Bei dem Kauf von Elektroautos sind die Menschen in Deutschland und Frankreich ähnlich zurückhalten.
Bei dem Umsatz im Bereich Elektroauto ging ein Großteil auf das Konto von Autolib. Bildquelle: Autolib
Noch sind die Deutschen bei dem Kauf von Elektroautos eher zurückhaltend, aber auch in anderen Ländern – wie zum Beispiel Frankreich – warten die Menschen noch ab. Im Februar 2012 wurden nur 406 Elektroautos von Franzosen gekauft, in Prozenten bedeutet dies, dass die E-Autos am Gesamtabsatz gerade mal 0,25 Prozent ausmachen.
Bei dieser relativ hohen Summe sind jedoch auch Elektroautos enthalten, welche für ein Carsharing-Modell gekauft worden sind. Es handelt sich hierbei um 290 „BlueCars“ , die nicht nur 71,4 Prozent Anteil an den Elektromodellen ausmachen, sondern allein für das Pariser Carsharing-Modell „Autolib“ gedacht sind – das bei den Franzosen ebenfalls noch nicht so recht angenommen wird.
Neben dem BlueCar machen andere Autos mit Elektroantrieb erscheinen die anderen Elektroautos eher unscheinbar, dazu gehören:
Allerdings gibt es im Bereich Hybridauto erfreuliches zu berichten, denn im Februar wurden 1.174 Modelle verkauft. Autogasautos (LPG) kamen insgesamt nur auf nur auf 202 Verkäufe.
Diese Zahlen zeigen, dass derzeit der Anteil der Autos mit einem Verbrennungsmotor den Hauptteil ausmachen: Die sogenannten Benziner kamen auf 24,9 Prozent, ganz weit oben sind Fahrzeuge mit Diesel als Treibstoff – hier lag der Anteil bei stolzen 73,6 Prozent.
Es bleibt zu hoffen, dass die Preise für Elektroautos rasch sinken, denn nur so werden auch wirklich mehr von den Elektrofahrzeugen verkauft.
Das Elektroauto Ampera von Opel hat gleich bei seiner ersten Teilnahme an der Rallye Monte Carlo für alternative Antriebe den ersten Platz erzielt.
Bildquelle: Opelblog/Youtube
Der Opel Ampera hat bei seiner ersten Teilnahme die 13. Ausgabe der Internationalen Rallye Monte Carlo für Elektroautos und alternative Antriebe gewonnen, insgesamt platzierten sich 4 Ampera unter den Top 10.
Rang 1 nach 3 Wettkampftagen rund um das Fürstentum an der Côte d’Azur belegte das französische Duo mit Bernard Darniche und Joseph Lambert, neben dem Gesamtsieger fuhren Charlotte Berton und Olivier Sussot mit Platz 3 ebenfalls auf dasPodest. Jean-Claude Andruet mit Patrick Lienne als 7. sowie Hanns Werner Wirth und Daniel Riesen als 8. komplettierten das hervorragende Abschneiden der Ampera-Mannschaft.
Teilgenommen haben insgesamt rund 130 Teilnehmer, 6 davon waren werksunterstützte Ampera dazu gesellte sich ein Privatteam, welches mit dem Elektroauto von Opel dabei war. Das französische Duo setzte sich gegen die Konkurrenz aus mehr als 30 Herstellern durch.
Neben dem Ampera waren auch andere Elektroautos Angetreten , unter anderem:
Zu dem Erfolg des Elektroauto Opel Ampera sagt Enno Fuchs, (Direktor Elektromobilität bei der Adam Opel AG):
“Der Erfolg in dieser Vielseitigkeitsprüfung zeigt eindrucksvoll, dass der Ampera sowohl im automobilen Alltag als auch unter extremen Bedingungen der Konkurrenz überlegen ist”[...]
“Dieser Sieg, zumal beim Debüt, unterstreicht einmal mehr unsere Führungsrolle bei den alternativen Antrieben.”
Bei der “Rallye Monte-Carlo des Énergies Nouvelles” handelt es sich mittlerweile um das älteste Motorsport-Ereignis für Fahrzeuge mit alternativen Antrieben, seit 1995 organisiert der Automobilklub von Monaco die Veranstaltung.
Von den 3 Startorten Annecy-le-Vieux, Clermont-Ferrand und Lugano führte die Rallye zunächst über 550 Kilometer via Digne-les-Bains, der Hauptstadt des Départements Alpes-de-Haute-Provence, nach Monaco.
Am 2. Tag legten die Teams über 270 Kilometer auf der Originalstrecke der Rallye Monte Carlo in den französischen Seealpen zurück, an beiden Tagen mussten die Teams in Gleichmäßigkeitswertungen ihr Können unter Beweis stellen. Bei den Gleichmäßigkeitsfahrten lag der Fokus auf Verbrauch und effizienter Fahrweise. Mittels eines Quotienten aus Fahrzeuggewicht, CO2-Ausstoß, Energiedichte des Kraftstoffs und Verbrauch errechneten die Veranstalter vergleichbare Werte und damit das Gesamtklassement.
Das Elektroauto Opel Ampera ist das erste Elektroauto mit einem Range-Extender (Reichweitenverlängerer), welches in großen Stückzahlen hergestellt wird. Der Elektromotor wird stets elektrisch angetrieben, ein Lithiumionen-Akku mit 16 kWh Kapazität versorgt den 111 kW (150 PS) starken Elektromotor mit Energie.
Abhängig vom Fahrstil und Einsatzbedingungen lassen sich bei voller Batterieladung 40 bis 80 Kilometer im reinen Batteriebetrieb und somit emissionsfrei zurücklegen. Das elektrische Antriebssystem des Ampera bietet ein Drehmoment von 370 Newtonmetern, die direkt zur Verfügung stehen und eine Beschleunigung aus dem Stand auf Tempo 100 in rund 9 Sekunden ermöglichen. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 161 km/h.
Leider ist das Elektroauto Opel Ampera (wie die anderen Elektrofahrzeuge auch) im Vergleich zu einem Auto mit einem Verbrennungsmotor vergleichsweise teuer, so muss man etwa 40.000 Euro bezahlen. Jedoch muss man auch beachten, dass es in Deutschland im Gegensatz zu vielen anderen Ländern (wie USA, Frankreich, etc.) keine Kaufprämie vom Staat bezahlt wird.
Für Elektroautos und andere alternative Antriebe wurde bei der berühmten Rallye Monte Carlo eine eigene Kategorie geschaffen.
Bildquelle: Automobile Club De Monaco
Vom 22. bis zum 25. März findet die 13. Rallye Monte Carlo für Elektroautos und andere alternative Antriebe statt, es gibt insgesamt 4 Kategorien:
Category III: Electrically powered series production vehicles (Elektrofahrzeuge aus Serienproduktion) Category IIIA: Electrically powered series production vehicles for daily use (Elektrofahrzeuge aus Serienproduktion für den täglichen Einsatz) Category VII: Hybrid electrical vehicles (Hybridautos) Category VIII: Other alternative energy vehicles (Andere mit alternativen Kraftstoffen angetriebene Fahrzeuge)
Es starten bei der Rallye bekannte Elektroautos wie:
Bei der Rallye müssen die Fahrzeuge 163 Kilometer durch Monaco und über kurvenreiche Straßen der französischen Seealpen zurückgelegt werden, zusätzlich gibt es zwei Gleichmäßigkeitswertungen und ein Handlingtest.
Die „Rallye Monte Carlo Energies Nouvelles“ ist das älteste Motorsport-Ereignis für Fahrzeuge mit alternativen Antrieben, organisiert wird die berühmte Veranstaltung vom Automobilklub von Monaco. Die erste Rallye gab es im Jahr 1995, bereits im Jahr 2011 nahmen mehr als 110 Teams teil.
Das Ziel der Rallye ist es, die Alltagstauglichkeit der neuen Antriebstechnologien unter Beweis zu stellen. Neben Gleichmäßigkeitsfahrten liegt der Fokus deshalb auf Verbrauch und Handling.
Durch einen Quotienten aus Fahrzeuggewicht, CO2-Ausstoß, Energiedichte des Kraftstoffs und Verbrauch werden vergleichbare Werte und das Gesamtklassement errechnet.
Der Autohersteller Renault hat sein viertes Elektroauto vorgestellt, es handelt sich hierbei um das Modell Zoe.
Bildquelle: Renault
Bisher gibt es 4 Elektroauto-Modelle von Renault, auf dem Autosalon Genf (8. bis 18. März 2012) wurde nun Zoe der Weltöffentlichkeit präsentiert.
Bei dem neusten E-Auto des französischen Herstellers handelt es sich um einen Kompaktwagen mit einer Reichweite von etwa 210 Kilometern, das gute daran ist, dass das Elektrofahrzeug bereits Ende 2012 in Deutschland auf den Markt kommen soll.
Die 3 vorherigen Modelle werden auch derzeit in Genf präsentiert:
Im Gegensatz zu den Vorgängerfahrzeugen verfügt das Elektroauto Zoe über einen sogenannten “Range Optimizer”, dieser soll dafür sorgen, das man bis zu 210 Kilometer weit fahren kann.
Durch diesen sollen Reichweitenschwankungen, die durch Streckenprofil und Außentemperatur auftreten, vermieden werden. Gleichzeitig wurde die Rekuperation – also die Rückgewinnung von Bewegungsenergie – optimiert. Ein weiterer Schritt ist die Veränderung der Innenraumklimatisierung, diese arbeitet nach dem Prinzip einer Wärmepumpe und soll so weniger Energie benötigen.
Als Antrieb dient Zoe ein 65 kW (88 PS) starken Elektromotor, welcher über einen Drehmoment von 220 Newtonmetern verfügt.
Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 135 km/h, technisch wäre eine höhere Geschwindigkeit möglich – jedoch wurde diese für eine größere Reichweite elektronisch abgeriegelt.
Für die nötige Energie sorgt eine Lithiumionen-Batterieeinheit, welche es in 3 verschiedenen Größen zu leasen gibt.
Dank des Ladesystems „Chamäleon“ kann der Stromspeicher des Elektroauto Zoe mit jeder Ladungsleistung bis 43 kW aufgeladen werden. Möglich ist die Standardladung mit 230-Volt-Haushaltsstrom in 9 Stunden oder eine Schnellladung mit 400 Volt in nur 30 Minuten.
Der Kaufpreis beginnt bei 20.600 Euro, die höher ausgestatteten Varianten Zen und Intens kosten mindestens 22.400 Euro und haben digitale und interaktive Services an Bord, sowie ein erweiterbares Multimedia-System und einen Ionisator zur Luftreinigung und Entspannung, wie der Hersteller mitteilte.
Zoe hat als erstes Renault-Modell das neue Online-System Multimedia Renault R-Link an Bord, damit lassen sich spezielle Applikationen aus dem neu geschaffenen R-Link Internet Store herunterladen. Die Steuerung erfolgt wahlweise über den 7″-Touchscreen-Monitor, die Lenkradfernbedienung oder per Spracherkennung.
Zur Optimierung der Reichweite gibt das System unter anderem Auskunft über den aktuellen Energieverbrauch und zeigt den Energiefluss an. Das integrierte Navigationssystem schlägt auf Wunsch die energieeffizienteste Route vor und weist auf Ladestationen hin. Über das Ladesystem “Chamäleon” lässt sich der ZOE zudem mit 400 Volt innerhalb von 30 Minuten aufladen.
In ihrer Heimat Frankreich kostet Zoe übrigens dank staatlicher Subvention nur etwa 15.000 Euro, jedoch muss man auch dort den Stromspeicher für 70 Euro pro Monat leasen.
Ich muss zugeben, der sogenannte Range Optimizer interessiert mich schon sehr und ich würde Zoe gerne mal einen Monat testen.
Elektroautos können im Winter wie die Autos mit einem Verbrennungsmotor unter eisiger Kälte leiden.
(Bildquelle: Alaska-in-Pictures.com)
Dieser Winter war zwar nicht lang, aber dafür war er mancher Orts ungewöhnlich kalt – bei den tiefen Minustemperaturen kann auch die Reichweite des Elektroautos unter den Temperaturen leiden.
Die Zeitschrift „AUTO BILD“ hat die aktuellen 5 Elektrofahrzeuge in seiner aktuellen Ausgabe getestet, je nach Modell sinkt die Reichweite von 7 bis 58 Prozent.
Im Rahmen des Tests wurde geprüft, wie weit ein E-Auto bei minus 14 Grad mit einer Batterieladung fahren kann.
Bei den Testkandidaten handelte es sich um:
Nissan Leaf, bei minus 14C° verfügt das Elektroauto Leaf nur noch über 45Prozent (75 Kilometer Reichweite) gegenüber der Reichweite bei Idealtemperatur (ca. 21 bis 23C°) – wo diese bei ca. 160 Kilometern liegt.
Mitsubishi i-MiEV,bei eisigen Temperaturen verfügt der i-Miev nur noch über 49 % seiner ursprünglichen Reichweite von ca. 140 Kilometern.
Renault Fluence: Normalerweise erreicht er 185 Kilometer Reichweite, bei -14C waren es nur noch 78 Kilometer (-58 %).
Smart Electric Drive : Die zweistelligen Minustemperaturen haben für einen Reichweitenverlust von 39 Prozent gesorgt, bei der Idealtemperatur kann man mit ihm ca. 115 Kilometer weit fahren – 70 Kilometer sind es nur noch bei -14C°.
Karabag New 500 E : Der Karabag verliert etwa 20 % an Reichweite, im Winter verfügt man nur noch über eine Reichweite von etwa 112 Kilometern; Bei der Idealtemperatur sind es 140 Kilometer.
Jedoch verfügt der Fiat 500 Karabag nicht über eine elektrische Heizung, sondern über eine kleine Benzinzusatzheizung.
So verliert dieser zwar 20 Prozent aufgrund der kalten Batterie an Reichweite, der Malus sind die zusätzlichen Kosten und die 0,5 Liter Benzinverbrauch pro Stunde. Zumindest im Winter verliert er dann seine Emissionsreinheit (keine Schadstofffilterung). Dies ist jedoch spätestens dann verschmerzbar, wenn man in einem Stau steht – denn der Karabag kann bis zu 15 Stunden heizen, ohne dass die Restreichweite leiden müsste.
Für den Reichweitenverlust der Elektroautos sind zwei Faktoren verantwortlich:
Der erste Faktor ist die Batterieeinheit, genauer gesagt das Elektrolyt, hierbei handelt es sich um die Substanz, die innerhalb einer Akkuzelle einer Batterieeinheit die Stromleitung zwischen Minus- und Pluspol sorgt. Je kälter das Elektrolyt wird, umso dickflüssiger wird es, dadurch laufen auch die elektrochemischen Prozesse langsamer ab. Dies hat zur Folge, dass der so genannte Innenwiderstand der Akkuzelle erhöht wird, so kann die einzelne Akkuzelle weniger Strom und damit Leistung lieferern.
Auch kann bei den herkömmlichen Lithiumionen-Akkuzellen das Elektrolyt bei einer Temperatur unterhalb von minus 20 Grad sogar einfrieren, besonders kältestabile Elektrolyte sind auch bei Temperaturen bis zu minus 50 Grad funktionsfähig, trotzdem verliert die Zelle an verfügbarer Kapazität.
Um diesen Problemen entgegen zu wirken, müssten die Akkuzellen erwärmt werden – dies bedeutet gleichzeitig eine Einschränkung der Reichweite. Das Problem kann auch vermieden werden, in dem das Elektroauto (bzw. nur das Batteriepaket) –wenn es an das Stromnetz angeschlossen ist – bei Minustemperaturen mit einer Standheizung erwärmt wird.
Elektrische Verbraucher im Elektroauto schmälern die Reichweite zusätzlich
Der zweite Faktor sind die elektrischen Verbraucher im Elektrofahrzeug, gerade in der dunklen und kalten Jahreszeit laufen so gut wie alle Verbraucher, angefangen vom Licht bis hin zur Heizung. Und gerade die die elektrische Innenraum-Heizung benötigt besonders viel Strom, denn sie leistet bis zu vier Kilowatt. Wenn man davon ausgeht, das die Batterieeinheit über eine Kapazität von 16 Kilowattstunden verfügt, kann alleine die Heizung die Batterie des E-Auto in 4 Stunden entleeren, ohne dass man mit dem Elektrofahrzeug überhaupt gefahren ist.
Es zeigt sich, das man im Winter auf jeden Fall darüber nachdenken sollte, wie man sein Elektroauto möglichst warm hält. Während man in der heimischen Garage die Temperatur noch relativ leicht variieren kann bzw. manche E-Autos bei einem angeschlossenen Ladekabel mit einer Standheizung vorgewärmt werden können, sieht es in der Stadt oder beim Parkplatz des Arbeitsgebers anders aus.
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