Aus diesen 5 Gründen haben es Elektroautos in Deutschland so schwer

In anderen Ländern steigen die Verkaufszahlen für Elektroautos schneller als in Deutschland, und das obwohl die meisten deutschen Autohersteller mindestens einen Stromer im Angebot haben.

Strom-Parkplätze am Sitz von Toyota Deutschland. Foto: Auto-Medienportal.Net/Toyota
Strom-Parkplätze am Sitz von Toyota Deutschland.
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Auto-Medienportal.Net/Toyota

Während in anderen Länder, wie zum Beispiel Norwegen, Niederlande und USA die Absatzzahlen für E-Autos schnell steigen, scheint das Wachstum in Deutschland langsamer von statten zu gehen.

Für das langsame Wachstum gibt es in Deutschland 5 Gründe

1. Öffentliche Verkehrsmittel

Die meisten rein elektrisch angetriebenen Autos (BMW i3, VW e-up! oder z.B. smart fortwo ED) werden als das perfekte Stadtauto angepriesen, denn sie benötigen nur Strom und sie sind in der Regel klein und so findet man leichter einen Parkplatz.

Das „Problem“ ist allerdings der öffentliche Nahverkehr, denn gerade in Deutschland sind die öffentlichen Verkehrsmittel gut ausgebaut und auch zuverlässig.
Oft kommt man gerade zu den Hauptverkehrszeiten mit der Straßen- oder U-Bahn schneller als mit dem PKW voran, gleichzeitig sind die Monatstickets im Vergleich zu den Kosten für ein Auto sehr günstig.

 

2. Die fehlenden Lademöglichkeiten für die Städter

In Deutschland wird immer mehr auf regenerative Energien gesetzt und immer mehr Menschen achten bewusst darauf, dass der Strom aus regenerativen Quellen stammt.
Allerdings hilft auch „grüner“ Strom wenig, wenn man damit nicht sein Elektroauto aufladen kann. Denn während die meisten Menschen in den Vororten leicht eine Ladestation in ihrem Carport oder in der Garage installieren lassen könnten, müssen diese oft sparen, weil sie zum Beispiel noch den Hauskredit abbezahlen und sich erst einmal keine teure Anschaffung in Form eines neuen PKW leisten können.
Gleichzeitig wohnen junge Besserverdiener lieber direkt in der City, wo es dann aber keine Stromtankstelle in der Nähe gibt. Und weil fast jeder Mensch meistens den Weg des geringsten Widerstands wählt, kauft sich die Städter lieber einen kleinen Verbrenner (oder ein Monatsticket), anstatt sich mit dem Hauseigentümer (der dem Betreiber der Tiefgarage) auseinander zu setzen.

 

3. Die Preise

In vielen Städten kostet ein Monatsticket für den gesamten Nahverkehr nur etwa 80 bis 97 Euro, wenn man ein Elektroauto leasen will, beginnt die Leasingrate bei etwa 250 Euro (bei 10.000 km pro Jahr), bei dem BMW i3 beginnt die Leasingrate bei 499,97 Euro pro Monat.

Somit werden es sich die meisten Städter zwei mal überlegen, ob sie sich ein Elektroauto kaufen oder doch lieber bei dem Monatsticket bleiben. Allerdings kann man hier vor allem auf die Selbständigen hoffen, welche am Stadtrand wohnen und eine Lademöglichkeit haben, denn die Leasingkosten können bei der Steuer geltend gemacht werden.

Ein weiterer Aspekt ist, dass es in Deutschland keine echte Kaufförderung gibt. In Ländern wie den USA, Niederlande oder Norwegen erhält man eine Vergünstigung von durchschnittlich 5.000 Euro beim Kauf eines Elektrofahrzeugs.

 

4. Die Batteriefrage

Bei einem Stromer macht die Batterieeinheit fast einen Drittel des Kaufpreises aus, bisher können die Autohersteller nicht sagen, wie lange der Stromspeicher genau hält.
Wenn die Akkuzellen mehr und mehr an Kapazität verlieren, sinkt auch die Reichweite. So das man irgendwann nur noch halb so weit, wie nach dem Kauf fahren kann.
Aber die Autohersteller bieten oft eine Garantie an, welche besagt, dass die Batterie mindestens 100.000 Kilometer (oder eine bestimmte Anzahl an Jahren) hält und die Kapazität nicht unter 70 % sinkt. Wenn einzelne Akkuzellen der Batterieeinheit ausfallen, fällt dies oft bei einer Kontrolle auf – ob die defekt Zelle gewechselt wird, hängt vom Hersteller ab.Das positive ist, dass die Stromspeicher nach ihrem Einsatz im E-Auto noch als Stromspeicher für regenerative Energien eingesetzt werden können.

 

5. Zu wenig Werbung

 

Die Deutschen gelten als skeptisch und neue Dinge haben es oft schwer, um dies zu ändern sind die Autohersteller gefragt. Hier sollten die Unternehmen viel mehr auf Werbung setzen und auch kostenlose Testaktionen anbieten, denn viele Testfahrer sind vom ersten Moment begeistert.
So ließen sich die Vorurteile bezüglich der Reichweite leicht entkräften.

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smart fortwo Electric Drive

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Kai

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3 Gedanken zu „Aus diesen 5 Gründen haben es Elektroautos in Deutschland so schwer

  • 11. Februar 2015 um 18:36
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    Kann diesen Einschätzungen kaum zustimmen – denke, dass die meisten Punkte völlig irrelevant sind (öffentl. Verkehr, Batteriefrage, Werbung). Man muss sich nur anschauen, was in den Ländern, in denen viele E-Autos gekauft werden, so grundsätzlich anders läuft:

    • Kaufpreis: es gibt in Deutschland keinen relevanten finanziellen Anreiz beim Kaufpreis
    • Kosten Strom: Deutschland hat sehr hohe Strompreise (warum eigentlich?) und zu billigen Benzin/Diesel
    • nicht einmal die deutsche Autoindustrie forciert das E-Auto – oder veröffentlicht Kommentare, dass dies dzt. keine adäquate Lösung sei
    • vielleicht auch der hohe Autobahnanteil mit hohen Durchschnittsgeschwindigkeiten?

    Viele verhalten sich ja wie Lemminge – wenn ein paar einmal vorausgehen und E-Autos fahren, springen später auch viele andere über – fragt sich nur, wie lange das in Deutschland braucht…

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  • 12. Februar 2015 um 11:05
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    Wer ist bitte der/die VerfasserIn? So schlechte Recherchen sind „Karnevalsreif“ = kein PresseVORzeiger+++

    Hintergrund: Elektromobilität wurde in der VergangenHEIT (=Klartext) bewusst „schlechtgeredet“ vom Lager der „Thermischen Antriebe“ verteufelt (auch in USA EV1 GM(TM)(R) (c) . Die Fossile Lobby & Weniger-WERT- SteuerInnen Ihre (?vergangene?) Macht zukunftsverbauend und CSR-Klimafeindlich – gemeinwohlschädlich- missbraucht (c) Helau (c)

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  • 12. Februar 2015 um 11:08
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    KLARTEXT? Auf welcher PAYROLL stehen Sie bitte ?

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