Daimler investiert 500 Millionen Euro in den Bau einer zweiten Batteriefabrik für Elektroautos

Der Autokonzern Daimler will 500 Millionen Euro in den Bau einer zweiten Fabrik für Batterieeinheiten investieren, diese Stromspeicher werden hauptsächlich für Elektroautos verwendet.

Hier wird eine der Batterieeinheiten montiert. Bildquelle: ACCUmotive / Daimler AG
Hier wird eine der Batterieeinheiten montiert. Bildquelle: ACCUmotive / Daimler AG

Daimler baut seine Aktivitäten rund um die Elektromobilität konsequent aus und investiert rund 500 Millionen Euro in den Bau einer neuen Batteriefabrik. Die Produktionskapazitäten für Lithium-Ionen-Batterien der Deutschen ACCUMOTIVE im sächsischen Kamenz werden dadurch deutlich erweitert. In der neuen Fabrik sollen Batterien für Elektro- und Hybridfahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und smart produziert werden. Im ersten Schritt hat die hundertprozentige Daimler-Tochtergesellschaft ein Grundstück von rund 20 Hektar erworben, das an die bestehende Batteriefabrik angrenzt.

Dr. Dieter Zetsche (Vorsitzender des Vorstands der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars) sagt:

„Eine leistungsstarke Batterie ist die Schlüsselkomponente für das emissionsfreie Fahren. Wir investieren deshalb 500 Millionen Euro in den Bau einer zweiten Batteriefabrik in Deutschland. Damit unterstreichen wir unser Engagement für den konsequenten Ausbau der Elektromobilität.“

Mit der zunehmenden automobilen Elektrifizierung steigt die Nachfrage nach hocheffizienten Lithium-Ionen-Batterien stetig an. Durch den Einstieg in das neue Geschäftsfeld mit stationären Batteriespeichern für private und industrielle Anwendungen erschließt sich die ACCUMOTIVE zusätzliche Wachstumschancen.

Bereits Ende 2014 hatte die Daimler-Tochtergesellschaft die deutliche Aufstockung ihrer Produktionskapazitäten und eine Investition von rund 100 Millionen Euro in den Ausbau der bestehenden Batteriefabrik angekündigt.

Harald Kröger (Leiter Entwicklung Elektrik/Elektronik und e-Drive Mercedes-Benz Cars) über den Standort:

„Durch den Erwerb des neuen Grundstücks wird sich unsere Produktions- und Logistikfläche hier am Standort verdreifachen. Zu den bisherigen 20.000 Quadratmetern kommen 40.000 Quadratmeter hinzu. Wir werden die Kapazität in der Produktion in den kommenden Jahren konsequent ausweiten.“

Der Spatenstich der neuen Fabrik ist für Herbst 2016 geplant, das Richtfest wird im Frühling 2017 folgen. Das neue Produktionswerk soll im Sommer 2017 in Betrieb genommen werden.

Im vergangenen Jahr ist Daimler mit der ACCUMOTIVE in das Geschäft mit stationären Batteriespeichern eingestiegen. Durch die Skalierbarkeit der Systeme können die Lithium-Ionen-Batterien sowohl in der Großindustrie zur Netzstabilisierung und Glättung von Lastspitzen (Peakshaving), etwa bei Energieerzeugern, als auch in Haushalten, zum Beispiel in Verbindung mit Photovoltaik-Anlagen, eingesetzt werden. Mercedes-Benz Energiespeicher für Privathaushalte sind bereits bestellbar und werden in Kürze in Zusammenarbeit mit ausgewählten Vertriebspartnern beim Kunden installiert. Im Bereich der industriellen Anwendungen werden gemeinsam mit verschiedenen Partnern perspektivisch insgesamt rund 29 Megawatt am Netz sein.

Quelle: Pressemitteilung der Daimler AG

 

 

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Kai

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2 Gedanken zu „Daimler investiert 500 Millionen Euro in den Bau einer zweiten Batteriefabrik für Elektroautos

  • 2. März 2016 um 09:18
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    Wenn ich das richtig sehe bauen die nur Batterie heißt die Zellen sind und das Know-how dazu bleibt weiterhin in Fernost. Das ist ja für mich zwar ein schöner erster Schritt aber irgendwie hab ich das Gefühl das kaum jemand auf dem Schirm hat das die Zellfertigung der Engpass sein wird wenn mal signifikante Mengen E-Autos gebaut werden. Ich glaube außer Tesla sieht niemand dieses Problem. Wenn man keine eigene Produktion hat kann man nur hoffen auf dem Markt immer genug und bezahlbare Zellen zu bekommen.

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  • 3. März 2016 um 09:17
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    @Owz Die Zellen wurden früher auch dort produziert, das wurde aber mangels Rentabilität eingestellt.

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