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Kategorie: Quickdrop – Akkutausch

(27.06.2011)

Ab 2012 bringt Renault in Australien sein Elektroauto Fluence Z.E. (Z.E. steht für Zero Emission, womit kein Ausstoß von CO2 gemeint ist) auf den Markt. Das besondere an dem Elektrofahrzeug ist, das es über einen Wechselakku verfügt.
Im Regelfall hat man mit einem Elektromobil das Problem, das wenn der Akku leer ist, diese aufgeladen werden muss – dies kann je nach Ladestation und Batterie zwischen 30 Minuten bis 8 Stunden dauern. Wer ein E-Auto mit einem Wechselakku fährt, kann den leeren Batterie an einer Akkuwechselstation gegen eine volle Batterie tauschen

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Der Fluence Z.E. hat mit einer Akkuladung eine Reichweite von ca. 185 Kilometern; Renault sagt, man hätte bei dem in einer Kooperation mit Better Place entwickelten Elektroauto eine “Unlimited Range”, da man die Batterie dank der Batteriewechselstationen von Better Place innerhalb von ca. 3 Minuten wechseln kann.

Der Renault Fluence Z.E. ist das erste Elektroauto von Mittelklasseformat, das den Batteriewechsel wie ihn Better Place vorsieht, tatsächlich unterstützt. Die ersten Fahrzeuge sollten Mitte kommenden Jahres nach Australien geliefert und in Canberra an die neuen Besitzer übergeben werden.

Allerdings sieht es in Deutschland für das Akkuwechselprinzip nicht so gut aus, denn im Gegensatz zu anderen Ländern sind in Deutschland die Autohersteller nicht von dem Wechselkonzept begeistert (siehe: Vorerst keine Wechselakkus für Deutsche Elektroautos). Daher kann man davon ausgehen, das vorerst in Deutschland kein geeignetes Netz von Akkuwechselstationen aufgebaut werden wird, somit wäre der Fluence Z.E. ein normales Elektroauto, eine unlimitierte Reichweite hat man dann nur in Ländern, in welchen ein geeignetes Netz der Wechselstationen aufgebaut werden würden.

Wer mit seinem Fluence Z.E. das Glück hat in einem Land zu leben, in dem es ein breit ausgebautes Netz an Wechselstationen gibt, hat tatsächlich mit seinem Elektroauto eine grenzenlose Reichweite und muss allenfalls mal 3 Minuten anhalten, um die Batterie automatisch tauschen zu lassen.
Der Kaufpreis wird in Deutschland etwa 26.000 Euro liegen, der Akku muss voraussichtlich für 72 Euro pro Monat geleast werden.

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(03.01.2011)

Das Elektroauto leidet bei vielen Menschen unter dem Vorurteil, es habe keine große Reichweite und müsse dann lange aufgeladen werden. Daher will das israelische Unternehmen Better Place (bekannt durch seinen Geschäftsführer Shai Agassi) Akkuwechsel-Stationen für Elektroautos in Deutschland einführen. Für den ersten möglichen Standort in Deutschland wurde die Hansestadt Hamburg ausgewählt, schon 2011 könnte ein Mobilitätskonzept für Hamburg spruchreif sein. Demnach sollen im Hafengebiet zukünftig verstärkt Unternehmen aus der Elektromobilitätsbranche angesiedelt werden.

Hier wird ein von Better Place umgebautes Auto vor dem Hauptsitz des Unternehmens in Palo Alto, CA aufgeladen.

Das Konzept von Better Place sieht vor, dass die in Zusammenarbeit mit Renault-Nissan gefertigten Elektroautos ohne Akku an die Kunden verkauft werden. Der Akku wird an den Kunden verleast und bleibt Eigentum von Better Place. Wenn jemand mit seinem Elektroauto über 150 Kilometer fahren will, kann der leere Akku innerhalb von ein paar Minuten gegen einen vollen Akku an einer Akkuwechsel-Stationen von Better Place getauscht werden. Ein weiterer Vorteil für den Kunden ist, das der teure Neukauf von Akkus entfällt – denn gerade Akkus können bis zu einem drittel des Kaufpreises eines Elektroautos ausmachen.

Auch wenn die Aufgabe sehr komplex ist und ein hohes finanzielles Risikos besteht, sieht die HPA das Unternehmen durchaus als tauglichen Partner, anderenfalls würden nicht schon seit April diesen Jahres intensive Gespräche über eine Ansiedlung im Hamburger Hafengebiet geführt. Diese stünden kurz vor dem Abschluss, sodass schon 2011 die erste Deutschland-Niederlassung von Better Place, mit Sitz in Hamburg, entstehen könnte.

Better Place hat in Israel schon einen großen Teil der geplanten Batteriewechselstationen und Ladesäulen für Elektroautos aufgebaut. Renault hat auch schon bereits einige Prototypen ausgeliefert. Die Batterie für die Fahrzeuge stammt vom japanischen Renault-Partner Nissan, der dafür mit dem ebenfalls japanischen NEC-Konzern zusammenarbeitet.

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Ab 2011 will der französische Autokonzern Renault fast alle sechs Monate ein Elektroauto auf den Markt bringen:

Den ersten Schritt macht der Kangoo Rapid Z.E, als nächstes folgt dann die Stufenheckversion des Mégane als Elektroauto, anschließend (ab 2012) der  in der Türkei gebaute Renault Fluence. Darauf soll der für den Stadtverkehr gedachte Zweisitzer Twizy Z.E. anschließend der Zoe Z.E. folgen.

Z.E. steht für Zero Emission, also Null Emissionen. Alle Modelle von Renault sollen eine Reichweite von 100 bis 160 Kilometern haben, wobei dies stark von den Außenfaktoren, der Fahrweise und zusätzlichen Geräten wie Klimaanlage, Licht, Radio, etc. abhängt.

Dies ist die Studie des Renault Fluence. Dieses formschöne Elektroauto ist auch mit dem Akkutauschkonzept von Better Place ausgestattet, so kann man innerhalb von 3 Minuten wieder einen vollen Akku haben. Bildquelle: Renault

Der für Anfang 2012 geplante Fluence Z.E. soll drei Möglichkeiten bieten, den Akku wieder zu laden:

  • Laden an der 220-Volt-Steckdose
  • Schnellladung mit 400 Volt
  • Austausch des Akkus in nur drei Minuten (dank des Projektes von Better Place).

Der Fluence verfügt über einen Synchronmotor, welcher 70 kW/95 PS bei 11.000 U/min. und ein maximales Drehmoment von ebenfalls 226 Nm liefert.

Von dem Renault Fluence gibt es derzeit nur ein paar Prototypen mit Elektromotor, die Version mit Elektromotor wird mit 4,75 Metern 13 Zentimeter länger sein als das aktuelle Modell mit Verbrennungsmotor. Der zusätzliche Platz ist für den verkleideten Quader notwendig, in dem die Akkus untergebracht sind. Durch die Verlängerung des Elektromobils soll das Fahrzeug trotz der Akkus auf eine Kofferraumgröße von 300 Liter Volumen kommen.

Die Reichweite des Fluence liegt laut Renault bei 160 Kilometern und bei einer Geschwindigkeit von 135 km/h wird die Geschwindigkei abgeregelt (um den Akku nicht zu schnell zu leeren). Wenn man kein Gas mehr gibt, setzt eine leichte Bremsverzögerung ein. Hierbei fungiert der Elektromotor als Generator und der Akku wird wieder etwas aufgeladen.

Renault will in seine Elektroautos durchweg Lithium-Ionen-Akkus einbauen, welche zusammen mit NEC und Nissan in Japan entwickelt wurden. Sie sollen dort, in den USA und in Europa in einer Stückzahl von jährlich 475.000 Stück produziert werden. Ein Akku besteht jeweils aus 48 Modulen und sollen eine Energieeffizienz von rund 90 Prozent erreichen. Die Akkus haben einen geplanten Lebenszyklus von sechs Jahren, anschließend sollen die gebrauchten 400-Volt-Akkus in die Zweitverwertung gehen, zum Beispiel als lokale Zwischenspeicher in Kraftwerken.

Ein Akkupaket eines Elektroautos bei Renault wird 250 Kilogramm wiegen und ca. 15.000 Euro kosten. Daher will Renault neue Vertriebswege gehen, denn eine der drei Optionen zum Auffrischen des Stromspeichers, das sogenannte Quickdrop-System, besteht darin, einen leeren Akku durch einen vollen auszutauschen. Bei dem Quickdrop-Verfahren  fährt das Auto in eine Art Wechselbox, von unten wird der Akku von einem Roboter automatisch entnommen und durch einen frischen Akku innerhalb von drei Minuten ersetzt.

Leider gibt es dieses Quickdrop-Verfahren (in Zusammenarbeit mit Better Place) in Deutschland noch nicht, jedoch bereits In Dänemark, Israel und Australien.

Die Kunden sollen laut Renault das Elektroauto ganz normal kaufen oder leasen können, in einem getrennten Vertrag wird der Akku abonniert. Auffrischen kann man die Batterien allerdings auch über eine Ladebox, die in jedem Haushalt montiert werden kann – dann ist die vollständige Aufladung mit 230-Volt-Strom innerhalb von vier bis acht Stunden möglich. Alternativ gibt es die Schnellaufladung auf 80 Prozent der Kapazität an einer Drei-Phasen-Kraftstromsteckdose mit 400 Volt, was in rund 30 Minuten erledigt ist.

Quelle: zeit

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