In Deutschland gibt es immer mehr Hybrid- und Elektroautos – aber welches ist das erfolgreichste Modell?
Die erfolgreichsten Elektroautos in Deutschland im Jahr 2011.
Seit dem Jahr 2010 erlebt das Elektroauto und das Hybridauto wieder eine Renaissance, nach fast 2 Jahren fragt man sich, welches ist das bisher meist zugelassene Modell?
Im Jahr 2011 wurden in Deutschland insgesamt 2.154 Elektroautos zugelassen, da Mitsubishi sein i-MiEV seit Ende 2010 auch in Deutschland anbietet, konnte der japanische Hersteller Platz 1 mit 683 verkauften Modellen ergattern. Das Schwesternmodell iOn von Peugeot wurde 208 mal verkauft.
Die Rangliste sieht bei dem Elektroauto also wie folgt für das Jahr 2010 aus:
Man darf bei diesen Zahlen nicht vergessen, das es sich um Zahlen aus dem Jahr 2010 handelt und das es einige Modelle gar nicht so zu kaufen oder zu leasen gibt. Dazu zählt eindeutig der Blue-e-Motion von VW, dieser wird wahrscheinlich erst ab 2013 zu kaufen bzw. zu leasen sein.
Bei den bisherigen Modellen, welche beim KFB angemeldet worden sind, handelt es sich um Testfahrzeuge, welche zum Beispiel in der Autostadt Probegefahren werden können.
Das Elektroauto Opel Ampera bzw. der Chevrolet Volt sind in dieser Statistik nicht zu finden, weil sie beim KFB als Plug-In Hybrid bzw. Hybridauto gelten.
Der ADAC startet eine Rallye mit Elektroautos, die eRallye führt durch Südtirol und man kann sich sogar noch bewerben.
Bei der eRallye können auch 5 Elektroautos des Typ Nissan Leaf gefahren werden.
Bei der eRallye geht es vom 22. bis 27. September 2012 durch Südtirol, es können sich jeweils Zweier-Teams bewerben. Insgesamt werden dann 40 Teilnehmer mit 20 Elektrofahrzeugen (5 Opel Ampera, 5 Nissan Leaf, 5 Peugeot iOn und 5 Smart Electric Drive) gegeneinander antreten und eine schöne Zeit bei der fünftägigen Rundreise erleben können.
Das Ziel ist es, vorgegebene Etappen mit einem möglichst geringem Stromverbrauch zu absolvieren. Gleichzeitig müssen die Teilnehmer bestimmte Strecken in einer vorgegebenen Durchschnittsgeschwindigkeit fahren. Bei den Fahrten wird ein ADAC Techniker den Stromverbrauch jedes E-Autos messen und so Effizienz und Alltagstauglichkeit der Teams und der Fahrzeuge prüfen.
Neben dem sparsamen Fahren müssen die Teilnehmer bei jeder Etappe Fragen zu Land und Leuten beantworten.
Die Etappen und der Zeitplan:
Sa, 22.09.2012: Individuelle Anreise nach Bozen und Begrüßung
Tag 1 So, 23.09.2012 / 68,7 km
Bozen / Safety Park (Kennenlernen der Fahrzeuge und Fahrtraining) Bozen / Ritten – Welschnofen – Karersee – Tiers – Bozen
Tag 4 Mi, 26.09.2012 / 157,7 km
Meran – Sulden – Prad – Schluderns – Glurns – Prad – Meran
Tag 5 Do, 27.09.2012 / 151,5 km
Meran – St. Leonhard in Passeier – Jaufenpass – Brixen – Bozen / Safety Park
Fr, 28.09.2012: Individuelle Rückreise oder Verlängerung
(Quelle: ADAC)
Wer sich bewerben will, muss sich dem ADAC für die Rallye bewerben. Es muss begründet werden, warum der Partner und man selbst genau der richtige ist, auch ein kurzer Lebenslauf und ein Foto werden benötigt – man kann sich auch via Youtube bewerben
Eine Jury aus Vertretern von Südtirol und ADAC wird die Teilnehmer auswählen, bis auf die Reisekosten zu dem Startort entstehen einem keine kosten.
Die eRallye klingt auf jeden Fall nach einer Menge Spaß, wer also ein Elektroauto mal wirklich ausgiebig testen möchte, kann sich gerne bewerben.
Hier geht es zu der ADAC-Seite mit den Anmeldedaten: Klick
Da die Nachfrage nach Elektroautos schleppend verläuft, werden diese zum Teil mit hohen Rabatten verkauft.
Händler können bei einer großen Abnahme von Elektroautos auf satte Rabtte hoffen. Hier ist das E-Auto Peugeot iOn zu sehen. Bildmontage, Foto des iOn von Peugeot/Hersteller
Um den Absatz von Elektroautos zu erhöhen, startet der französische Autoriese PSA Peugeot Citroën nun massive Sonderaktionen in Europa, um den Verkauf anzukurbeln.
Im Jahr 2011 hatten die Franzosen nur etwa 200 E-Autos in Deutschland verkaufen können, nur 10 davon gingen an Privatkunden. Deshalb senkt PSA-Chef Philippe Varin jetzt den Preis für die Elektroautos PeugeotiOn und Citroën C-Zero von ursprünglich 35.000 auf 29.000 Euro.
Auch andere EAutos werden günstiger, so wird der Citroën Berlingo First Electric von Händlern in Süddeutschland in großen Stückzahl bereits für 19.500 Euro angeboten, zu Beginn mussten Privatpersonen noch bis zu 50.000 Euro ausgeben – in wie weit die Händler die Rabatte an die Kunden weitergeben, bleibt abzuwarten.
Bei dem Elektroauto Citroën Berlingo First Electric kostete die Batterieeinheit alleine schon bis zu 20.000 Euro. Bei den Elektrofahrzeugen handelt es sich laut eines Verkäufers aus Rosenheim um einen Restposten von 250 Neuwagen, welche von Citroën Deutschland übernommen worden sind.
Citroën bestätigt die Angaben, es handelt sich demnach um Fahrzeuge, die für die französische Post bei Venturi in Monaco auf Elektroantrieb umgestellt worden seien. Es wurden mehr Autos mit einem Verbrennungsmotor zu einem Elektroauto umgerüstet worden, um Skaleneffekte zu erzielen, wurden mehr Autos umgebaut, als geordert worden waren.
Aber in Norddeutschland gibt es Händler, welche E-Autos direkt aus Spanien E-Autos mit Tageszulassung importieren. Dank einer Kaufprämie vom Staat in Höhe von 6.000 Euro sind die elektrisch betriebenen Autos dort günstiger.
Bisher werden viele Elektroautos von Firmenkunden gekauft, diese nutzen die umweltschonenden Autos überwiegend zur Imagebildung. Dieser Trend zeigt sich auch bei dem EAuto Opel Ampera, laut Opel sind 60 Prozent der Käufer (6.000 Bestellungen liegen dem Autobauer vor) Geschäftskunden geliefert.
Man kann kein neues Produkt in null Komma nichts auf dem Markt etablieren. Dafür brauchts es ein paar Jahre.
Für die meisten privaten Käufer sind EV (Electric Vehicle) noch zu teuer, so können diese darauf hoffen, das der Herstellungsprozess der Akkuzellen immer weiter verbessert wird, denn so kann das teuerste Element am Elektroauto – nämlich die Batterie günstiger werden.
Zusätzlich bleibt zu hoffen, das es zusätzlich seitens der Bundesregierung eine Kaufprämie wie in vielen Ländern geben wird.
Bei dem Kauf von Elektroautos sind die Menschen in Deutschland und Frankreich ähnlich zurückhalten.
Bei dem Umsatz im Bereich Elektroauto ging ein Großteil auf das Konto von Autolib. Bildquelle: Autolib
Noch sind die Deutschen bei dem Kauf von Elektroautos eher zurückhaltend, aber auch in anderen Ländern – wie zum Beispiel Frankreich – warten die Menschen noch ab. Im Februar 2012 wurden nur 406 Elektroautos von Franzosen gekauft, in Prozenten bedeutet dies, dass die E-Autos am Gesamtabsatz gerade mal 0,25 Prozent ausmachen.
Bei dieser relativ hohen Summe sind jedoch auch Elektroautos enthalten, welche für ein Carsharing-Modell gekauft worden sind. Es handelt sich hierbei um 290 „BlueCars“ , die nicht nur 71,4 Prozent Anteil an den Elektromodellen ausmachen, sondern allein für das Pariser Carsharing-Modell „Autolib“ gedacht sind – das bei den Franzosen ebenfalls noch nicht so recht angenommen wird.
Neben dem BlueCar machen andere Autos mit Elektroantrieb erscheinen die anderen Elektroautos eher unscheinbar, dazu gehören:
Allerdings gibt es im Bereich Hybridauto erfreuliches zu berichten, denn im Februar wurden 1.174 Modelle verkauft. Autogasautos (LPG) kamen insgesamt nur auf nur auf 202 Verkäufe.
Diese Zahlen zeigen, dass derzeit der Anteil der Autos mit einem Verbrennungsmotor den Hauptteil ausmachen: Die sogenannten Benziner kamen auf 24,9 Prozent, ganz weit oben sind Fahrzeuge mit Diesel als Treibstoff – hier lag der Anteil bei stolzen 73,6 Prozent.
Es bleibt zu hoffen, dass die Preise für Elektroautos rasch sinken, denn nur so werden auch wirklich mehr von den Elektrofahrzeugen verkauft.
Das Elektroauto Ampera von Opel hat gleich bei seiner ersten Teilnahme an der Rallye Monte Carlo für alternative Antriebe den ersten Platz erzielt.
Bildquelle: Opelblog/Youtube
Der Opel Ampera hat bei seiner ersten Teilnahme die 13. Ausgabe der Internationalen Rallye Monte Carlo für Elektroautos und alternative Antriebe gewonnen, insgesamt platzierten sich 4 Ampera unter den Top 10.
Rang 1 nach 3 Wettkampftagen rund um das Fürstentum an der Côte d’Azur belegte das französische Duo mit Bernard Darniche und Joseph Lambert, neben dem Gesamtsieger fuhren Charlotte Berton und Olivier Sussot mit Platz 3 ebenfalls auf dasPodest. Jean-Claude Andruet mit Patrick Lienne als 7. sowie Hanns Werner Wirth und Daniel Riesen als 8. komplettierten das hervorragende Abschneiden der Ampera-Mannschaft.
Teilgenommen haben insgesamt rund 130 Teilnehmer, 6 davon waren werksunterstützte Ampera dazu gesellte sich ein Privatteam, welches mit dem Elektroauto von Opel dabei war. Das französische Duo setzte sich gegen die Konkurrenz aus mehr als 30 Herstellern durch.
Neben dem Ampera waren auch andere Elektroautos Angetreten , unter anderem:
Zu dem Erfolg des Elektroauto Opel Ampera sagt Enno Fuchs, (Direktor Elektromobilität bei der Adam Opel AG):
“Der Erfolg in dieser Vielseitigkeitsprüfung zeigt eindrucksvoll, dass der Ampera sowohl im automobilen Alltag als auch unter extremen Bedingungen der Konkurrenz überlegen ist”[...]
“Dieser Sieg, zumal beim Debüt, unterstreicht einmal mehr unsere Führungsrolle bei den alternativen Antrieben.”
Bei der “Rallye Monte-Carlo des Énergies Nouvelles” handelt es sich mittlerweile um das älteste Motorsport-Ereignis für Fahrzeuge mit alternativen Antrieben, seit 1995 organisiert der Automobilklub von Monaco die Veranstaltung.
Von den 3 Startorten Annecy-le-Vieux, Clermont-Ferrand und Lugano führte die Rallye zunächst über 550 Kilometer via Digne-les-Bains, der Hauptstadt des Départements Alpes-de-Haute-Provence, nach Monaco.
Am 2. Tag legten die Teams über 270 Kilometer auf der Originalstrecke der Rallye Monte Carlo in den französischen Seealpen zurück, an beiden Tagen mussten die Teams in Gleichmäßigkeitswertungen ihr Können unter Beweis stellen. Bei den Gleichmäßigkeitsfahrten lag der Fokus auf Verbrauch und effizienter Fahrweise. Mittels eines Quotienten aus Fahrzeuggewicht, CO2-Ausstoß, Energiedichte des Kraftstoffs und Verbrauch errechneten die Veranstalter vergleichbare Werte und damit das Gesamtklassement.
Das Elektroauto Opel Ampera ist das erste Elektroauto mit einem Range-Extender (Reichweitenverlängerer), welches in großen Stückzahlen hergestellt wird. Der Elektromotor wird stets elektrisch angetrieben, ein Lithiumionen-Akku mit 16 kWh Kapazität versorgt den 111 kW (150 PS) starken Elektromotor mit Energie.
Abhängig vom Fahrstil und Einsatzbedingungen lassen sich bei voller Batterieladung 40 bis 80 Kilometer im reinen Batteriebetrieb und somit emissionsfrei zurücklegen. Das elektrische Antriebssystem des Ampera bietet ein Drehmoment von 370 Newtonmetern, die direkt zur Verfügung stehen und eine Beschleunigung aus dem Stand auf Tempo 100 in rund 9 Sekunden ermöglichen. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 161 km/h.
Leider ist das Elektroauto Opel Ampera (wie die anderen Elektrofahrzeuge auch) im Vergleich zu einem Auto mit einem Verbrennungsmotor vergleichsweise teuer, so muss man etwa 40.000 Euro bezahlen. Jedoch muss man auch beachten, dass es in Deutschland im Gegensatz zu vielen anderen Ländern (wie USA, Frankreich, etc.) keine Kaufprämie vom Staat bezahlt wird.
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