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Archiv

Kategorie: Künstliches Fahrgeräusch

(15.04.2012)

Ein Elektroauto erzeugt im Gegensatz zu einem Fahrzeug mit einem Verbrennungsmotor kaum Geräusche, dieses nahezu stille “gleiten” sehen manche als Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer an.

Bildquelle: Audi/Auto News

Ob ein Elektroauto künstliche Fahrgeräusche von sich geben soll oder nicht, darüber wird noch viel diskutiert. Ich selbst bin der Meinung, das andere Verkehrsteilnehmer nicht durch das nahezu stille gleiten eines Elektrofahrzeug gefährdet sind. Denn einerseits gibt es Verkehrsregeln, andererseits müssen Fußgänger und Radfahrer auch auf den Verkehr achten.

Jedoch haben ein paar Autohersteller bereits damit begonnen, ihre E-Autos mit künstlichen Fahrgeräuschen auszustatten.
Der Autohersteller Audi hat nun ein paar Einblicke über das entstehen der künstlichen Fahrgeräusche ermöglicht, in dem folgenden Video geht es um die Geräusche für das Elektroauto Audi R8 E-Tron.

Für diese Aufgabe hat Audi in ihrem Klanglabor einen Komponisten (oder auf Neudeutsch: Sounddesigner) damit beauftragt, dem R8 einen Sound zu verpassen, der sich E-Sound nennt. Die Geräusche klingen ganz nett und erinnern mich an Sci-Fi-Filme (dies finden auch die Autoren von engadget, wo ich dieses Video entdeckt habe).

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(07.03.2011)

Nun ist es amtlich: Elektroautos werden auch in der EU künstliche Fahrgeräusche von sich geben müssen.

Eine UN-Arbeitsgruppe hat sich unter der Führung des Bundesumweltministeriums darauf geeinigt, dass Elektroautos zukünftig mit künstlichen Fahrgeräuschen ausgestattet werden sollen, um andere Verkehrsteilnehmer im Verkehr zu schützen.

Elektroauto künstliches Fahrgeräusch UN Elektromobil

Die UN hat sich darauf geeinigt, das zukünftig Elektroautos eine Mindestlautstärke von sich geben müssen. Bildquelle: Daimler

Die Geräusche dürfen jedoch nicht lauter sein als die von anderen PKW, Bussen oder Motorrädern mit Verbrennungsmotoren bei einer Geschwindigkeit von 20 km/h. Zusätzlich soll das Geräusch den anderen Verkehrsteilnehmern verraten, ob das Elektroauto gerade beschleunigt, verzögert oder mit einer gleichbleibenden Geschwindigkeit fährt.

Ausgeschlossen sind bei Elektroautos Geräusche, die Sirenen, Alarmanlagen, Melodien und Geräusche von Tieren erinnern.

Durch diese neue Reglung sollen schwächere Verkehrsteilnehmer wie Blinde, Fußgänger oder Fahrradfahrer davor geschützt werden, das sie Elektroautos ohne künstliche Geräusche überrascht werden; so Peter Ramsauer von der CSU (Verkehrsminister).

Ab Sommer 2011 sollen die Beschlüsse umgesetzt werden, doch in einem Papier aus dem Verkehrsministerium heißt es, dass sich die Autobauer im Hinblick auf die Produkthaftung einig sind und das Thema ernst nehmen und frühzeitig umsetzen werden.

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(22.02.2011)

Das Elektroautos zu leise für den Verkehr sind, wird immer mal wieder diskutiert. Nun bietet das Unternehmen Delphi eine Lösung in Form von zwei Ausführungen eines Soundgenerators für Hybrid- und Elektroautos an.

Die Klangeneratoren schalten sich immer automatisch an, wenn das Elektroauto so langsam fährt, das z.B. die Reifengeräusche für andere Verkehrsteilnehmer nicht mehr hörbar sind. Ein Sensor kontrolliert die Geschwindigkeit und schaltet den Soundgenerator automatisch ein, wenn das Auto zu langsam für die natürlichen Geräusche fährt.

Das Unternehmen Delphi bietet für die Elektromobile einmal eine Version mit einem Piezolautsprecher und eines mit einem höherwertigen elektrodynamischen Lautsprecher an. Das System mit Piezolautsprecher wiegt nur gut ein Drittel eines konventionelles Systems aus mehreren Modulen und braucht nur zehn Prozent von dessen Energie, die Autobauer haben die Möglichkeit, die zum Unternehmen passenden Tonsequenzen auszuwählen.

Ob ein Einbau in Elektroautos für den deutschen Markt notwendig ist, steht noch nicht fest, da es in Deutschland noch keine gesetzliche Regelung zum Thema künstliche Fahrgeräusche bei Elektroautos gibt. In den USA wurden Elektroautos dazu verdammt, auch bei niedrigen Geschwindigkeiten Fahrgeräusche zu verursachen.

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(25.01.2011)

Die Elektroautos und Hybridautos haben den Vorteil, das sie ihre Umwelt durch ihre nahezu Geräuschlosigkeit schonen. Allerdings haben Blinde und Sehbehinderte Menschen mit Elektroautos das Problem, das sie die Autos nicht oder kaum hören.

Elektroauto DBSV Geräuschlos Elektromobil Hybridauto

Geräusche können für Sehbehinderte überlebenswichtig sein. Foto: DBSV/A. Friese/Auto-Reporter.NET

Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV) hat in Zusammenarbeit mit dem Bundeskompetenzzentrum Barrierefreiheit (BKB) Vertreter der Fahrzeugindustrie und diverser Forschungsprojekte zu einem zweitägigen Workshop eingeladen, der am 25.01.2011 in Berlin beginnt. Gemeinsam möchte man Standards erarbeiten, damit sich zukünftig auch blinde und sehbehinderte Menschen uneingeschränkt über Elektroautos und andere “stumme” Fahrzeuge freuen könnten, erläutert die DBSV-Präsidentin Renate Reymann.

Der DBSV hat ein Positionspapier vorgelegt, wer sich näher mit dem Thema beschäftigen möchte, findet das Positionspapier hier: DBSV

(Hier eine Liste der Fahrzeuge, welche vom DBSV als stumme Fahrzeuge kategorisiert worden sind: Elektroauto, E-bikes (Elektrofahrräder), Segways, Fahrräder, Hybridautos.

In den USA müssen Elektroautos und Hybridautos bis zu einer gewissen Geschwindigkeit künstliche Geräusche von sich geben, denn Präsident Barack Obama hat am 4. Januar den Pedestrian Safety Enhancement Act unterzeichnet, ein Gesetzt, das das dortige Verkehrsministerium verpflichtet, innerhalb von 18 Monaten Vorgaben für ein „Mindestgeräusch“ zu erarbeiten.

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(28.12.2010)

Elektroautos haben den Vorteil, das sie sehr leise fahren – da der vergleichsweise laute Verbrennungsmotor durch einen leisen Elektromotor ersetzt wurde. Auch Hybridautos haben einen Elektromotor, jedoch ist dieser zusätzlich zu dem Verbrennungsmotor eingebaut.
Egal ob man nun ein Elektroauto oder ein Hybridauto fährt, beide sind bei Geschwindigkeiten unter 50 km/h sehr leise unterwegs. Da der Verkehrslärm in den Städten als Stressfaktor Nummer eins gilt, sollten eigentlich alle Menschen froh sein, das der Verkehrslärm in Zukunft Schritt für Schritt leiser wird, da immer mehr Elektroautos (und Hybridautos) auf den Straßen und in den Städten unterwegs sind.

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Künstliche Fahrgeräusche für Elektroautos, dann wird auch das Elektroauto Leaf von Nissan, welches den Preis Auto des Jahres 2011 gewonnen hat künstliche Fahrgeräusche haben. Der Nissan Leaf von aussen, als Elektroauto braucht er keine großen Kühlerschlitze. Bildquelle: Nissan

Doch nun ist der US-Kongresses  der Meinung, das die Leisen Hybrid- und Elektroautos ein echtes Sicherheitsrisiko für Blinde darstellen. Sie sollen daher bald wieder zünftig Krach machen.

Die Abgeordneten des US-Kongresses wollen zukünftig künstliche Fahrgeräusche zur Pflicht machen, wenn auch in abgemilderter Form. Das Parlament verabschiedete am Donnerstag mit großer Mehrheit ein Gesetz, wonach auch geräuscharme Elektro- und Hybridautos im Straßenverkehr deutlich zu hören sein müssen. Damit sollen Unfälle etwa von blinden Fußgängern verhindert werden, die Fahrzeuge nicht sehen, sondern nur hören können. Auch für Jogger, Radfahrer und kleine Kinder sollen die Straßen damit sicherer werden.

Die Verkehrsbehörden haben nun 18 Monate Zeit, eine Mindestlautstärke festzulegen, die für extrem leise Autos gelten soll. Das könne etwa durch Warnsignale erreicht werden. Das Gesetz sieht vor, dass die Geräusche automatisch ertönen, wenn ein Wagen mit niedriger Geschwindigkeit fährt. Die Fahrer soll das Signal nicht ein- und ausschalten dürfen.

Das Gesetz muss noch vom US-Präsident Barack Obama unterschrieben werden. Widerstände dürften dabei kaum zu erwarten sein. Die neue Regelung wurde von den beiden großen Vereinigungen der US-Automobilindustrie unterstützt. Der nationale Blindenverband begrüßte sie als Wahrung des Rechts für Blinde, eigenständig und sicher am Straßenverkehr teilnehmen zu können.

Kommentar:

Auch wenn man auf Menschen mit Sehbehinderungen, Joggern, usw. Rücksicht nehmen sollte, bleibt die Frage, warum sollten die Menschen mitten auf der Straße gehen? Elektroautos und Hybridautos fahren auf Straßen, Menschen gehen auf Fußwegen – daher gibt es nur sehr wenige Situationen, in denen Menschen und Autos auf der gleichen Strecke sind: Spielstraßen, Parkplätze von Einkaufszentren, etc.; Bei all diesen seltenen Gegebenheiten achten die PKW-Fahrer schon mit größter Sorgfalt darauf, das nicht jemand mitten vor das Auto läuft. Auch wenn ein Mensch mit einer Sehbehinderung mal den Fußweg verlassen wird, wird dieser Mensch nicht rennen, sondern vorsichtig gehen und somit werden sich die Autofahrer denken können, das man vorsichtig fahren muss.
Die größere Gefahr für Menschen mit einer Sehbehinderung sind Radfahrer, denn diese fahren entweder auf den Gehwegen oder direkt neben den Fußgängern. Auch sind Radfahrer sehr leise und können einen Fußgänger zu Fall bringen. Warum werden also nicht für alle Radfahrer künstliche Fahrgeräusche vorgeschrieben?
Auch wird es mehr Wildunfälle geben, als Unfälle mit Elektroautos und Hybridautos – soll jetzt jedes Wildtier ein künstliches Geräusch bekommen?

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