Auftaktveranstaltung zum Shell Eco-Marathon – Teil 1 #SEM2015

Am 18. März 2015 war ich von Shell zu der Auftaktveranstaltung für den Eco-Marathon eingeladen worden, bei diesem Wettbewerb geht es darum, mit einem Liter Treibstoff (bzw. dem elektrischen Äquivalent) möglichst weit zu fahren.

Elektroauto aeris vom Team proTRon
Elektroauto aeris vom Team proTRon

Vom 21. bis 24. Mai 2015 wird der Shell Eco-Marathon in Rotterdam stattfinden, am vergangenen Mittwoch gab es eine Auftaktveranstaltung, bei der ein paar Teams ihre Fahrzeuge vorgestellt haben und diese auch testen konnten.

Gerade hier auf Mein-Elektroauto.com werden sich jetzt einige Fragen, warum ich dort war – schließlich haben Shell und Elektromobilität auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun.
Aber bereits seit 1985 gibt es den Shell Eco-Marathon, bei dem es darum geht, mit möglichst wenig Treibstoff, möglichst weit zu kommen. Zusätzlich gibt es in dem Wettbewerb auch Fahrzeuge mit Elektromotoren.

In diesem Jahr ist es der 30. Eco-Marathon, mittlerweile gibt in zwei Kategorien:

Einmal die „UrbanConcept“-Klasse, bei der die Fahrzeuge prinzipiell für den Straßenverkehr geeignet sein müssen und es gibt die „Prototypen“-Klasse, bei der den Teams in Punkto Konstruktion kaum Grenzen gesetzt sind.

In beiden Klassen gibt es zwei Hauptarten von Motoren: Verbrennungs- und Elektromotoren. Bei den Verbrennungsmotor können die Teilnehmer zwischen Benzin, Diesel, Ethanol, synthetischem Diesel aus Erdgas (GTL) oder Erdgas (CNG) wählen. Bei den E-Motoren zwischen Batterie und Brennstoffzelle.

Die Fahrzeuge müssen im Wettkampf 10 Runden auf dem Parcours steuern, um in die Wertung aufgenommen zu werden. Zur besseren Vergleichbarkeit dürfen sie nicht länger als 39 Minuten fahren und die Durchschnittsgeschwindigkeit muss mindestens 25 Kilometer betragen. Nach der Fahrt wird der Kraftstoffverbrauch ermittelt und hochgerechnet, wie weit das Auto mit einem ganzen Liter Kraftstoff oder einer Kilowattstunde Strom gekommen wäre.

Bei dem diesjährigen Eco-Marathon werden 16 Teams mit ihren Fahrzeugen teilnehmen, dazu gehören unter anderem die Teams proTRon (von der Hochschule Trier, Elektroauto) und NAOB (Nicolaus-August-Otto Berufskolleg Köln, Wasserstoffantrieb).

In diesem Jahr haben sich insgesamt 230 Teams aus 30 Ländern in Europa und Afrika für den Wettkampf vom 21. bis 24. Mai in Rotterdam (Niederlande) qualifiziert.

Langsam geht es in die heiße Phase

Am 18. März fand am Safety Center der Shell Rheinland Raffinerie eine Auftaktveranstaltung statt, bei der eine Auswahl an Teams ihre Fahrzeuge vorstellen und testen konnte.
Unter anderem wurde das Team „Schluckspecht“ von der Hochschule Offenburg vorgestellt, welches mit ihrem Fahrzeug in der UrbanConcept-Klasse 390 Kilometer mit einem Liter Diesel fahren konnte.

Bei einer Pressepräsentation haben die geladenen Gäste unter anderem erfahren, dass die ersten Fahrzeuge noch zum Teil aus Holz gebaut worden sind – mittlerweile haben 3D-Drucker und Bauteile aus Kohlefaser Einzug gehalten.

Interessant war, dass Herr Bram Steenks (General Manager Shell Rheinland Raffinerie) sagte, das er davon ausgeht, dass es in Zukunft eine Vielzahl an Antriebskonzepten geben wird – so bezeichnete er Elektroautos Fahrzeuge für Stadt- und Kurzstrecken. Für weite Fahrten wird es seiner Meinung nach, auch in künftiger Zeit Verbrenner geben.

In Teil 2 werde ich das Team proTRon mit seinem Elektroauto aeris vorstellen, in Teil 3 geht es um das Team NAOB mit seinem Wasserstofffahrzeug.

(Zum Thema Transparenz: Für die Veröffentlichung an sich habe ich kein Geld erhalten, mir werden/wurden lediglich die Fahrkosten von Hannover nach Köln erstattet.)

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Kai

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