Das Elektroauto smart fortwo Electric Drive im Dauertest

Das Elektroauto smart fortwo ED gibt es in seiner Urform seit dem Jahr 2008, damals gab es nur 100 Testfahrzeuge, welche im Rahmen eines Großversuchs unterwegs waren.

Laut Smart verfügt das Elektroauto Fortwo Electric Drive über eine Reichweite von 140 Kilometern, der Strom wird in Lithium-Ionen-Akkus gespeichert, welche über eine Leistung von 17,6 Kilowattstunden verfügen. Bildquelle: Smart/Daimler
Laut Smart verfügt das Elektroauto Fortwo Electric Drive über eine Reichweite von 140 Kilometern, der Strom wird in Lithium-Ionen-Akkus gespeichert, welche über eine Leistung von 17,6 Kilowattstunden verfügen.
Bildquelle: Smart/Daimler

Der Vorgänger der heutigen Variante des Elektro-smarts wurde im Jahr 2011 auf der Automesse IAA der Öffentlichkeit präsentiert, seit dem gehört es zu den erfolgreichsten E-Autos in Deutschland.

Michael Gebhardt von Autoscout24 hat einen der rein elektrisch angetriebenen smarts ein Jahr lang getestet, der Test begann am 24.2.2014.

Im Rahmen des Dauertests wurden 8.029 Kilometer mit dem E-Auto zurückgelegt, der Stromer wurde natürlich auch privat genutzt.
Die Strecke zwischen dem Büro und der Wohnung beträgt 50 Kilometer, obwohl ein 30 km langer Autobahnabschnitt dazwischen liegt, lag die Restreichweite bei 87 Kilometern.

Allerdings erreicht man solche guten Werte nur, wenn die Äußeren Bedingungen mitspielen: Will heißen, es darf nicht zu kalt (oder zu heiß sein) – denn gerade eine Heizung kann im rein elektrisch angetriebenen PKW eine Menge Batteriekapazität verbrauchen.

Bei dem Dauertest hat die Temperatur eine große Rolle gespielt: So lag die Reichweite bei 18C° bei etwa 137 Kilometer, bei 10C° waren es noch um die 100 km – und bei -15C° wurden nur noch 50 Kilometer Reichweite vom Bordcomputer angezeigt.

Allerdings liegt die tatsächliche Reichweite meistens etwas höher, dies liegt daran, dass der Computer aus den letzten Fahrten einen Durchschnitt errechnet.

Aber im Endeffekt gibt es in unseren Breitengeraden nicht so viele Tage, an denen wir unter 10C° haben.

Im Winter empfiehlt es sich, gerade ein E-Auto in die Garage zu stellen, denn hier kann man bei vielen Modellen das Fahrzeug vor-klimatisieren, während es an der Steckdose hängt. So muss man den Fahrzeuginnenraum später nicht unnötig auf Kosten der Batterie hochheizen.

Für regelmäßige Pendelfahrten ist ein Elektroauto eine ideale Möglichkeit, um Geld zu sparen. Wenn man nur bis zu 50 Kilometer zur Arbeit fahren muss, kann man auch ein günstiges E-Auto kaufen. Denn der smart fortwo ED kostet inklusive Batterieeinheit nur 23.680 Euro.

Bei dem Dauertest gab es ab und zu Probleme mit öffentlichen Ladestationen, hier sieht Autoscout24 noch Verbesserungspotenzial: Denn manchmal hat die Kundenkarte nicht funktioniert oder eine Ladestation, welche im Internet als öffentlich deklariert worden war, war in Wirklichkeit eine private – an der der Stromer nicht aufgeladen werden durfte.

Auch hat der Test gezeigt, dass sich die Hersteller von Ladestationen noch etwas einfallen lassen müssen, damit man als Elektroautobesitzer nicht nach dem Ladegang sofort zurück muss – um die Stromtankstelle nicht unnötig zu blockieren.

Aber insgesamt verlief der einjährige Dauertest des Elektroauto smart fortwo ED positiv.

Daher würde mich interessieren, was die anderen Stromerfahrer für Langzeiterfahrungen gemacht haben.

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Kai

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2 Gedanken zu „Das Elektroauto smart fortwo Electric Drive im Dauertest

  • 11. März 2015 um 11:02
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    Der Testbericht von Michael Gebhard kann von mir vollinhaltlich bestätigt werden. Ich habe so ungefähr den ersten privat gekauften E-Smart in Bayern (Zulassung Oktober 2012) und bin nach >15000 km immer noch begeistert. Mein größerer Verbrenner steht schmollend in der Garage und wartet auf die nächste Urlaubsfahrt.
    Für alle E-Autointeressanten muss man aber einfach folgendes deutlich herausstellen: was andere Autos als Warn-Anzeige nehmen (Restreichweite ca.100 km) ist eben beim E-Auto fast die Gesamtstrecke (man sollte ja bei 20% wieder laden)! Ein SUV-Fahrer weiß natürlich nicht, dass man mit den 3 KW der Annehmlichkeiten (Klima, Heckscheibe, Sitz usw.) auch FAHREN könnte, aber ein E-Autofahrer lernt schnell die Sparsamkeit und fährt damit.
    Wer den Unterschied zwischen KW und KWh kennt und prinzipiell umweltbewusste Sparsamkeit lebt, der hat mit dieser Rakete den höchsten Spaß am Autofahren – sowohl im Stau, als auch danach beim Ampelstart; und auf der Landstraße sowieso (Überholen macht Spaß und verblüfft die anderen).

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  • 13. März 2015 um 09:33
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    Für den Preis kauf Dir lieber einen Zoe. Der ist größer, hat also 5 Plätze, hat 30% mehr Reichweite und kann bei dem Preis nicht nur 11kW, sondern bis zu 43 kW schnellladen.
    Ansonsten kann ich die Erfahrungen mit dem elektrisch fahren nur bestätigen. Der Sprit im Verbrenner steht langsam ab. Kann Benzin eigentlich degenerieren?
    Ich fahre jedenfalls nie wieder etwas anderes. Wenn’s geht, nur elektrisch.
    Wenn wir jetzt noch ein anständiges Ladesäulennetz bekommen, bei dem man mit normalen Zahlungsmitteln wie an einer Tankstelle Strom bekommt, kann man auch elektrisch reisen ohne wirkliche Abstriche.

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