro Fahrzeug ist auf 60.000 Euro begrenzt, außerdem muss sich der Autohersteller an der Kaufförderung zu 50 Prozent beteiligen.

Die Bundesregierung hat es sich zum Ziel gesetzt, dass bis Ende 2019 etwa 300.000 Elektromobile zusätzlich auf den Straßen in Deutschland fahren. Das Förderprogramm ist bis Ende 2019 oder 1,2 Milliarden Euro begrenzt, je nach dem, was vorher eintritt.

So sieht die bisherige Entwicklung der Antragszahlen aus:

Die komplette Zwischenbilanz steht hier zur Verfügung (PDF).

Wer ein Plug-In Hybrid-, Brennstoffzellen- oder Elektroauto kauft, kann seit dem 2. Juli 2016 in Deutschland die Umweltbonus genannte Kaufprämie beantragen. Bis zum 30. September wurden 44.51 Anträge auf Auszahlung der Kaufförderung gestellt.

Für das Elektroauto Renault Zoe werden die meisten Anträge für den Erhalt der Kaufprämie gestellt. Bildquelle: Renault

Für das Elektroauto Renault Zoe werden die meisten Anträge für den Erhalt der Kaufprämie gestellt. Bildquelle: Renault

Im September wurde in Deutschland ein diesjähriger Verkaufsrekord von Elektroautos aufgestellt, so waren alleine im September 1.641 E-Autos unter den Neuzulassungen.
Da im September ganze 298.002 Personenkraftwagen neu zugelassen worden sind, machen die Stromer einen Anteil von 0,6 Prozent aus.

Wer seit dem 18. Mai 2016 ein Elektro-, Brennstoffzellen- oder Plug-In Hybridauto gekauft oder geleast hat, kann den Umweltbonsu beantragen: Für E-Autos gibt es 4.000 Euro und für Plug-In Hybride 3.000 Euro.

Die Anträge müssen an das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) gestellt werden, dieses veröffentlicht immer mal wieder einen Zwischenstand.

So sehen die Zahlen für den Umweltbonus aktuell aus

Die Behörde aus Eschborn teilt in ihrem aktuellen Bericht mit, dass mit Stand 30. September 4.451 Anträge für die Auszahlung des Umweltbonus beantragt worden sind, dieser wird zur Hälfte je vom Staat und von den teilnehmenden Autoherstellern getragen.

Für reine Elektroautos wurden bisher 2.650 Anträge und für Plug-In Hybridautos 1.801 Anträge gestellt.

1.289 Anträge entfielen auf Elektromobile der Marke BMW, auf Platz 2 kommt Renault mit 921 geförderten Fahrzeugen.

Top 10 der Anträge je Hersteller
Rang Hersteller Anzahl
1 BMW 1.289
2 Renault 921
3 Audi 462
4 Volkswagen 438
5 Mitsubishi 369
6 Nissan 242
7 Kia 194
8 Mercedes-Benz 166
9 Peugeot 133
10 Citroën 116

Die sind die am meisten geförderten Elektrofahrzeuge

  1. Renault Zoe (876)
  2. BMW i3 (766)
  3. Audi A3 e-tron (462)
  4. BMW 225xe (440)
  5. Mitsubishi Outlander PHEV (353)
  6. Kia Soul EV (190)
  7. Nissan Leaf (167)
  8. VW Golf GTE (167)
  9. VW e-Golf (114)
  10. Peugeot iOn (111)

(Eine vollständige Liste gibt es auf der Seit der Bafa: Zwischenstand Umweltbonus

Anträge je Bundesland

  1. Bayern: 1130
  2. Baden-Württemberg: 873
  3. Nordrhein-Westfalen: 726
  4. Niedersachsen: 417
  5. Hessen: 375
  6. Rheinland-Pfalz: 190
  7. Schleswig-Holstein: 125
  8. Sachsen: 108
  9. Berlin: 83
  10. Thüringen: 82
  11. Brandenburg: 73
  12. Hamburg: 75
  13. Sachsen-Anhalt: 71
  14. Saarland: 53
  15. Mecklenburg-Vorpommern: 35
  16. Bremen: 34
  17. Sonstiges (Ausland): 1

So sieht die bisherige Entwicklung der Antragszahlen aus:

Die Umweltbonus genannte Kaufförderung für Brennstoffzellen, Plug-In Hybrid- und Elektroautos gibt es seit dem 2. Juli, sie gilt rückwirkend für den Erwerb von förderfähigen PKW, welche seit dem 18. Mai erworben worden sind.
Der Fördertopf ist 1,2 Milliarden Euro schwer, dies soll für etwa 300.000 Fahrzeuge reichen.

Seit der Einführung der Kaufprämie für Plug-In Hybrid– und Elektroautos wurden 3.027  Anträge gestellt, etwa zwei Drittel davon entfallen auf E-Autos.

Ladestation für Elektroautos in Elze 5

Ladestation für Elektroautos in Elze 5

Nach etwa 2 Monaten sind 3.027 Anträge für den Erhalt des Umweltbonus bei der zuständigen Behörde Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) eingegangen, 59 Prozent davon stammen von Privatpersonen.

Durch die Kaufförderung (welche offiziell Umweltbonus) genannt wird, soll der Absatz von Elektro-, Plug-In Hybrid- und Brennstoffzellenautos gesteigert werden.
Am 2. Juli 2016 wurde die Prämie offiziell eingeführt, zum Stichtag 1. September sind 3.027 entsprechende Anträge eingegangen. Für die Förderung eines Elektroautos waren es genau 1.973 und für die Förderung eines Plug-In Hybriden 1.054 Förderwünsche.
Da auch PKW gefördert werden, welche seit dem 18. Mai 2016 erworben worden sind, kann man aus den Zahlen keine Verkaufszahlen pro Monat ableiten.

Die meisten Menschen haben sich bei der Anschaffung für einen Renault Zoe entschieden, auf Platz 2 liegt der BMW i3 und auf Platz 3 der BMW 225xe.

So sehen die Absatzzahlen von Elektro- und Plug-In Hybridautos nach der Einführung der Kaufprämie aus

Top 11

  1. Elektroauto Renault Zoe: 671
  2. Elektroauto BMW i3: 559
  3. Plug-In Hybridauto BMW 225xe: 295
  4. Mitsubishi Outlander Plug-In Hybrid: 210
  5. Plug-In Hybridauto Audi A3: 167
  6. Elektroauto Kia Soul EV: 135
  7. Elektroauto Nissan Leaf: 131
  8. Plug-In Hybridauto VW Golf GTE: 108
  9. Elektroauto Peugeot iOn: 78
  10. Elektroauto Citroen C-Zero: 74
  11. Elektroauto Mercedes-Benz B 250e: 71
    (Zahlenquelle: BAFA)

 

Anträge je Bundesland und Bauart
Bundesland Anzahl reiner Elektroautos Anzahl Plug-In Hybride Anzahl Gesamt
Baden-Württemberg 396 208 604
Bayern 560 245 805
Berlin 25 32 57
Brandenburg 24 27 51
Bremen 11 8 19
Hamburg 32 25 57
Hessen 147 78 225
Mecklenburg-Vorpommern 10 13 23
Niedersachsen 184 85 269
Nordrhein-Westfalen 342 165 507
Rheinland-Pfalz 74 64 138
Saarland 22 12 34
Sachsen 45 24 69
Sachsen-Anhalt 23 20 43
Schleswig-Holstein 58 30 88
Thüringen 20 17 37
Sonstiges (Ausland)
(Zahlenquelle: BAFA)
0 1 1

 

Top 10 der Anträge je Hersteller
Rang Hersteller Anzahl
1 BMW 917
2 Renault 709
3 Volkswagen 284
4 Mitsubishi 221
5 Nissan 188
6 Audi 167
7 Mercedes-Benz 135
8 Kia 135
9 Peugeot 92
10 Citroen 90

(Zahlenquelle: BAFA)

 

Anträge nach Antragsteller
Antragsteller Anzahl
Privatperson 1.789
Unternehmen 1.204
Körperschaft 16
Verein 5
Kommunaler Betrieb 12
Kommunaler Zweckverband
(Zahlenquelle: BAFA)
1

So sieht die bisherige Entwicklung der Antragszahlen aus:

Nach 4 Tagen: 266 Anträge (Pro Tag etwa: 66,5 Anträge)
Nach 6 Tagen: 600 Anträge (Pro Tag etwa: 60 Anträge)
Nach 10 Tagen: 718 Anträge (Pro Tag etwa: 71,8 Anträge)
Nach 13 Tagen: 936 Anträge (Pro Tag etwa: 72 Anträge)
Nach 20 Tagen: 1.234 Anträge (Pro Tag etwa: 61,7 Anträge)
Nach 30 Tagen: 1.523 Anträge (Pro Tag etwa: 50,76 Anträge)
Nach 62 Tagen: 3.027 Anträge (Tagesdurchschnitt:  48,83 Anträge)

Hier geht es zu den Bericht und weiteren Infos vom BAFA: BAFA Publikationen

Wer ein Elektroauto fährt, kann viel Geld sparen. So erhält man nicht nur beim Kauf eines Stromers den Umweltbonus, sondern man spart später auch die KFZ-Steuer, spart bei der Wartung des PKW erhält bei manchen Versicherungen einen Rabatt für ein besonders umweltfreundliches Fahrzeug.

Fotolia_39130945 Bildquelle stockWERK - Fotolia.com

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Zwar sind Plug-In Hybrid– und Elektroautos in der Anschaffung noch teurer, als ein vergleichbarer PKW mit seinem Verbrennungsmotor, aber als Stromer-Fahrer kann man später in den Bereichen Kraftstoff, steuern und manchmal auch bei der Versicherung sparen.

Seit dem 2. Juli gibt es in Deutschland den Umweltbonus, dies ist eine Kaufförderung für Elektro-, Plug-In Hybrid und Brennstoffzellenautos. Für Plug-In Hybride erhält man bei der Anschaffung einen Bonus in Höhe von 3.000 Euro, bei E-Autos sind es 4.000 Euro.
Wenn man das Auto dann erst einmal hat, kann man relativ viel Geld bei dem Kraftstoff sparen. Denn der Strompreis ist im Vergleich zum Benzin- oder Dieselpreis für eine Fahrzeugfüllung viel geringer: Wenn man zum Beispiel sein Elektroauto Tesla Model S (mit einer 90 kWh großen Batterieeinheit) zu Hause auflädt, zahlt man etwa 19 bis 22 Euro und kann dann um die 500 Kilometer weit fahren.Um einen Verbrenner voll aufzutanken, muss man bei Super E10 etwa 49 Euro bezahlen.

Aber auch bei dem Thema KFZ-Versicherung kann man als Fahrer eines Elektrofahrzeugs Geld sparen, so bietet zum Beispiel die Versicherung Direct Line einen Rabatt in Höhe von 10 Prozent für schadstoffarme Automodelle.

Großer Vorteil: Ein Elektroauto hat weniger Verschleißteile als ein Verbrenner

Das war aber noch nicht alles, so spart man mit einem reinen Elektroauto auch noch später Geld, wenn es um die Verschleißteile geht.
So verfügt ein E-Auto in der Regel nicht über folgende Teile:

  • Kupplungsscheibe
  • Keilriemen / Steuerkette
  • Luft- und Ölfilter
  • Zündkerzen
  • Kupplung
  • Getriebe, Gangschaltung und Nockenwelle
  • Katalysator
  • Auspuff

Dies sind alles Teile, welche unter Umständen eine teure Reparatur bzw. Austausch nach sich ziehen. So gehört zum Beispiel die Kupplungsscheibe zu den typischen Verschleißteilen, welche unterschiedlich schnell ausgetauscht werden müssen.
Zwar kann diese bis zu 150.000 Kilometer halten, aber es gibt auch Fälle, bei denen der Austausch nach 30.000 oder 60.000 Kilometern fällig ist. Eine Reparatur kann in den meisten Fällen nur eine Werkstatt vornehmen, so das man inklusive Arbeitsstunden mit etwa 1.300 Euro (Seat Ibiza, Vertragswerkstatt) rechnen muss.
Aber auch der Keilriemen gehört zu den klassischen Teilen, welche man mindestens einmal im Autoleben austauschen muss. Da bei den Austauscharbeiten oft auch noch andere Teile ausgetauscht werden müssen, zahlt man hier (inkl. Arbeitsstunden) um die 500 bis 600 Euro.

Fairerweise muss man allerdings erwähnen, dass der Stromspeicher in einem E-Auto auch zu den typischen Verschleißteilen gehört – allerdings garantieren die Autohersteller in der Regel eine großzügige Mindestlaufzeit.
Denn wie jeder andere Akkumulator auch, verlieren die einzelnen Akkuzellen in den Batterieeinheiten je nach Benutzung einen Teil ihrer Kapazität. Wie schnell eine Batterie altert, hängt von vielen unterschiedlichen Faktoren ab, dazu zählen die Umgebungstemperatur, Anzahl der Ladevorgänge, Art der Ladung (Schnellladevorgänge können unter Umständen zu einer geringeren Nutzungsdauer führen).

Insgesamt überwiegen die Vorteile eines Elektroautos im Hinblick auf einen Verbrenner, so kann man auf Dauer nicht nur Geld sparen, sondern man tut auch etwas für die Umwelt – da die Stromer einerseits leiser unterwegs sind und zum anderen bei der Nutzung von sogenannten Ökostrom auch die Umwelt davon profitiert.

 

 

 

 

Im Juli 2016 waren in Deutschland nur 785 Elektroautos unter den Neuzulassungen, somit sind die Neuanmeldungen im Vergleich zum Vormonat deutlich zurück gegangen.

Das Elektroauto Renault Zoe ist im Juli 2016 auf Platz 1 der Neuzulassungen.

Das Elektroauto Renault Zoe ist im Juli 2016 auf Platz 1 der Neuzulassungen.

Obwohl man seit dem 2. Juli den Umweltbonus für den Erwerb von Elektro-, Brennstoffzellen- und Plug-In Hybridautos beantragen kann, sind die Absatzzahlen für Elektroautos nicht gestiegen.
Im Gegenteil, im Vergleich zum Vorjahresmonat sind diese um 18,4 Prozent gesunken, so wurden im Juli 2015 genau 962 PKW mit E-Antrieb neu angemeldet.
Und selbst im Vormonat Juni 2016 wurden exakt 833 E-Autos neu zugelassen.

Bei den Hybridauto sieht die Sache schon etwas besser aus, so gab es hier ein Plus von +26,8 Prozent (darunter 1.016 Plug-In Hybride (+7,6 %)).

In den Top 3 befinden sich die Stromer von 2 deutschen Autoherstellern: Das Elektroauto VW e-Golf ist mit 136 neu angemeldeten Fahrzeugen auf Platz 2 gelandet und das Elektroauto BMW i3 hat mit 134 neu zugelassenen PKW den Platz 3 erreicht.
Platz 1 ging an das E-Auto Renault Zoe (301), überraschend ist, dass es der Nissan Leaf nur auf Platz 7 geschafft hat.

So sehen die Neuzulassungen der Elektroautos im Juli 2016 aus

Auflistung der Elektroauto Neuzulassungen im Juli 2016:

# Fahrzeug Juli Juni Mai Jahr 2016 Durchschnitt 12 Monate Letzte 12 Monate
1 Renault Zoe 301 225 232 1580 234,67 2816
2 VW e-Golf 136 97 26 494 66,92 803
3 BMW i3* 134 47 86 957 193,33 2320
4 Tesla Model S 80 226 50 838 132,67 1.592
5 Renault Twizy 50 101 # 349 58,17 534
6 Kia Soul EV 46 87 73 338 286,50 3438
7 Nissan Leaf 42 42 19 689 79,83 958
8 VW e-up! 37 28 51 303 36,33 436
9 Peugeot iOn 16 6 11 55 5,42 65
10 Citroen C-Zero 15 7 7 55 5,33 64
11 Renault Kangoo ZE 10 0 10 85 9,58 115
12 Nissan e-NV200 9 11 10 67 9,25 111
13 Tesla Model X 9 16 0 29 2,42 29
14 Citroen Berlingo 5 5 5 35 3,08 37
15 Smart Fortwo ED 3 5 8 67 17,33 208
16 Mitsubishi i-MiEV 1 3 0 5 3,50 42
17 Audi R8 e-Tron 0 0 0 0 0,50 6

*i3 rein elektrisch: 62, i3 mit Range-Extender: 72

Leider ist meine Prognose, dass sich die Zulassungszahlen von Elektroautos verdreifachen werden, noch nicht eingetreten. Dennoch halte ich es weiterhin für möglich, dass in naher Zukunft deutlich mehr E-Autos neu angemeldet werden.

So sehen die Jahresergebnisse für die E-Autos aus:

  • 2016: 5.142 (Januar bis inkl. Juli)
  • 2015: 12.363
  • 2014: 8.522
  • 2013: 6.379
  • 2012: 2.730

Ich gehe aufgrund der aktuellen Entwicklung davon aus, dass im Jahr 2016 über 17.000 Elektroautos in Deutschland verkauft werden.

So sehen die Monatsergebnisse bisher für das Jahr 2016 aus:

  • Januar: 477
  • Februar: 751
  • März: 1.104
  • April: 604
  • Mai: 588
  • Juni: 833
  • Juli: 785

Gesamtzahl für 2016 (Jan – Juli): 5.142

So sehen die Monatsergebnisse für das Jahr 2015 aus:

  • Januar: 659
  • Februar: 436
  • März: 1.278
  • April: 684
  • Mai: 574
  • Juni: 1.032
  • Juli: 962
  • August: 831
  • September: 929
  • Oktober: 1.686
  • November: 1.372
  • Dezember: 1.920

Gesamtzahl 2015: 12.363

Hier geht es zu den detaillierten Zahlen der Neuanmeldungen von Elektroauto der vergangenen Monate:

Zahlen via: KBA

Innerhalb eines Monats wurden 1.791 Anträge für die Auszahlung des Umweltbonus für Plug-In Hybrid-, Brennstoffzellen- und Elektroautos gestellt, 1.194 entfielen davon auf rein elektrisch angetriebene PKW.

Elektroauto Renault Zoe

Der große Gewinner bei der Umweltbonus genannten Kaufförderung für Elektrofahrzeuge: Das Elektroauto Renault Zoe

Seit dem 2. Juli 2016 kann man beim zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) online einen Antrag auf die Auszahlung des sogenannten Umweltbonus stellen, sie gilt rückwirkend für förderfähige Fahrzeuge, welche ab dem 18. Mai 2016 gekauft oder geleast wurden.

Für Elektro- und Brennstoffzellenautos beträgt die Kaufprämie 4.000 Euro, für Plug-In Hybridutos gibt es eine Kaufförderung in Höhe von 3.000 Euro.

Mehr als die Hälfte der Anträge wurde bereits bewilligt

Bis zum 4. August wurden 821 (von 1.791) Anträgen bewilligt, der Rest muss noch entschieden werden. Die Antragsteller sollen das Geld in den nächsten Tagen ausgezahlt bekommen, die Bearbeitung der Anträge soll dieses mal nicht so lange, wie bei der Abwrackprämie dauern: Damals musste man etwa 4 bis 5 Wochen waren.

Die meisten Anträge kamen aus Bayern, gefolgt von Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen:

Anzahl der Anträge nach Bundesland:

  • Bayern: 468
  • Baden-Württemberg: 357
  • Nordrhein-Westfalen: 307
  • Niedersachsen: 156
  • Hessen: 143
  • Rheinland-Pfalz: 78
  • Schleswig-Holstein: 53
  • Berlin: 38
  • Sachsen: 36
  • Brandenburg: 34
  • Hamburg: 32
  • Saarland: 24
  • Sachsen-Anhalt: 20
  • Mecklenburg-Vorpommern: 17
  • Thüringen: 16
  • Bremen: 11
  • Sonstiges (Ausland): 1

Am meisten profitiert derzeit BMW von dem Umweltbonus, so wird unter anderem das Elektroauto BMW i3 mit 4.000 Euro gefördert.

Die Top 10 der geförderten Autohersteller:

  1. BMW (581)
  2. Renault (444)
  3. VW (154)
  4. Nissan (121)
  5. Mitsubishi (114)
  6. Kia (88)
  7. Mercedes-Benz (84)
  8. Peugeot (55)
  9. Audi (51)
  10. Citroën (45)
 Der Großteil der Anträge kam von Privatpersonen, sie macht etwa ein Drittel aus:

Anträge nach Antragsteller:

  • Privatperson: 1158
  • Unternehmen: 618
  • Körperschaft: 7
  • Verein: 3
  • Kommunaler Betrieb: 4
  • Kommunaler Zweckverband: 1

Diese Elektrofahrzeuge profitieren am meisten von der Kaufförderung:

Top 10 der am meisten Elektrofahrzeuge, für welche es den Umweltbonus gibt:

So sieht die bisherige Entwicklung der Antragszahlen aus:

Zu den kompletten Zahlen, förderfähigen Fahrzeugen, etc. geht es hier entlang: Bafa (der aktuelle Stand ist dort unter „Zwischenbilanz“ zu finden

 

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