In den USA hat ein Besitzer des Elektroauto Tesla Model S den Autohersteller Tesla Motors verklagt, weil das Elektrofahrzeug laut Besitzer zu oft repariert werden musste. Mit der Klage wollte er erreichen, dass er den Kaufpreis und die Anwaltskosten erstattet bekommt.

Das Elektroauto Tesla Model S hat von Consumer Reports den Titel bestes Auto im Jahr 2014 erhalten. Bildquelle: Tesla Motors

Das Elektroauto Tesla Model S hat von Consumer Reports den Titel bestes Auto im Jahr 2014 erhalten. Bildquelle: Tesla Motors

 

Robert Montgomery ist einer der wenigen Besitzer des Elektroauto Model S von Tesla Motors, welche anscheinend nicht sehr glücklich mit ihrem Luxusstromer sind. Denn der im US-Bundesstaat Wisconsin lebende Mann hat gegen Tesla Motors geklagt, um eine Rückerstattung des Einkaufspreises seines Tesla Model S zu erhalten.
Als Begründung gibt er an, dass das E-Auto unverhältnismäßig viele Probleme verursacht und bereits in den ersten fünf Monaten 66 Tage in der Werkstatt gewesen sein soll.

Der Kaufpreis der Elektrolimousine lag bei 94.777 US-Dollar, dazu kamen noch 4.738 Steuern dazu – und genau diesen Kaufvertrag wollte Montgomery von Tesla wieder haben, weil er ein seiner Meinung nach so fehleranfälliges Auto nicht haben wollte.

Bei seiner Klage beruft sich der Kläger auf die sogenannten Lemon Laws, bei denen es sich um einzelstaatliche Verbraucherschutz-Gesetze handelt, welche den Verkäufer von Kraftfahrzeugen dazu verpflichten, für Mängel beim Fahrzeug aufkommen zu müssen bzw. die Mängel innerhalb von vier Versuchen im Jahr zu beheben.
Der Anwalt (Vince Megna) von Montgomery nennt sich passenderweise “Lemon Law King” und hat bereits Volvo verklagt.

Da das Model S mehr als 4 mal im Jahr defekt war, hatte Montgomery Tesla Motors bereits im November um eine Rückerstattung des Kaufpreises gebeten haben, jedoch sei das US-Unternehmen nicht darauf eingegangen.

  • So soll das Elektroauto Model S folgende Probleme gehabt haben:
  • Rausspringende Sicherungen beim Start des Wagens,
  • es konnte nicht auf dem Grundstück des Besitzers aufgeladen werden,
  • die Türgriffe funktionierten nicht richtig,
  • die Scheiben wurden nicht richtig enteist
  • und es soll Lackfehler gehabt haben.

 

Die Aussagen des Kunden und die von Tesla passen nicht zusammen

Tesla selbst sagt, dass man unzufriedenen Kunden die Rückerstattung des Fahrzeugs anbietet, da man keine unglücklichen Besitzer eines Elektrofahrzeugs von Tesla haben will.

Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben alles Notwendige mit dem E-Auto getan, um die Probleme am Fahrzeug zu beseitigen.

Auch sei es nicht möglich, die Probleme zu reproduzieren, um eine Lösung zu finden. Daher wurden bisher einfach die Teile ausgetauscht, welche dafür verantwortlich sein könnten.

In der Klageschrift gibt es laut Tesla einige Ungereimtheiten, so soll der Kunde laut Anklage dreimal um eine Rückerstattung gebeten haben, was Tesla jedoch dementiert, da man vom Kunden nie auf eine Rückerstattung angesprochen sein soll.

Auch nach dem die betreffenden Teile ausgetauscht worden seien, sollen zum Beispiel weiterhin die Sicherungen beim Starten raus gesprungen sein. Daher vermutet Tesla, dass die Sicherungen manipuliert worden sind.
Jedoch hat Tesla weiterhin versucht die Probleme zu beseitigen, um ein problemloses Starten des Elektroautos zu ermöglichen.

Laut Tesla hat genau der selbe Kunde mit dem selben Anwalt bereits vorher Klage gegen Volvo eingereicht.

 

Tesla Motors lenkt ein

Laut des Anwalt Megna hat Tesla eingelenkt und nun zugestimmt, dass betreffende Model S für 126.836 US-Dollar zurückzukaufen und 18.500 US-Dollar an Anwaltskosten zu bezahlen.

Liz Jarvis-Shean (Pressesprecherin von Tesla Motors) sagte dazu:

“Wir betrachten diesen Fall als abgeschlossen.”

Meine Meinung zu dem Fall

Für mich klingt es so, als ob der Anwalt versucht sich einen Namen zu machen und vermutlich den „Autokäufer“ einen Anteil dafür zahlt, dass er sich Autos kauft und dann immer irgendwelche Mängel „findet“.
Ich könnte mir auch vorstellen, dass Montgomery an dem Model S bewusst etwas manipuliert hat (oder der Anwalt) hat jemanden beauftragt, der sich an dem Elektrofahrzeug zu schaffen macht.

Und ich finde das in dem Fall hat Tesla Motors (auch wenn sie keine andere Wahl hatten) gut gehandelt, denn hier stimmt einfach der Spruch „Der klügere gibt nach“. Wer sich den Channel des Anwalts ansieht (zu finden unten über das Youtubevideo) wird sehen, dass der Herr dies wohl gerne mit Autoherstellern abzieht…

Hier ist noch ein Video zu dem Fall:

Via: Teslamag

 

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