Die Region Hannover unterstützt das Carsharing

In immer mehr Städten gibt es Carsharing-Anbieter, die Region Hannover will bis zum Jahr 2020 auch in den 20 Umlandkommunen CarSharing-Angebote einrichten.

Flinkster ist das Carsharing-Angebot der Deutschen Bahn. Zur Flinkster-Flotte gehören auch die e-Flinkster genannten Elektroautos - u.a. Peugeot. Seit Sommer 2010 sind die e-Flinkster in den Städten Frankfurt (Main), Berlin und Saarbrücken unterwegs. In Berlin sind sie Bestandteil des Projektes BeMobility zur Integration von Elektrofahrzeugen in den öffentlichen Verkehr. Bildquelle: Deutsche Bahn AG/Volker Emersleben
Symbolbild. Flinkster ist das Carsharing-Angebot der Deutschen Bahn. Zur Flinkster-Flotte gehören auch die e-Flinkster genannten Elektroautos – u.a. Peugeot. Seit Sommer 2010 sind die e-Flinkster in den Städten Frankfurt (Main), Berlin und Saarbrücken unterwegs. In Berlin sind sie Bestandteil des Projektes BeMobility zur Integration von Elektrofahrzeugen in den öffentlichen Verkehr. Bildquelle: Deutsche Bahn AG/Volker Emersleben

Wer ein Auto nur ab und zu für eine kurze Zeit benötigt, kann dank Carsharing viel Geld und Zeit sparen. Denn beim Carsharing kann man unkompliziert für eine kurze Zeit einen PKW anmieten, die Abrechnung erfolgt im Gegensatz zu den Autovermietern stundenweise.

Bisher gibt es Carsharing-Möglichkeiten oft nur in Großstädten, die Region Hannover hat daher beschlossen, dass man das CarSharing auch in den Umlandkommunen unterstützen will.

Die Region Hannover unterstützt die regionsangehörigen Städte und Gemeinden bei der Förderung von Gemeinschaftsautos oder Fahrgemeinschaften als attraktive Alternative zum privaten Pkw, Grundlage dafür ist der Masterplan „Shared Mobility“. Das Ziel der Region ist es, bis zum Jahr 2020 in allen 20 Umlandkommunen CarSharing-Angebote als Baustein des Mobilitätsverbunds – in Ergänzung zu ÖPNV, Fahrrad und Taxi – einzurichten.

Elke van Zadel (Leiterin Fachbereich Verkehr der Region Hannover):

„Besonders in kleineren Kommunen scheitert CarSharing bisher häufig an einer zu geringen Auslastung in der Startphase“…
„Wir setzen daher im ersten Schritt besonders auf die Integration von CarSharing-Fahrzeugen in kommunale und betriebliche Fuhrparks.“

So bietet die Region Hannover interessierten Kommunen beispielsweise einen kostenfreien Fuhrpark-Check an, der zeigt, wie und wie viele CarSharing-Fahrzeuge für Dienstfahrten bereitgestellt werden sollten, um die notwendige Grundauslastung sichern. Zudem sieht das Konzept vor, dass diese Fahrzeuge außerhalb der Dienstzeiten abends und an den Wochenenden allen Einwohnerinnen und Einwohnern zur Verfügung stehen – also genau dann, wenn die private Nachfrage am stärksten ist.

Ein CarSharing-Fahrzeug kann bis zu 10 Privat-Pkw ersetzen, vor allem stehen die meisten Privat-Pkw täglich bis zu 23 Stunden ungenutzt rum. Gleichzeitig hat man bei einem eigenen Auto viele „Begleitkosten“: So fallen Versicherungsbeiträge, KFZ-Steuer, Pflege, Werkstatt- und Verschleißkosten, etc. an.
Viele CarSharing-Anbieter haben auch mehrere Fahrzeugtypen im Angebot: So kann man leicht einen Kleinwagen oder einen Transporter mieten.

Seitens der Kommunen ist das Interesse an CarSharing groß, die damit im bundesweiten Trend liegen: So stieg in Deutschland die Zahl der Städte und Gemeinden mit einem CarSharing-Angebot im Jahr 2015 von 490 auf 537. Diese Zahlen hat jüngst der Bundesverband CarSharing e.V. (bcs) veröffentlicht, der den Umsetzungsprozess in der Region Hannover fachlich begleitet. Mit dem Masterplan „Shared Mobility“ hat die Region Hannover – in intensiver Abstimmung mit Vertreterinnen und Vertretern von CarSharing-Organisationen und Kommunen sowie mit verschiedenen Expertinnen und Experten – eine Basis für alle Kommunen geschaffen.

So sagt van Zadel:

„individuelle CarSharing-Angebote vor Ort gezielt zu fördern und damit einen erheblichen Beitrag für den Umwelt- und Klimaschutz zu leisten“.

Die wichtigsten Ziele des Masterplans der Region Hannover lauten:

  • 1.000 CarSharing-Fahrzeuge bis 2020 in der Landeshauptstadt Hannover
  • CarSharing-Angebote in allen 20 Umlandkommunen
  • Etablierung von mindestens einem RideSharing-Anbieter in der Region.

Um das CarSharing-Angebot in der Region Hannover zu verbessern, will man an folgenden 6 Punkten arbeiten:

  1. Aktive Entwicklung der Nachfrage

    Die Bereitstellung neuer Fahrzeuge lohnt sich, wenn deren Grundauslastung gesichert ist. Dabei soll zum Beispiel die Integration von CarSharing-Fahrzeugen in betriebliche Fuhrparks helfen.
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  2. Aktive Kommunikation /Einbindung der Bürgerinnen und Bürger

    Viele Menschen kennen die Angebote und Vorteile von Car-Sharing und RideSharing noch nicht. Mit gezielter Öffentlichkeitsarbeit können sie zum Ausprobieren motiviert werden.
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  3. Vernetzung der Angebote / Verkehrsträger

    Die Region Hannover fördert CarSharing und RideSharing als Ergänzung des ÖPNV – Ziel ist ein multimodaler Mobilitätsverbund. Ein wichtiger Schritt dorthin ist beispielsweise die Integration der Sharing-Angebote in den Mobilitäts-shop auf gvh.de.
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  4. Verkehrs- und Stadtplanung

    Besonders in innerstädtischen Lagen ist die Bereitstellung von Stellplätzen für CarSharing-Fahrzeuge eine große Herausforderung. Der Masterplan zeigt, wie sie bewältigt werden kann.
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  5. Verkehrspolitik und Verkehrsrecht

    CarSharing und RideSharing tragen zu einer Entlastung der Straßen bei. Mit ihrem Entschluss, diese Angebote gezielt zu fördern, leistet Verkehrspolitik einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz.
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  6. Dienstleister: Entwicklung Technik und Angebot

    Attraktive Angebote und ein einfacher Zugang sind wesentliche Voraussetzungen dafür, dass Sharing-Angebote von vielen Menschen genutzt werden. Hier ist das Engagement der verschiedenen Anbieter gefragt.

Viele Carsharing-Anbieter haben in ihrer Flotte auch Elektroautos integriert, so kann man bei Bedarf völlig umweltfreundlich fahren. Allerdings sorgen die Stromer der Carsharing-Anbieter in seltenen Fällen zum Frust von E-Auto-Eigentümern, da die Flottenfahrzeuge manchmal viel länger als nötig an einer öffentlichen Ladestation stehen und diese blockieren, weil es zum Beispiel keinen neuen Mieter für das Fahrzeug gibt.

Via: Pressemeldung der Region Hannover

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Kai

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