Die Autowelt steht unter Strom

(29.01.2013)

Green thinking – ein Ausdruck, der unterdessen jedem ein Begriff sein sollte.

Für ein erfolgreiches Konzept rund um das Elektroauto, Ladestationen und etc. sind viele Fachkräfte nötig - daher sind Experten im Bereich Elektromobilität gefragt. Bildquelle:Christian-Nitz Fotolia.com
Für ein erfolgreiches Konzept rund um das Elektroauto, Ladestationen und etc. sind viele Fachkräfte nötig – daher sind Experten im Bereich Elektromobilität gefragt. Bildquelle:Christian-Nitz Fotolia.com

In Zeiten von Ozonloch, UN-Klimakonferenz und Meldungen über den Weltuntergang verwandelt sich noch so mancher Mülltrennungsgegner in einen Vollwertöko. Haushaltsgeräte und Dinge des täglichen Lebens, vom Handylader bis hin zum Spielzeug, gibt es bereits als energiesparend, solarbetrieben oder ökologisch vollkommen korrekt. Doch die Welle schwappt deutlich weiter als in die eigenen vier Wände oder das Büro.

Elektromobilität ist das Stichwort. Ob E-Bike oder Elektroauto – fast jeder Hersteller versucht, mit einem eigenen so genannten „Zero Emission Vehicle“ auf der Welle mitzureiten. Um den Deckel draufzusetzen, gibt es dazu noch die passenden Energiesparreifen. Verschiedene Reifenhändler wie zum Beispiel tirendo.de bieten eine Vielzahl von Modellen an, mit denen sich zusätzlich Bares sparen lässt. Und das Prinzip funktioniert. Elektromobile mit dem dazugehörigen Equipment erfreuen sich stetig steigender Beliebtheit. Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, dass im Jahre 2020 bereits eine Millionen Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen rollen sollen. Längst sind batteriebetriebene Vier- und Zweiräder im Rahmen des Klimaschutzes nicht nur deswegen interessant, weil sie ohne Erdöl und CO2-Ausstoß fahren; sie nehmen auch im Rahmen der Energiewende eine wichtige Rolle ein. Das große Problem schlägt sich bisher noch in der noch geringen Reichweite und den langen Akkuladezeiten nieder. Aus diesem Grunde werden oftmals Hybridfahrzeuge mit Elektromotor favorisiert. Hier erlaubt die Kombination von Elektroantrieb, Generator, Akkumulator und Verbrennungsmotor eine große Reichweite – unabhängig von jeweiligen Aufladepunkten. So steht auch der nächsten Urlaubsreise nichts mehr im Wege.

Möglichkeiten gibt es viele: Der Fahrer kann das eigene Auto direkt zu Hause, im Büro oder sogar im Parkhaus an einer einfachen Steckdose aufladen. Hierzulande gibt es unterdessen mehr als 1.000 mögliche „Tankstellen“ – Tendenz steigend, jedoch überwiegend in größeren Ballungsgebieten, was die positive Bilanz ein wenig trübt. Das System ist sehr einfach und unterscheidet sich von einer normalen Tankstelle nur durch die Ladezeit. Das Aggregat des Autos wird durch ein Kabel mit dem Fahrzeug verbunden. Und dann heißt es warten – bis zu acht Stunden, abhängig von der Leistung der Stromquelle. Selbst für eine Schnellladung sind mindestens 30 Minuten einzuplanen und dann wird der Akku höchstens zu 85% gefüllt, um einer Überlastung vorzubeugen. Ein klarer Vorteil liegt jedoch in den Kosten, denn das „Tanken“ ist an den meisten Punkten kostenlos oder zumindest sehr günstig, was es vor allem für Vielfahrer sehr attraktiv macht.

Die laufenden Kosten für eine Elektrotankstelle sind sehr gering. Jeder braucht in der Regel nur eine geringe Menge Strom. Außerdem kommt das verschleißarme System mit einfachsten Mitteln und ohne aufwändige Technik aus, was die Kosten für den Betreiber senkt.

Als problematisch stellt sich der Punkt der Netzauslastung dar, denn eine stark steigende Anzahl an E-Tankstellen sind eine große Belastung für das örtliche Netz. Aus diesem Grund sollten Fahrzeuge nach Möglichkeit nachts oder zu Zeiten geladen werden, an denen ein Überschuss an alternativen Energien produziert wird – z.B. in sonnenreichen Sommern. Dann können Fahrzeuge in nachfragearmen Zeiten sogar als Netzpuffer dienen, sodass nicht so viel Energie verloren geht.

Insgesamt bedarf es aber noch viel Forschung im Bereich der Elektromobilität. Eine gute und zukunftsweisende Möglichkeit stellt ein Modellprojekt in Berlin-Charlottenburg dar – ein Effizienzhaus-Plus, welches autark vom hiesigen Stromnetz ist. Unter dem Motto „Mein Haus – Meine Tankstelle“ gibt es vor der Tür neben diversen Hochleistungssteckdosen auch ein induktives Ladesystem, welches mit dem Tanken beginnt, sobald das Auto darauf geparkt wird – der Nutzer muss keine lästigen Kabel mehr anschließen. Versorgt werden diese vom eigen produzierten Strom – ein System, was in Zukunft des Öfteren in Betracht gezogen werden sollte.

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Kai

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